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Buntmetalle und Leichtmetalle – Vielfalt in Form, Größe und Farbe

Buntmetalle: Produktmix Buntmetallbarren der ESG und Kupfermedaille.

Produktmix Buntmetallbarren der ESG und Kupfermedaille.

Buntmetalle und Leichtmetalle gibt es in verschiedensten Farbgebungen und Formen. Beide Metallarten sind weder Edelmetalle noch Eisenmetalle, liegen aber ebenfalls als Barren oder Medaillen vor.

Definitionen, Eigenschaften und Einsatzgebiete

Welche Eigenschaften besitzen Buntmetalle und Leichtmetalle und wozu werden sie verwendet? Diese und weitere Fragen werden im folgenden Text beantwortet.

Was ist ein Buntmetall?

Buntmetalle sind eine Untergruppe der Nichteisenmetalle. Grob gesagt sind sie unedle, farbige Schwermetalle. Sie können auch Legierungen bilden, welche dann zu den Buntmetallen gezählt werden. Ein typisches Buntmetall ist das rosa erscheinende Kupfer. Legierungen auf Kupferbasis gehören ebenfalls zu den Buntmetallen – ein Beispiel hierfür ist gold-braune Bronze. Während Nickel, Blei, Zinn und Zink beispielsweise ebenfalls zu den Buntmetallen gehören, werden Edelmetalle wie Gold und Silber trotz ihres bunten Erscheinungsbilds ausgeschlossen. Auch Leichtmetalle wie Titan und Aluminium gehören nicht zu den Buntmetallen, jedoch auch nicht zu den Eisenmetallen.

Was ist ein Leichtmetall?

Leichtmetalle sind unedle Metalle oder Legierungen, welche eine Dichte von weniger als 5g/cm³ aufweisen. Metalle mit einem höheren Wert gehören zu den Schwermetallen. Bekannte Beispiele sind Aluminium, Magnesium oder Titan.

Eigenschaften und Einsatzgebiete von Bunt- und Leichtmetallen

Buntmetalle sind widerstandsfähig gegen Korrosion, sie besitzen gute Gießeigenschaften und eine hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Buntmetalle oft in der Elektroindustrie, Bauindustrie oder im Bereich der Herstellung von Münzen verwendet. Klassische Euromünzen bestehen beispielsweise aus einer Kupfer-Nickel-Legierung in der Mitte und der goldfarbene Rand aus Messing. Messing wiederum ist ebenfalls eine Legierung aus Kupfer mit Zink. Aber auch wertvolle Anlagemünzen beinhalten teilweise Buntmetall, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Kupfer handelt. Der südafrikanische Krügerrand besteht beispielsweise zu 916 Teilen aus Gold und zu 83 Teilen aus Kupfer. Auch die 1oz Goldmünze „American Eagle“ verbindet Gold mit 5,33% Kupfer und 3% Silber. Diese Legierung soll die beiden Goldanlagemünzen robuster gegen Kratzer machen, da Kupfer härter ist als Gold. Zudem verleiht das Kupfer den Münzen eine höhere Korrosionsbeständigkeit und ihre typische leicht rosa-rote Färbung.

1oz Krügerrand Goldmünze aus dem Jahr 2024.American Eagle Goldmünzen in verschiedenen Stückelungen.

Leichtmetalle sind schmelzbar und somit beliebig formbar, sie sind elektrisch leitfähig, zerspanbar, korrosionsbeständig, wasserbeständig und elastisch. Außerdem verdanken sie ihren Namen ihrem geringen Gewicht. Mögliche Einsatzgebiete sind Flugzeugtechnik, Motorenbau, Automobilbau und Medizintechnik.

Eigenen sich Buntmetalle oder Leichtmetalle zur Geldanlage?

Bunt- und Leichtmetalle haben viele spannende Eigenschaften und sind in der Industrie stark gefragt, wodurch ihr Preis je nach Nachfrage steigt und fällt. Es sprechen jedoch verschiedene Gründe gegen ein Investment in diese Metallarten. Da Buntmetalle und Leichtmetalle Werkstoffe für diverse Industrien sind, sind sie sehr stark industrieabhängig. Im Vergleich zu beispielsweise Gold weisen die unedlen Metalle ein großes Volumen auf, wodurch der Transport und die Lagerung erschwert wird. Ein weiterer Punkt ist die Mehrwertsteuer, von welcher Anlagegold befreit ist – Bunt- und Leichtmetalle sind jedoch mehrwertsteuerpflichtig. Zudem ist der Weiterverkauf kleiner Mengen von Edelmetall deutlich einfacher, denn es ist ein gängiges Investmentobjekt, welches eine Vielzahl von Interessenten hat.

Buntmetalle und Leichtmetalle als Geschenkidee

Bunte Metalle in verschiedenen Formen und Farben faszinieren durch ihre individuelle Optik und vielfältige Bearbeitbarkeit. Durch die Ritzgravurtechnik lassen sich Motive, Bilder oder Texte in Barren und Metalle gravieren. Verschenken Sie Geschenke so individuell wie die Person, die Sie beschenken möchten.

Kupfermedaille mit Sternzeichengravur. Kupfermedaille mit Fotogravur.

 

Gold und Platin im Vergleich

Münzen und Barren aus Gold und Platin.

Münzen und Barren aus Gold und Platin.

Die Frage nach sinnvollen Edelmetallinvestments beschäftigt Anleger und man stolpert fast zwangsläufig über Gold und Platin. Beide Edelmetalle finden sich in der Welt der Investments wieder, weisen jedoch Unterschiede auf.

Platin ist etwas schwerer und auch seltener als Gold, trotzdem steht es in vielen Bereichen in dessen Schatten. Platin hat eine unscheinbare Farbe und auch keine sehr hohe kulturgeschichtliche Relevanz, anders als Gold. Auch in der Industrie hat Platin weniger Einsatzbereiche, da es aufgrund mancher Eigenschaften, unter anderem aufgrund des hohen Gewichts, als unvorteilhaft gilt. Eines seiner Hauptanwendungsgebiete ist die Herstellung von Katalysatoren, überwiegend für Dieselmotoren. Die Nachfrage der Industrie an bestimmten Rohstoffen beeinflusst deren Preis, jedoch werden Dieselmotoren im Zuge des Umweltschutzes immer unbeliebter. Die Fahrzeugindustrie befindet sich im Wandel und Elektro- oder Hybridautos gewinnen zunehmend an Bedeutung. So ist es möglich, dass sich die Nachfrage der Industrie an Platin zukünftig verändern könnte. Platin ist im Investmentbereich von Bedeutung. Zwar gilt es neben Gold eher als Nischenprodukt, dennoch werden Münzen und Barren aus dem Edelmetall hergestellt. Ebenso hat Platin vor allem für Legierungen eine hohe Nachfrage in der Schmuckindustrie.

Blickt man auf die Veränderungen der Kurse von Gold und Platin der letzten 10 Jahre zurück, lässt sich Folgendes festhalten:

Gold hatte seinen niedrigsten Preis von 867,14 € für eine Unze 2013. Seinen Höhepunkt in diesem Rückblick hatte der Goldpreis im Oktober dieses Jahres. Er lag bei 1.899,10 €. Etwas anders verhält sich der Platinkurs. Seinen preislichen Höhepunkt hatte das Edelmetall 2012 bei 1.325 € pro Unze. Seither ist ein allgemein fallender Kurs mit Höhen und Tiefen zu beobachten. Den niedrigsten Preis der letzten 10 Jahre erzielte Platin 2020 mit 556,61 €. Seither scheint der Preis sich langsam zu erholen und seinen diesjährigen Höchstpreis erzielte das Edelmetall im März mit 1.062,54 €.

Die Kurse aller Edelmetalle können Sie hier beobachten: https://www.scheideanstalt.de/aktuelle-ankaufskurse/kurscharts
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Geschenkbarren als ausgefallene und funkelnde Geschenkeklassiker

Übersicht verschiedener Geschenkbarren aus Gold.

Übersicht verschiedener Geschenkbarren aus Gold.

Glückwünsche aussprechen, von Herzen verschenken, alles Gute oder frohe Weihnachten wünschen – das Jahr ist voll mit Gelegenheiten, um Mitmenschen mit thematisch passend gestalteten Edelmetallgeschenken eine Freude zu machen. Neben ihrer hochwertigen Optik stellen die charmanten und außergewöhnlichen Geschenkbarren ein Investment für die Zukunft dar und sind damit nicht nur eine Aufmerksamkeit für den Moment.

Warum Geschenkbarren aus Edelmetallen verschenken?

Geschenkbarren enthalten, neben kreativ gestalteten Motiveinlegern, 1g Gold- oder Silberbarren. Edelmetalle im Allgemeinen sind ein langfristiges Investment und eignen sich beispielsweise zur Vermögensabsicherung, als Notgroschen, als Teil der Altersvorsorge oder um für die eigenen Kinder vorzusorgen. Edelmetalle sind in ihrem Vorkommen begrenzt und ein abrupter Wertverlust gilt nicht zuletzt aufgrund der Seltenheit als sehr unwahrscheinlich. Sie stellen daher eine zukunftsorientierte, langanhaltende und sinnvolle Geschenkidee dar.

Geschenkbarren mit anlassbezogenen Motiven

Wertig funkelnde Edelmetallbarren aus Gold oder Silber eingebettet in Motiveinleger sind Geschenkeklassiker für jeden Anlass. Die Einleger bestehen aus einem dünnen Karton, welcher mit liebevoll gestalteten Designs bedruckt wurde. Vertreten sind kreative Darstellungen zu klassischen Feierlichkeiten wie Hochzeit, Taufe, Geburtstage, Ostern, Kommunion, Konfirmation und natürlich Weihnachten. Aber auch Themen wie Sternzeichen, Liebe, Freundschaft, Danke, Jubiläum oder Anlagemotive wurden auf magische, verspielte, bunte oder elegante Weise umgesetzt. Geschenkbarren mit Motiveinleger gibt es in verschiedenen Stückelungen. Je nach Anzahl der 1g Gold- oder Silberbarren befinden sich passgenaue Aussparungen im Einleger, in welche die Barren eingesetzt werden. Umhüllt wird der Geschenkbarren von einer durchsichtigen, schützenden Plexikapsel.

Geschenkbarren bestehend aus 1g Gold und einem Motiveinleger zu Ostern. Geschenkbarren mit Investmentmotiv und verschieden vielen Goldbarren.

Flip-Motive als verspielte Geschenkoption

Geschenkbarren mit Flip-Effekt sind eine außergewöhnliche Form von Motiveinlegern.
Die Einleger sind etwas dicker und wurden im Lenticulardruckverfahren hergestellt. Aufgrund ihrer speziellen Fertigung wechseln die Flip-Motive je nach Blickwinkel ihr Design.

Goldbarren mit Flipmotiven in Gold und Silber.

Individuelle Geschenkbarren

Individualität wird beim Schenken großgeschrieben. Geschenke sollen zum Charakter der beschenkten Person passen – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Die Umsetzung eines persönlichen Motiveinlegers ist bereits ab einem Stück möglich.

Individuell gestaltete Geschenkbarren sind bereits ab einem Stück möglich.

Funkelnde Freude stilvoll verpackt

Einen bezaubernden Auftritt für verschiedene Geschenkbarren bieten ansprechende Verpackungen. Edelmetallgeschenke sind bedacht gewählte Investitionen in die Zukunft der Beschenkten, welche stilvoll verpackt für einen wahren Hingucker sorgen.

Entdecken Sie unsere Auswahl an weihnachtlichen Geschenkideen und winterlich-romantischen Verpackungsoptionen.

Ein Geschenkbarren zum Geburtstag. Geschenkbarren als Dankeschön.

 

Fotogravur: wertvoll und persönlich – Fotogeschenke mal anders

Fotogravur auf Kupfer und Silber

Eine Fotogravur stellt ein Geschenk mit materialem und emotionalem Wert dar.

Ob als Geschenk zur Hochzeit, zur Taufe oder zum Geburtstag – wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Aufmerksamkeit mit persönlichem Bezug ist, für den bietet sich eine Fotogravur an. Sei es ein Bild von Freunden, der Familie oder dem Haustier: Kostbare Erinnerungen in wertig schimmerndem Material zu verewigen, macht das Geschenk zu einem ganz besonderen Hingucker.

Edelmetalle mit individuellen Bildern verzieren

Es lassen sich beispielsweise runde 1oz Medaillen und quadratische Barren zu einer Unze aus Feinsilber mit einem Foto versehen. Aber auch Barren und Medaillen aus Gold oder Buntmetall in diversen Gewichtsklassen können in außergewöhnliche Unikate verwandelt werden. Verschiedene Optionen sind in unserem Onlineshop aufgeführt. Für Anfragen zu weiteren Ausführungen steht Ihnen unser Kundenservice über [email protected] zur Verfügung.

Wer der Fotogravur noch eine persönliche Botschaft verleihen will, kann die blanke Rückseite mancher Gravurrohlinge für persönliche und kreative Textbotschaften in Druckschrift oder Schreibschrift nutzen.

Mit unserer verlustfreien Ritzgravurtechnik entstehen runde oder eckige individuelle Lieblingsstücke als Geschenk oder Andenken. Hierbei wird das Material nicht abgetragen, sondern lediglich verdrängt, sodass kein Materialverlust entsteht.

Silber als Investmentoption: Barren, Münzen, Münzbarren

Diverse Barren aus Silber als Investmentoption

Verschiedene Silberbarren von den Herstellern Valcambi und ESG.

Silber zählt zu den wichtigsten Rohstoffen in unserer modernen Gesellschaft und hat vielseitige Einsatzgebiete. Dazu gehören die Elektroindustrie, die Medizin, die Schmuckindustrie und die Chemie. In Form von Barren und Münzen erfreut sich Silber als Investmentoption nachhaltiger Beliebtheit.

Die Gründe für ein Silberinvestment sind vielfältig. Silber hat eine lange Geschichte und schon vor Jahrtausenden hat es sich als Zahlungsmittel und Wertanlage etabliert. Seine Reserven sind begrenzt, so wie es bei Gold auch der Fall ist. Silber kann nicht hergestellt werden, sondern wird in Minen abgebaut. Der Wert des weißen Edelmetalls fällt voraussichtlich nie auf Null, denn sein Vorkommen ist begrenzt. Die Nachfrage kommt ebenfalls aus diversen Branchen. Neben Anlegern, welche Silber als Investmentoption nutzen, haben auch viele Industriezweige ein großes Interesse an Silber und sind darauf angewiesen. Diese Nachfrage beeinflusst den Silberpreis positiv. Zum einen ist der Preis unter anderem für Kleinanleger ein wichtiger Punkt. Blickt man auf andere Edelmetalle, ist der Silberpreis niedriger und er erlaubt es, Anlegern mit geringen Beträgen einzusteigen. Zum anderen kann man mit Silber sein vorhandenes Portfolio diversifizieren.

Silbermünzen als Investmentvariante

Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle oder Wiener Philharmoniker sind weltweit bekannt und beliebt. Neben den klassischen Goldmünzen gibt es diese auch als Silberversionen.
Anlagesilbermünzen werden nah am Spot gehandelt und meist in einer sehr hohen Stückzahl geprägt. Der Wert ergibt sich fast ausschließlich aus dem Wert des Edelmetalls. Somit unterliegen diese Münzen den Schwankungen des Silberpreises. Steigt der Kurs, so ist die jeweilige Münze mehr wert – sinkt er, so sinkt auch der Münzwert. Anlagemünzen im Allgemeinen sind keine Investmentoption, mit der sich schnell viel Geld machen lässt. Vielmehr handelt es sich bei Silber als Investmentoption um eine langfristige Anlage zur Vermögensabsicherung und nicht zur Vermögensvermehrung.

Silberbarren

Silberbarren gibt es sowohl als Gussbarren als auch in geprägter Form. Große Hersteller wie Valcambi, Umicore oder Heraeus bieten beide Barrenformen an.

Sie bringen jeweils ihre Vorteile mit sich. Gussbarren sind Unikate, da jeder Barren individuelle Unregelmäßigkeiten und Erstarrungslinien aufweist. Dies macht zudem die Oberflächen unempfindlicher gegenüber Berührungen oder Kratzern.
Prägebarren können komplexer und detailreicher gestaltet werden. Aufwendige Prägebilder sind hier problemlos umsetzbar. Zudem ist es möglich kleine Gewichtseinheiten in hohen Stückzahlen kostengünstiger herzustellen.

ESG Recyclingbarren

Die ESG-eigenen Recyclingbarren werden aus Feinsilber hergestellt, welches aus Recyclingprozessen gewonnen wurde. Das verwendete Feinsilber wird für die ESG von ausgewählten Herstellern innerhalb Deutschlands raffiniert und dann ebenfalls in Deutschland zu geprägten Barren weiterverarbeitet. Die Barren bestehen also ausschließlich aus recyceltem und dann erneut zu reinem 99,99% raffiniertem Feinsilber.

CombiBar

Der CombiBar ist eine dünne Edelmetallverbundstafel. Jeder Tafelbarren besteht aus einem Verbund mehrerer Minibarren. Die einzelnen kleinen Barren lassen sich an Sollbruchstellen von der Haupttafel durch Knicken per Hand abtrennen. In Silber werden die Minibarren in den Ausführungen 10g und 1g hergestellt. Beide Varianten sind als Verbund zu 10g, 20g, 50g oder 100g erhältlich.

Durch die Abtrennmöglichkeit bieten CombiBars eine hohe Flexibilität beim Investieren. Als Anleger hat man die Wahl, welche Stückelung man kaufen möchte und zusätzlich können abgetrennte Kleinbarren einzeln wiederverkauft werden. Durch die Tafelbarren wird Silber als Investmentoption zu einer flexiblen Erweiterung des eigenen Portfolios.

Münzbarren aus Silber

Beispiele für Münzbarren kommen von den Cook Islands oder von den Fidjis. Diese Barrenform entsprang der Idee, dass Münzen zu Anlagezwecken nicht immer rund sein müssen. Bis Ende 2013 lag der Vorteil von Münzbarren gegenüber Silberbarren darin, dass sie wie andere Silbermünzen auch nur mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% besteuert wurden. Von 2014 bis 2022 wurden einige Münzbarren aus Nicht-EU-Staaten differenzbesteuert angeboten, sodass man sie günstiger als klassische Silberbarren erwerben konnte.
Münzbarren gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen und jeder Barren hat einen aufgeprägten Nennwert, was ihn zur Münze und einem gesetzlichen Zahlungsmittel im jeweiligen Ausgabeland macht.

Kurse zu Silber als Investmentoption

Der Silberpreis wird unter anderem durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wie es bei allen Börsenprodukten der Fall ist. Der Silberkurs schwankt somit. 2022 wies er beispielsweise ein Jahresplus von 10,07% auf. Der Januar 2023 verbuchte ein Monatshoch von 22,15 € pro Unze, im Vorjahr lag das Jahreshoch bei 24,22 €.

Die Preisentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu diesen zählt natürlich die Nachfrage nach dem Edelmetall, vor allem aus Industriezweigen. Aber auch Silber als Investmentoption für Anleger beeinflusst die Silbernachfrage. Die Entwicklung der allgemeinen Silbernachfrage zwischen 2012 und 2021 lag zwischen 29.653 Tonnen und 25.146 Tonnen, so The Silver Institute and Metals Focus. Das Institut sprach 2022 von einem neuen Höchststand der Silbernachfrage.

Mit der ESG Spot App können Sie die topaktuellen und rückblickenden Edelmetallkurse in übersichtlichen Charts stets im Auge behalten.

Königliche Münzportraits aus England von 1953 – 2023

Münzportraits von Queen Elizabeth II

Britische Monarchen zieren Münzen aus aller Welt – neben englischen Münzen zeigen beispielsweise auch australische, kanadische oder neuseeländische Münzen Portraits des Staatsoberhauptes. Aber auch Tuvalu oder Barbados prägen Münzen mit der Queen oder – seit ihrem Tod – dem König. 

Von 1952 bis 2022 zierte Queen Elizabeth II die Wertseite unzähliger Münzen – sie war die am längsten regierende Monarchin und niemand wurde im 20. Jahrhundert häufiger auf Münzen dargestellt als sie. Die fünf offiziellen Münzportraits bilden eine Art Aufzeichnung der Regierungszeit und begleiteten die Königin von Beginn bis Ende.

Erstes Münzportrait

Um Entwürfe für das Münzportrait zu beeinflussen, fotografierte die berühmte Society-Fotografin Dorothy Wilding Queen Elizabeth II im Profil. Es folgte ein Wettbewerb unter Künstlern, wobei das Siegerbildnis kommende Münzen zieren sollte. Als erstes offizielles Münzportrait gilt das 1953 erschienene Bildnis, gestaltet durch Mary Gillick. Mary war eine von 17 Künstlern, welche eingeladen wurden, um Entwürfe für das königliche Münzportrait einzureichen. Sie schuf eigentlich großflächige Skulpturen, wobei sie sich auf Flachreliefs spezialisiert hatte. Mary wollte die Königin als junge Frau mit einem leichten, schönen und frischen Portrait ohne Krone darstellen. Dieser Versuch stieß auf große Zustimmung sowie auf Kritik, da man die Abbildung für zu jugendlich hielt.

Das zweite Portrait von 1968

1962 starteten die Vorbereitungen für die Umstellung aller britischen Münzen auf das Dezimalsystem – ein neues Münzportrait der Königin sollte bei der Unterscheidung der Münzen helfen. Bereits 1964 gab Elizabeth II dem Entwurf des Künstlers Arnold Machin von der Royal Academy ihre Zustimmung. 1968 kamen die ersten Münzen mit dem neuen Bildnis in Umlauf. Elizabeth wurde erneut bis zu den Schultern dargestellt und sie Trug auf ihrem Kopf die Tiara, welche sie von ihrer Großmutter Queen Mary erhalten hatte.

Das dritte königliche Münzportrait

Künstler Raphael Maklouf wurde eingeladen, um Entwürfe für den dritten Wettbewerb um das offizielle Münzportrait von Queen Elizabeth II einzureichen. Jedoch war der Künstler mit den zur Verfügung gestellten Fotos der Königin nicht zufrieden und Elizabeth II gewährte ihm zwei Live-Sitzungen. Er entwarf das erste Bildnis ohne Schultern. Die Königin trug zudem Ohrringe, eine Kette und das George IV State Diadem. Es die erste Münze, welche im Design die Initialen des Künstlers enthielt. Erschienen ist das dritte Münzportrait im Jahre 1985.

Viertes Münzportrait der englischen Königin

Ian Rank-Broadley schuf Flachreliefskulpturen, welche immer bekannter wurden und im Laufe der Jahre erarbeitete er sich einen Ruf als einer der führenden Bildhauer Großbritanniens. 1996 erhielt er dann die Einladung zum vierten Münzportraitwettbewerb. Er wollte die Gratwanderung wagen, ein nicht zu stark idealisiertes Abbild mit Wiedererkennungswert zu schaffen und auch das aktuelle Alter der Königin beachten. Am Ende reichte Ian drei Versionen seines Modells ein.

Das fünfte und letzte Münzportrait von Queen Elizabeth II

Das letztes Abbild der Königin, welches die Wertseite von Münzen zierte, wurde von Jody Clark entworfen. Jody entschied sich, wie sein Vorgänger auch, für ein realistisches Abbild der Königin mit Krone und Ohrringen. Auf diesem Portrait von 2015 ist erstmals der Ansatz eines Lächelns im Gesicht der Queen zu sehen.

King Charles III auf Münzen

Nach dem Tod der englischen Königin folgte ihr Sohn als König. Gestaltet wurde das erste offizielle Münzportrait des neuen Königs durch Kalligraph, Bildhauer und Graveur Martin Jennings. Neben dem königlichen Abbild sind seine Initialen im Münzdesign zu sehen. Zudem folgt das Bildnis der Tradition, dass der neue Monarch in die entgegengesetzte Richtung seines Vorgängers blickt. Daher schaut Charles nach links, während seine Mutter nach rechts schaute.

Münzportraits von Charles III mit Krone

Anlässlich der Krönung im Mai 2023 entwarf Martin Jennings ein weiteres Abbild des Königs – diesmal mit Krone.

Rund herum – der Rand von Münzen

Der Rand von verschiedenen, gestapelten Münzen.Als Münzrand oder Rändelung wird der Rand von Münzen oder Medaillen bezeichnet. Dieser Rand hat eine lange Tradition, verschiedene Funktionen und er liegt zudem in verschiedenen Varianten vor.

Bereits 1658 wurde auf den englischen Silberkronen, auch Cromwelltaler genannt, eine Randschrift angebracht. Veranlasst hatte diese optische Veränderung Oliver Cromwell, wodurch er oftmals als Erfinder der Randgestaltung gilt. Die ältesten deutschen Münzen mit einer Randgestaltung schreibt man der Stadt Clausthal und dem Jahr 1684 zu.

Die Funktionen einer allgemeinen Randgestaltung waren vielfältig. Zum einen sollte sie Münzen davor bewahren, einer illegalen Gewichtsverminderung unterzogen zu werden. Dies geschah oft durch das Abfeilen oder Beschneiden des Münzrandes. Durch die Gestaltung des Randes fielen Manipulationen schneller auf.
Zum anderen diente die Randgestaltung natürlich der Ästhetik. Durch verschiedene Verzierungen war es möglich, die Optik der Münzen zu verbessern. Jedoch diente die Veränderung des Münzrandes auch vielen praktischen Aspekten:
Der Münzrand sollte die Münzen stabiler machen und vor allem gegen Brüche schützen.
Zudem sollte die Stapelbarkeit verbessert und die Automatentauglichkeit ermöglicht werden.
Ein weiterer Aspekt war die Verbesserung der Normierung von Maßen und Gewicht.
Durch den Rand wurde zudem eine weitere Möglichkeit erschlossen, Informationen auf der Münze festzuhalten.
Als weitere Funktion gilt die Unterscheidbarkeit von Nominalen anhand der Optik und Haptik.

Verschiedene Münzen – verschiedene Ränder

Eine Variante der Randgestaltung ist der Riffelrand. Münzen mit Riffelrand weisen eng aneinander liegende Rillen am Münzrand auf. Die Anzahl der Einkerbungen ist hierbei jedoch nicht speziell festgelegt. Die österreichische Anlagemünze Philharmoniker in Gold und Platin präsentiert sich mit geriffeltem Münzrand. Beide Münzen zeigen eine andere Optik der Riffelung.

Wiener Philharmoniker, Gold, 1ozWiener Philharmoniker, Platin, 1oz

Ein Kerbenrand weist ebenfalls gleichmäßige Kerben am Rand der Münze auf. Die Anzahl der Kerben ist hier jedoch festgelegt. Ein Beispiel hierfür ist die Anlagegoldmünze Krügerrand zu einer Unze. Der Rand ist hier mit 180 Kerben versehen, die Ausführung Polierte Platte hat 220 Kerben.

Krügerrand, Gold, 1oz

Ein Glattrand weist keine spezielle Randgestaltung auf. Er ist glatt und ungemustert. Bei manchen Münzen weist der Glattrand jedoch vereinzelt Kerben auf, welche von der Prägung und Herstellung stammen. Die Silberanlagemünze Wiener Philharmoniker weist, anders als die Gold- und Platinversion, beispielsweise einen glatten Rand auf.

Wiener Philharmoniker, Silber, 1oz

Randschriften, auch Umschriften genannt, gehören ebenfalls zur Randgestaltung von Münzen und können zusätzlich zu Riffelungen oder Kerben angebracht werden. Es gibt aber auch Münzen, welche nur eine Randbeschriftung aufweisen. Bei Randschriften werden Zeichen vertieft oder erhaben auf den Rand der Münze geprägt. Die Schweizer Münzen Vreneli tragen beispielsweise zwischen den Jahren 1947 bis 1949 die Randschrift „AD LEGEM ANNI MCMXXXI“.

Vreneli, 20 SFK, Gold

Eine Seriennummer geprägt auf Edelmetallbarren

Seriennummern auf BarrenSeriennummern finden sich auf vielen Barren von namhaften Herstellern – über Valcambi und Heraeus hin zu C.HAFNER oder Umicore. Doch wozu sind sie gut?

Bei Seriennummern stößt man auf verschiedenste Meinungen. Eine verbreitete Meinung ist, dass man durch diese Nummern einzelne Barren dem Käufer zuordnen könne. Jedoch gibt es für Edelmetallhändler keinen Grund die Nummern der einzelnen Barren zu erfassen, denn das würde nicht zuletzt einen enormen Mehraufwand bedeuten. Die Erfassung würde ebenfalls gegen die Anonymität sprechen, die vielen Anlegern beim Erwerb von Edelmetallen wichtig ist.

Theoretisch lässt sich anhand der Seriennummer der Herstellungszeitpunkt des Barrens ermitteln – ähnlich wie bei Anlagemünzen durch das aufgeprägte Ausgabejahr.
Fälschungssicherer werden Barren durch Seriennummern jedoch nicht, denn auch Fälschern ist es möglich eine Nummer auf Barren anzubringen. Fälschungen können dadurch auffallen, dass mehrere Barren mit identischer Seriennummer angeboten werden. Doch sind auch einzelne gefälschte Barren oder Barren mit verschiedenen Seriennummern zu finden. Ebenso können auch Barren, die mit einem Zertifikat eingeschweißt wurden und auf das Zertifikat abgestimmte, aber unterschiedliche Seriennummern aufweisen. Bei diesen Fälschungen handelt es sich meist um professionelle Serienanfertigungen. Die Echtheit lässt sich also nicht nur anhand einer Seriennummer überprüfen. Bei einem Wiederverkauf werden daher alle Barren – mit oder ohne Seriennummer – durch moderne Verfahren und Geräte auf ihre Echtheit überprüft.

Ein Vorteil von Seriennummern kann sein, dass man bei einem Diebstahl für Polizei oder Versicherung genau dokumentieren kann, welche Barren entwendet wurden. Dies ist vor allem für jeden interessant, der seine Anlageprodukte nicht in Bankschließfächern oder anderen Verwahrungsangeboten lagert.

Weltweite Goldmengen – veranschaulicht als Goldwürfel

Globaler und deutscher Goldwürfel im vergleich (2022)

Das insgesamt geförderte Gold wird oft als Würfel veranschaulicht. Dieser Würfel wird dann als globaler Goldwürfel bezeichnet.

Gold korrodiert nicht und lässt sich nicht auflösen. Prinzipiell muss daher alles Gold, das seit Anbeginn der Menschheit gefördert wurde, irgendwo in irgendeiner Form existieren. Daher ist mit dem globalen Goldwürfel tatsächlich alles Gold, was seit Anbeginn menschlicher Aufzeichnungen bis heute gefördert wurde, gemeint. Dazu zählen also alle Goldmengen, von denen es Aufzeichnungen gibt – Barren, Münzen, Schmuck, Nuggets, Blattgold als Zierde in beispielsweise Kirchen. Aber auch als verlorene Goldschätze geltende Goldmengen, von denen es Nachweise gibt, gehören dazu.

Aktueller globaler Goldwürfel

Der momentane Goldwürfel, mit dem Stand zum Jahresende 2022, hat eine jeweilige Kantenlänge von 22,12m. Er fügt sich aus den Bereichen 46% Schmuckindustrie, 22% Investment, 17% Zentralbanken und 15% Sonstiges zusammen. Hinzu kommen nachgewiesene Reserven. Jährlich wird neues Gold gefördert, somit wächst der Würfel auch jedes Jahr um ein paar Zentimeter. 2022 ist er daher um rund 13cm zum Vorjahr gewachsen. 2021 waren es rund 14cm, genau wie 2020.

Berechnung des Würfels

Als Datengrundlage werden die above-ground stock Angabe in Tonnen vom World Gold Council herangezogen. Danach muss anhand des Gewichts ein Volumen bestimmt werden: gerundet 19,3 Gramm/cm3, 19,3 Tonnen Gold haben somit ein Volumen von 1 m3. Mit den aktuellen Zahlen lässt sich daher ein Gesamtvolumen und die Kantenlängen berechnen. Da jedoch oft gerundete Mengenangaben verwendet werden und vor allem alte Aufzeichnungen nicht auf das Gramm genau sind, dient der globale Goldwürfel eher als Veranschaulichung und nicht als exakte und 100% korrekte Angabe.

Der deutsche Goldwürfel

So wie man einen globalen Goldwürfel berechnen kann, lässt sich natürlich auch ein Würfel für einzelne Länder erstellen. Hierfür müssen also alle Daten der Goldreserven, aber auch der privaten Goldbesitze oder Industrie zusammengeführt werden. Der deutsche Goldwürfel hatte 2021 beispielsweise eine Kantenlänge von 8,64 Metern.

Ist ein Zertifikat für Edelmetallprodukte wertbestimmend?

Zertifikat für Barren und MünzenGelegentlich besteht der Wunsch nach einem Zertifikat für gekaufte Edelmetallprodukte. Einige Hersteller gehen diesem Anliegen nach und legen ihren Produkten Zertifikate bei. Ein Zertifikat ist jedoch – insbesondere bei Investmentbarren und Anlagemünzen – nicht ausschlaggebend für den Wert des jeweiligen Produkts. Bei Sammlerobjekten kann dies anders sein.

Zertifikate für Investmentbarren

Das Zertifikat eines Barren enthält unter anderem Informationen zum Hersteller, Gewicht, Maßen und Feingehalt oder führt auf, dass gewisse Normen eingehalten wurden wie beispielsweise Richtlinien während der Produktion.

Der Wunsch nach einem Zertifikat kann verschiedene Gründe haben. Manchen Anlegern ist es beispielsweise wichtig, nochmals eine Art Zusammenfassung dessen vorliegen zu haben, was sie gerade gekauft haben. Andere führen Buch oder melden die neuen Errungenschaften ihrer Versicherung für den Fall eines Diebstahls.
Diverse Hersteller prägen zudem Seriennummern auf ihre Edelmetallbarren und diese Nummer taucht bei diesen Investmentbarren ebenfalls im Zertifikat auf. Hersteller wie beispielsweise Valcambi, Umicore oder Heraeus gehen bei machen ihrer Investmentprodukte so vor und stellen für diese nummernspezifische Zertifikate aus – oder verpacken den Barren in einen verschweißten Blister, welcher als Zertifikat zu verstehen ist.

Ein Zertifikat ist jedoch nicht ausschlaggebend für die Qualität eines Produkts – Edelmetallprodukte ohne Zertifikat sind nicht weniger wert und gleichen Produkten mit Zertifikat im Materialwert gleichzusetzen. Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihre Edelmetallprodukte wieder zu verkaufen, werden diese mit modernen Verfahren auf ihre Echtheit überprüft. Für die Wertermittlung des Materials spielt ein Zertifikat keine Rolle.

Ein Zertifikat bei Sammelobjekten

Für Sammler sind Zertifikate jedoch oft von großer Bedeutung und bestimmen auch den Wert des Produktes mit. Ein Beispiel hierfür sind limitiere Münzen und Barren oder Sonderausführungen – hierbei werden Zertifikate mitgehandelt und sind in Sammlerkreisen beliebt. Sammlerobjekte gewinnen ihren Wert mit unter durch das Material, jedoch sind die Seltenheit und Vollständigkeit ebenfalls wertbestimmend. Zu dieser Vollständigkeit gehört neben der Originalverpackung auch das Zertifikat.