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World Silver Survey 2025: Der Silbermarkt zeigt viertes Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit

Vielfalt der Silberbarren zur Silberanlage im ESG Onlineshop

Große Vielfalt für Silberanlage: Silberbarren aus neu gewonnenem oder recyceltem Silber

Silber zählt zu den gefragtesten Rohstoffen weltweit und spielt eine zentrale Rolle in moderner Technologie und der globalen Energiewende. Die hohe Nachfrage wird durch aktuelle Daten bestätigt: im April veröffentlichte „The Silver Institute“ die Studie „World Silver Survey 2025“, die interessante Einblicke in Angebot und Nachfrage am Silbermarkt der vergangenen Jahre liefert – insbesondere für das Jahr 2024.

Der Silbermarkt zeigte in vergangenen Jahren eine beeindruckende Dynamik, getrieben durch strukturelle Angebotsdefizite, eine wachsende industrielle Nachfrage und steigende Preise.

Industrielle Silbernachfrage treibt den Markt an – Nachfrage aus Elektrotechnik und Elektronik besonders stark

Ein wesentlicher Treiber der Silbernachfrage war 2024 erneut die Industrie mit einem Volumen von 680,5 Millionen Unzen – ein Zuwachs von rund 4% gegenüber 2023, wie in der aktuellen Studie „World Silver Survey“ dargestellt. Besonders hervorzuheben ist die Nachfrage aus der Elektrotechnik und Elektronik, die mit 460,5 Mio. Unzen einen bedeutenden Anteil an der gesamten Nachfrage aus der Industrie stellte: Das ist ein Plus von 16,1 Millionen Unzen gegenüber dem Vorjahr und sogar 43,3% mehr als im Jahr 2020.

Die Nachfrage aus dem Photovoltaik-Sektor erreichte dabei mit 197,6 Mio. Unzen ein neues Hoch innerhalb des berücksichtigten Zeitraums ab 2016. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Anstieg um beeindruckende 142,2% – ein klarer Indikator für die wachsende Bedeutung von Silber als Schlüsselrohstoff für die Energiewende und den Ausbau grüner Technologien.

Darüber hinaus kommt die Nachfrage nach Silber aus den Bereichen Fotografie, Schmuck, Silberbesteck sowie nach Anlagesilber in Form von Münzen und Barren.

Das Silberangebot reichte 2024 nicht aus

Im Jahr 2024 stieg das weltweite Silberangebot im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2% auf insgesamt 1.015,1 Millionen Unzen, so die aktuellen Zahlen von „The Silver Institute“. Die Minenproduktion legte dabei im Vergleich zum Vorjahr leicht zu – von 812,7 auf 819,7 Millionen Feinunzen. Das Angebot aus dem Recycling verzeichnete mit einem Anstieg von etwa 6% auf 193,9 Millionen Unzen (+10,4 Mio. Unzen) einen stärkeren Zuwachs. Gleichzeitig gingen die Nettoverkäufe des öffentlichen Sektors von 1,6 auf 1,5 Millionen Unzen zurück.

Obwohl das Gesamtangebot im Vergleich zu 2023 um 2% stieg, reichte dies nicht aus, um die hohe aktuelle Nachfrage nach Silber vollständig zu decken, wie die Studie bestätigt. Somit gewinnt Silberrecycling zunehmend an strategischer Bedeutung. Es bietet eine nachhaltige Möglichkeit, wertvolle Ressourcen im Wirtschaftskreislauf zu halten. Zudem ist Recycling nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich relevant: Die Rückgewinnung von Silber aus Altmaterialien erfordert im Vergleich zur Primärförderung deutlich weniger Energie sowie Wasser und verursacht weniger CO₂-Emissionen.

Um den Rohstoffkreislauf zu erhalten, sollte daher nicht mehr benötigtes Silber wieder in den Silberkreislauf zurückgegeben werden. Die ESG kauft Ihr Silber an und recycelt es innerhalb Europas – nachhaltig, ressourcenschonend und unter der Berücksichtigung von Mensch und Umwelt. Ob industrieller Elektronikschrott, Dentalreste, Schmuck oder Silberbesteck – Sie können Ihr Altsilber direkt an uns verkaufen. Auch unsere Anlagebarren aus recyceltem Silber stammen aus diesem Prozess. Da recyceltes Feinsilber dieselbe Reinheit wie neu gewonnenes besitzt, bleibt sein Wert vollständig erhalten.

Bilanz des Silbermarktes – viertes Defizitjahr in Folge

Aufgrund des bestehenden Verhältnisses aus Angebot und Nachfrage markierte das Jahr 2024 bereits das vierte Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit. Die Gesamtnachfrage belief sich auf 1.164,1 Millionen Unzen, während das Gesamtangebot nur 1.015,1 Mio. Unzen erreichte – ein Defizit von ca. 149 Millionen Unzen, wie im „World Silver Survey 2025“ berichtet.

Zum Vergleich fiel das Defizit in Vorjahren noch größer aus: im Jahre 2023 lag es bei ca. 200 Millionen Unzen und 2022 sogar bei 249,6 Millionen Unzen Silber.

Obwohl das Defizit im Jahre 2024 um etwa 26% geringer ausfiel als im Vorjahr, bleibt es hoch und entspricht etwa 15% des weltweiten Angebots, so „The Silver Institute“.

Fazit: Silber bleibt langfristig eine lohnenswerte Anlage

Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtnachfrage im Jahre 2024 bleibt die fundamentale Ausgangslage für Silber stark. Zusätzlich zu diesem Defizit haben laut „The Silver Institute“ die günstigen makroökonomischen und geopolitischen Bedingungen das Silberinvestment angekurbelt und dazu beigetragen, dass der Silberpreis im Jahresdurchschnitt 2024 um 21% gestiegen ist.

Der Silberpreis startete im Januar 2024 mit einem Durchschnitt von 21,05 Euro je Feinunze und beendete das Jahr mit einem Monatshoch von 30,39 Euro im Dezember. Dabei lag das Jahrestief 2024 im Januar bei 20,31€. Das Jahreshoch erreichte der Silberpreis im Oktober mit 32,28€.

Mit diesem starken Kurszuwachs zählt Silber weiterhin zu den spannendsten Edelmetallen für Anleger – sowohl mittel- als auch langfristig. Zum 13. Juli 2025 notierte Silber bereits den Preis von 32,86€ pro Feinunze.

Silber als Investmentoption: Barren, Münzen, Münzbarren

Diverse Barren aus Silber als Investmentoption

Verschiedene Silberbarren von den Herstellern Valcambi und ESG.

Silber zählt zu den wichtigsten Rohstoffen in unserer modernen Gesellschaft und hat vielseitige Einsatzgebiete. Dazu gehören die Elektroindustrie, die Medizin, die Schmuckindustrie und die Chemie. In Form von Barren und Münzen erfreut sich Silber als Investmentoption nachhaltiger Beliebtheit.

Die Gründe für ein Silberinvestment sind vielfältig. Silber hat eine lange Geschichte und schon vor Jahrtausenden hat es sich als Zahlungsmittel und Wertanlage etabliert. Seine Reserven sind begrenzt, so wie es bei Gold auch der Fall ist. Silber kann nicht hergestellt werden, sondern wird in Minen abgebaut. Der Wert des weißen Edelmetalls fällt voraussichtlich nie auf Null, denn sein Vorkommen ist begrenzt. Die Nachfrage kommt ebenfalls aus diversen Branchen. Neben Anlegern, welche Silber als Investmentoption nutzen, haben auch viele Industriezweige ein großes Interesse an Silber und sind darauf angewiesen. Diese Nachfrage beeinflusst den Silberpreis positiv. Zum einen ist der Preis unter anderem für Kleinanleger ein wichtiger Punkt. Blickt man auf andere Edelmetalle, ist der Silberpreis niedriger und er erlaubt es, Anlegern mit geringen Beträgen einzusteigen. Zum anderen kann man mit Silber sein vorhandenes Portfolio diversifizieren.

Silbermünzen als Investmentvariante

Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle oder Wiener Philharmoniker sind weltweit bekannt und beliebt. Neben den klassischen Goldmünzen gibt es diese auch als Silberversionen.
Anlagesilbermünzen werden nah am Spot gehandelt und meist in einer sehr hohen Stückzahl geprägt. Der Wert ergibt sich fast ausschließlich aus dem Wert des Edelmetalls. Somit unterliegen diese Münzen den Schwankungen des Silberpreises. Steigt der Kurs, so ist die jeweilige Münze mehr wert – sinkt er, so sinkt auch der Münzwert. Anlagemünzen im Allgemeinen sind keine Investmentoption, mit der sich schnell viel Geld machen lässt. Vielmehr handelt es sich bei Silber als Investmentoption um eine langfristige Anlage zur Vermögensabsicherung und nicht zur Vermögensvermehrung.

Silberbarren

Silberbarren gibt es sowohl als Gussbarren als auch in geprägter Form. Große Hersteller wie Valcambi, Umicore oder Heraeus bieten beide Barrenformen an.

Sie bringen jeweils ihre Vorteile mit sich. Gussbarren sind Unikate, da jeder Barren individuelle Unregelmäßigkeiten und Erstarrungslinien aufweist. Dies macht zudem die Oberflächen unempfindlicher gegenüber Berührungen oder Kratzern.
Prägebarren können komplexer und detailreicher gestaltet werden. Aufwendige Prägebilder sind hier problemlos umsetzbar. Zudem ist es möglich kleine Gewichtseinheiten in hohen Stückzahlen kostengünstiger herzustellen.

ESG Recyclingbarren

Die ESG-eigenen Recyclingbarren werden aus Feinsilber hergestellt, welches aus Recyclingprozessen gewonnen wurde. Das verwendete Feinsilber wird für die ESG von ausgewählten Herstellern innerhalb Deutschlands raffiniert und dann ebenfalls in Deutschland zu geprägten Barren weiterverarbeitet. Die Barren bestehen also ausschließlich aus recyceltem und dann erneut zu reinem 99,99% raffiniertem Feinsilber.

CombiBar

Der CombiBar ist eine dünne Edelmetallverbundstafel. Jeder Tafelbarren besteht aus einem Verbund mehrerer Minibarren. Die einzelnen kleinen Barren lassen sich an Sollbruchstellen von der Haupttafel durch Knicken per Hand abtrennen. In Silber werden die Minibarren in den Ausführungen 10g und 1g hergestellt. Beide Varianten sind als Verbund zu 10g, 20g, 50g oder 100g erhältlich.

Durch die Abtrennmöglichkeit bieten CombiBars eine hohe Flexibilität beim Investieren. Als Anleger hat man die Wahl, welche Stückelung man kaufen möchte und zusätzlich können abgetrennte Kleinbarren einzeln wiederverkauft werden. Durch die Tafelbarren wird Silber als Investmentoption zu einer flexiblen Erweiterung des eigenen Portfolios.

Münzbarren aus Silber

Beispiele für Münzbarren kommen von den Cook Islands oder von den Fidjis. Diese Barrenform entsprang der Idee, dass Münzen zu Anlagezwecken nicht immer rund sein müssen. Bis Ende 2013 lag der Vorteil von Münzbarren gegenüber Silberbarren darin, dass sie wie andere Silbermünzen auch nur mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% besteuert wurden. Von 2014 bis 2022 wurden einige Münzbarren aus Nicht-EU-Staaten differenzbesteuert angeboten, sodass man sie günstiger als klassische Silberbarren erwerben konnte.
Münzbarren gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen und jeder Barren hat einen aufgeprägten Nennwert, was ihn zur Münze und einem gesetzlichen Zahlungsmittel im jeweiligen Ausgabeland macht.

Kurse zu Silber als Investmentoption

Der Silberpreis wird unter anderem durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wie es bei allen Börsenprodukten der Fall ist. Der Silberkurs schwankt somit. 2022 wies er beispielsweise ein Jahresplus von 10,07% auf. Der Januar 2023 verbuchte ein Monatshoch von 22,15 € pro Unze, im Vorjahr lag das Jahreshoch bei 24,22 €.

Die Preisentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu diesen zählt natürlich die Nachfrage nach dem Edelmetall, vor allem aus Industriezweigen. Aber auch Silber als Investmentoption für Anleger beeinflusst die Silbernachfrage. Die Entwicklung der allgemeinen Silbernachfrage zwischen 2012 und 2021 lag zwischen 29.653 Tonnen und 25.146 Tonnen, so The Silver Institute and Metals Focus. Das Institut sprach 2022 von einem neuen Höchststand der Silbernachfrage.

Mit der ESG Spot App können Sie die topaktuellen und rückblickenden Edelmetallkurse in übersichtlichen Charts stets im Auge behalten.

Von American Eagle bis Wiener Philharmoniker

Früher war Silber ein klassisches Münzmetall für normale Umlaufmünzen, mit denen Einkäufe des täglichen Bedarfs bezahlt wurden. In der Zeit von 1960 bis 1975 gingen die Regierungen der Länder jedoch dazu über, Silber als Münzmetall vollständig durch Messing, Kupfer oder Nickel zu ersetzen. Es gab inzwischen immer mehr industrielle Anwendungen für Silber, sodass der Silberwert begann den Münznennwert zu übersteigen. Heute gibt es Münzen aus Silber vorrangig zu Gedenk- und Sammelzwecken sowie natürlich als Anlageprodukt. Zu den bekanntesten Silberanlagemünzen gehören der American Eagle, die australische Kookaburra-Münze, Kanadas Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker und mittlerweile auch die Silberausführung der ersten und ältesten Goldbullionmünze Krügerrand. Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, gibt einen Einblick in die beliebtesten Silbermünzen.

Krügerrand
„Im Jahr 2017 brachte die South African Mint anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Krügerrands erstmalig eine limitierte Stempelglanzversion in Silber auf den Markt. Seit August 2018 gibt es den Silver-Randy, wie der silberne Krügerrand ebenfalls genannt wird, als Gemeinschaftsprodukt der südafrikanischen Rand Refinery und der South African Mint nun als normale Ein-Unzen-Bullionmünze – umgerechnet 31,1 Gramm – für den Investmentmarkt zu kaufen. Die Münze mit einem Feingehalt von 999/1000 zählt bereits seit der Markteinführung zu den absoluten Topsellern.“

American Eagle
„Seit 1986 wird die Silver-Eagle-Anlagemünze mit einem Gewicht von 1 Unze von der United States Mint herausgegeben. Kopfseitig sehen Anleger eine Version des Staatswappens der USA mit dem berühmten Weißkopfseeadler. Auf der Rückseite finden sie das berühmte Freiheitsstatue-Motiv Walking Liberty des früheren Half Dollars, das die schreitende Freiheitsgöttin „Lady Liberty“ mit wehender amerikanischer Flagge um ihre Schultern zeigt. Die Anlagemünze besitzt einen Feingehalt von 999/1000 und einen Nennwert von 1 US-Dollar.“

Kookaburra
„Die Bildseite der australischen Silbermünze zeigt den größten Eisvogel der Welt – den Kookaburra, wie er in der Sprache der Ureinwohner des Landes heißt. Er ist im Osten und Südosten Australiens weit verbreitet und für sein grau-braunes Gefieder sowie für seine charakteristischen Laute bekannt. 1990 brachte die Prägeanstalt Perth Mint die Ein-Unzen-Version als Anlagemünze mit dem Feingehalt 999/1000 heraus. Seit 1992 ist sie auch zu 10 Unzen und als 1 kg-Großmünze erhältlich. Nicht zuletzt aufgrund des seit 1993 jährlich variierenden Motivs entwickelte sich der Kookaburra zu einer der beliebtesten Anlage- und Sammlermünzen in Silber.“

Maple Leaf
„Im Jahr 1988 veröffentlichte die „Royal Canadian Mint“ in Erstauflage die Ein-Unzen-Silbermünze Maple Leaf in einer Auflage von 1,1 Millionen Stück. Auf der Motivseite zeigt sie gleichbleibend ein Ahornblatt des Nationalbaumes Kanadas. Anders als im kanadischen Staatswappen oder auf der Flagge fasziniert die naturnahe Abbildung aufgrund ihrer überaus feinen Details und macht sie somit zu einer der beliebtesten Silbermünzen überhaupt. Auch dank des außergewöhnlich hohen Reinheitsgrades von 999,9/1000 ist der Maple Leaf eine der Top-Anlagemünzen.“

Wiener Philharmoniker
„Im Februar 2008 erschien die erste Silberausgabe des eigentlich goldenen Wiener Philharmonikers und somit auch die erste europäische Silberbullionmünze. Die Gold- und Silberversionen der Münze gleichen sich nicht nur in der ausgezeichneten Prägequalität der Münze Österreichs, sondern auch im Prägebild. Genau wie bei der Goldversion zeigt die Silberausführung eine Anordnung einiger Musikinstrumente des berühmten Orchesters Wiener Philharmoniker und rückseitig die große Orgel des Goldenen Saals. Des Weiteren besitzt die Silberversion einen Feingehalt von 999er-Feinsilber und ein Nominal von 1,50 €. Die Münze etablierte sich über den deutschen Anlegermarkt schnell auf dem internationalen Münzmarkt und zählt heute zu den beliebtesten und umsatzstärksten Anlagemünzen weltweit“ erklärt Dominik Lochmann von der ESG.