Archiv der Kategorie: Edelmetall News

Das Jahr des Pferdes: Lunar III Münzserie – Gold, Silber und Platin im Fokus

Lunar III Münzen des Jahrgangs 2026 aus Gold, Silber und Platin

Die Lunar III Serie der Perth Mint präsentiert 2026 ihre neuen Motive. Die Münzen zählen zu den beliebtesten Anlagemünzen, die gleichzeitig auch Sammelcharakter besitzen. Der neue Jahrgang ist jetzt erhältlich – aus Gold, Silber und Platin. Die modernen Designs verbinden Tradition mit zeitgenössischer Prägekunst und bieten Anlegern sowie Sammlern eine interessante Möglichkeit, physische Edelmetalle zu erwerben.

Was ist die Lunar III Serie?

Die Lunar III Serie knüpft an die Tradition der chinesischen Tierkreiszeichen an. Jedes Jahr wird ein neues Tier dargestellt – 2026 ist es das Pferd. Die Münzen zeigen das jeweilige Tier mit sorgfältig gestalteten Motiven, die sich technisch und stilistisch an den hohen Prägestandard der Perth Mint anlehnen. Das macht sie zu gefragten Münzen unter Numismatikern und Anlegern.

Das Design der Lunar III 2026 – ausdrucksstark und lebendig

Das Design der Lunar III Münzen 2026 vereint kunstvolle Details mit einer starken Symbolik. Auf den Gold- und Platinmünzen zeigt das liebevoll gestaltete Motiv ein Pferd auf seinen Hinterbeinen in plastischer Prägung, die jeden einzelnen Muskel und die dynamische Bewegung des Tieres lebendig wirken lässt. Die wehende Mähne und der kraftvolle Ausdruck wecken eine besondere Faszination und spiegeln die Stärke und Freiheit des Wildpferds wider. Die Silbermünzen bestechen optisch durch zwei Pferde im Galopp, welche durch Höhen und Tiefen realistisch wirken. Durch ihre Bewegung verleihen sie dem Gesamtbild Lebendigkeit und Spannung. Gemeinsam transportieren die verschiedenen Ausführungen nicht nur filigrane Handwerkskunst, sondern auch die anmutige Geschichte und den Geist eines Jahres im chinesischen Lunarkalender – ein detailreiches Abbild, das Emotionen weckt und für viele mit dem entsprechenden Tierkreiszeichen Bedeutung hat.

Verfügbare Bullionausgaben und Stückelungen

2026 sind die Lunar III Münzen in verschiedenen Edelmetallen und Stückelungen erhältlich. Die Goldmünzen gibt es in den Größen 1/20oz, 1/10oz, 1/4oz, 1/2oz, 1oz, 2oz sowie 10oz. Ab der Größe von einer Unze verfügen die Motive über ein kleines Sicherheitsmerkmal, das Fälschungen vorbeugen soll. Aus Silber sind die Münzen in den Gewichten 1/2oz, 1oz, 2oz, 5oz, 1kg und 10kg verfügbar, wobei ab einer Unze ebenfalls eine Fälschungssicherung integriert ist. Die Platinmünze wird nur in der Größe von 1oz angeboten und ist ebenfalls mit einem Sicherheitsmerkmal versehen. Diese Vielfalt an Stückelungen ermöglicht es Anlegern und Sammlern, passend zum individuellen Budget einzusteigen oder ihre Kollektion gezielt zu erweitern.

Was bedeutet das für Anleger und Sammler?

Die Lunar III Münzen sind aufgrund ihrer Symbolik und Herstellungsqualität beliebt. Sie sind vergleichsweise wertstabil und stellen eine physische Form der Wertanlage dar, die in turbulenten Zeiten als eine Art Absicherung gelten kann. Für Anleger sind die Lunar III Münzen eine Möglichkeit, das Edelmetallportfolio zu diversifizieren – Gold, Silber und Platin in einem bekannten und etablierten Format. Die Flexibilität bei den Stückelungen erlaubt, auch mit kleineren Beträgen einzusteigen und dennoch eine Münze mit guter Verarbeitung und einem ansprechenden Motiv zu erwerben.

Sammler profitieren vom bekannten und jährlich wechselnden Motiv, das sich mit einer durchgehenden Thematik befasst und im Laufe der Jahre zu einer umfassenden Sammlung ausgebaut werden kann. Die gute Verfügbarkeit macht den Einstieg und Ausbau vergleichsweise unkompliziert.
Die Lunar III Münzen 2026 aus Gold, Silber und Platin sind frisch auf dem Markt und laden dazu ein, das Jahr 2026 mit einer weiteren wertvollen Münze zu ehren. Ob als Teil der privaten Edelmetallanlage oder zur Ergänzung einer Sammlung – die neuen Münzen bieten eine moderne und vergleichsweise zugängliche Option.

Bei Interesse können Sie sich jetzt über die aktuellen Varianten informieren oder direkt bestellen.

World Platinum Investment Council: Rückblick auf den Platinmarkt der letzten Jahre

Barren aus Platin in verschiedenen Größen

Barren aus Platin in verschiedenen Größen

Platin ist ein industriell wichtiger Rohstoff, welcher beispielsweise in der Automobilindustrie verwendet wird. Zudem ist Platin ein beliebtes Edelmetall für Schmuck, dient aber auch in Form von Münzen und Barren als Anlage.

In den letzten Jahren zeigt der Platinmarkt spannende Dynamiken im Bereich der Nachfrage und des Angebots sowie bei der Rückführung von recyceltem Platin in den Rohstoffkreislauf.

Platinnachfrage überwiegend aus der Industrie

Platin wird in der Industrie unter anderem für Glas, Elektrotechnik, medizinische und chemische Erzeugnisse sowie Wasserstoffanlagen verwendet. Die Verwendung von Platin in Festplattenlaufwerken, künstlicher Intelligenz und Rechenzentren wirkt sich ebenfalls positiv auf die Platinnachfrage aus. Durch diese Vielfalt von verschiedenen Endmärkten erreichte die Platinnachfrage zwischen 2013 und 2024 eine Steigerung um 4,2%. Im Jahr 2024 betrug die industrielle Nachfrage 2.487 Kilounzen, 2023 lag sie bei 2.576 Kilounzen und 2022 bei 2.341koz.

Hinzu kommt im Jahr 2024 eine Platinnachfrage aus der Automobilindustrie von 3.106 Kilounzen, die überwiegend für Katalysatoren in Autos, Bussen und Lastwagen verwendet wird. Im Jahr 2023 lag die Nachfrage in der Automobilindustrie bei 3.203koz, und im Jahr davor bei 2.775 Kilounzen.

Platin wird zudem im Schmucksektor verwendet. 2024 betrug die Nachfrage 2.008koz, also 159koz mehr als 2023. 2022 lag die Platinnachfrage für Schmuck bei 1.880koz.

Die Nachfrage im Bereich Investment teilt sich in Barren und Münzen, Barren mit mindestens 500g, die auf dem chinesischen Investmentmarkt gehandelt werden, in ETFs und in börsengehaltene Aktien – zusammen ergibt dies die gesamte Investmentnachfrage. Diese lag 2024 bei 702koz, davon entfielen 194 Kilounzen auf Barren und Münzen. Die Jahre davor lag die Nachfrage weitaus darunter: 2023 eine Gesamtsumme von 397koz und 2022 sogar bei -516koz.

Das Platinangebot reichte 2023 und 2024 nicht aus

Das gesamte Platinangebot setzt sich aus dem Abbau von Platin in Minen und dem Anteil von Recyclingplatin zusammen. Die größten Platinproduzenten der Welt sind hierbei Südafrika, Simbabwe, Russland, Kanada und die USA.

Der Abbau von Platin steigerte sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich: 2022 wurden 5.563koz abgebaut, 2023 waren es 5.615koz und 2024 lag die gesamte Minenförderung bei 5.782koz. Hinzu kommen jeweils Platinbestände aus dem Recycling von Katalysatoren, Schmuck und Industrieabfällen. 2022 wurden 1.824koz recycelt, 2023 dann 1.515koz und 2024 waren es 1.530koz.

Schaut man sich das Gesamtangebot und die Gesamtnachfrage nach Platin der letzten drei Jahre an, stellt man fest, dass lediglich 2022 eine positive Bilanz zu ziehen ist – das Angebot lag 908koz höher als die Nachfrage. 2023 gab es ein Defizit von 896koz und 2024 eines von 992koz.

Platin als Diversifizierung der eigenen Anlage

Viele Anleger setzen darauf, 70% ihrer Edelmetallanlage in Gold zu investieren. Es folgen 20% Silber und je 5% in Platin und Palladium. Platin für Investmentzwecke hat im Regelfall einen Feingehalt von 999.5 Tausendsteln Platin.

Um die eigene Altersvorsorge zu diversifizieren oder einen Notgroschen anzusparen, empfiehlt es sich, auf renommierte Hersteller von Platinbarren oder bekannte Anlagemünzen zu setzen. Beliebt sind beispielsweise Barren von Valcambi und Heraeus oder CombiBar®-Tafelbarren. Im Bereich Platinmünzen werden die Platinausgaben der Lunar-Münzen aus Australien sowie Anlageklassiker wie Philharmoniker, Maple Leaf, Kangaroo oder Britannia geschätzt.

World Silver Survey 2025: Der Silbermarkt zeigt viertes Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit

Vielfalt der Silberbarren zur Silberanlage im ESG Onlineshop

Große Vielfalt für Silberanlage: Silberbarren aus neu gewonnenem oder recyceltem Silber

Silber zählt zu den gefragtesten Rohstoffen weltweit und spielt eine zentrale Rolle in moderner Technologie und der globalen Energiewende. Die hohe Nachfrage wird durch aktuelle Daten bestätigt: im April veröffentlichte „The Silver Institute“ die Studie „World Silver Survey 2025“, die interessante Einblicke in Angebot und Nachfrage am Silbermarkt der vergangenen Jahre liefert – insbesondere für das Jahr 2024.

Der Silbermarkt zeigte in vergangenen Jahren eine beeindruckende Dynamik, getrieben durch strukturelle Angebotsdefizite, eine wachsende industrielle Nachfrage und steigende Preise.

Industrielle Silbernachfrage treibt den Markt an – Nachfrage aus Elektrotechnik und Elektronik besonders stark

Ein wesentlicher Treiber der Silbernachfrage war 2024 erneut die Industrie mit einem Volumen von 680,5 Millionen Unzen – ein Zuwachs von rund 4% gegenüber 2023, wie in der aktuellen Studie „World Silver Survey“ dargestellt. Besonders hervorzuheben ist die Nachfrage aus der Elektrotechnik und Elektronik, die mit 460,5 Mio. Unzen einen bedeutenden Anteil an der gesamten Nachfrage aus der Industrie stellte: Das ist ein Plus von 16,1 Millionen Unzen gegenüber dem Vorjahr und sogar 43,3% mehr als im Jahr 2020.

Die Nachfrage aus dem Photovoltaik-Sektor erreichte dabei mit 197,6 Mio. Unzen ein neues Hoch innerhalb des berücksichtigten Zeitraums ab 2016. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Anstieg um beeindruckende 142,2% – ein klarer Indikator für die wachsende Bedeutung von Silber als Schlüsselrohstoff für die Energiewende und den Ausbau grüner Technologien.

Darüber hinaus kommt die Nachfrage nach Silber aus den Bereichen Fotografie, Schmuck, Silberbesteck sowie nach Anlagesilber in Form von Münzen und Barren.

Das Silberangebot reichte 2024 nicht aus

Im Jahr 2024 stieg das weltweite Silberangebot im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2% auf insgesamt 1.015,1 Millionen Unzen, so die aktuellen Zahlen von „The Silver Institute“. Die Minenproduktion legte dabei im Vergleich zum Vorjahr leicht zu – von 812,7 auf 819,7 Millionen Feinunzen. Das Angebot aus dem Recycling verzeichnete mit einem Anstieg von etwa 6% auf 193,9 Millionen Unzen (+10,4 Mio. Unzen) einen stärkeren Zuwachs. Gleichzeitig gingen die Nettoverkäufe des öffentlichen Sektors von 1,6 auf 1,5 Millionen Unzen zurück.

Obwohl das Gesamtangebot im Vergleich zu 2023 um 2% stieg, reichte dies nicht aus, um die hohe aktuelle Nachfrage nach Silber vollständig zu decken, wie die Studie bestätigt. Somit gewinnt Silberrecycling zunehmend an strategischer Bedeutung. Es bietet eine nachhaltige Möglichkeit, wertvolle Ressourcen im Wirtschaftskreislauf zu halten. Zudem ist Recycling nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich relevant: Die Rückgewinnung von Silber aus Altmaterialien erfordert im Vergleich zur Primärförderung deutlich weniger Energie sowie Wasser und verursacht weniger CO₂-Emissionen.

Um den Rohstoffkreislauf zu erhalten, sollte daher nicht mehr benötigtes Silber wieder in den Silberkreislauf zurückgegeben werden. Die ESG kauft Ihr Silber an und recycelt es innerhalb Europas – nachhaltig, ressourcenschonend und unter der Berücksichtigung von Mensch und Umwelt. Ob industrieller Elektronikschrott, Dentalreste, Schmuck oder Silberbesteck – Sie können Ihr Altsilber direkt an uns verkaufen. Auch unsere Anlagebarren aus recyceltem Silber stammen aus diesem Prozess. Da recyceltes Feinsilber dieselbe Reinheit wie neu gewonnenes besitzt, bleibt sein Wert vollständig erhalten.

Bilanz des Silbermarktes – viertes Defizitjahr in Folge

Aufgrund des bestehenden Verhältnisses aus Angebot und Nachfrage markierte das Jahr 2024 bereits das vierte Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit. Die Gesamtnachfrage belief sich auf 1.164,1 Millionen Unzen, während das Gesamtangebot nur 1.015,1 Mio. Unzen erreichte – ein Defizit von ca. 149 Millionen Unzen, wie im „World Silver Survey 2025“ berichtet.

Zum Vergleich fiel das Defizit in Vorjahren noch größer aus: im Jahre 2023 lag es bei ca. 200 Millionen Unzen und 2022 sogar bei 249,6 Millionen Unzen Silber.

Obwohl das Defizit im Jahre 2024 um etwa 26% geringer ausfiel als im Vorjahr, bleibt es hoch und entspricht etwa 15% des weltweiten Angebots, so „The Silver Institute“.

Fazit: Silber bleibt langfristig eine lohnenswerte Anlage

Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtnachfrage im Jahre 2024 bleibt die fundamentale Ausgangslage für Silber stark. Zusätzlich zu diesem Defizit haben laut „The Silver Institute“ die günstigen makroökonomischen und geopolitischen Bedingungen das Silberinvestment angekurbelt und dazu beigetragen, dass der Silberpreis im Jahresdurchschnitt 2024 um 21% gestiegen ist.

Der Silberpreis startete im Januar 2024 mit einem Durchschnitt von 21,05 Euro je Feinunze und beendete das Jahr mit einem Monatshoch von 30,39 Euro im Dezember. Dabei lag das Jahrestief 2024 im Januar bei 20,31€. Das Jahreshoch erreichte der Silberpreis im Oktober mit 32,28€.

Mit diesem starken Kurszuwachs zählt Silber weiterhin zu den spannendsten Edelmetallen für Anleger – sowohl mittel- als auch langfristig. Zum 13. Juli 2025 notierte Silber bereits den Preis von 32,86€ pro Feinunze.

Dynamik des Goldpreises – 5 Fragen an den Edelmetall-Experten

1kg Goldbarren von Umicore, gegossen

1kg Goldbarren von Umicore, gegossen

Welcher Wert Gold zugeschrieben wird, ist eine wichtige Frage auf den Finanzmärkten. Sowohl für Investoren und Analysten als auch für die breite Öffentlichkeit hat der Preis des glänzenden Edelmetalls eine starke Anziehungskraft. Doch was prägt den Wert, der seit Jahrhunderten eine faszinierende Rolle in der Wirtschaft spielt? Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, erklärt die Hintergründe.

Was beeinflusst den Goldpreis?

„Preisschwankungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Goldmarktes und werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Unsicherheiten in politischen Angelegenheiten, ökonomische Indikatoren wie Inflation und Wirtschaftswachstum sowie schwankende Aktienkurse können zu Veränderungen führen. Darüber hinaus besitzen auch spekulative Handelsaktivitäten und sogar psychologische Faktoren wie Sorge und Vertrauen das Potenzial, den Preis zu beeinflussen.“

In welchem Zusammenhang stehen Angebot und Nachfrage?

„Im Gegensatz zu anderen Edelmetallen und Aktien unterliegt der Goldpreis tendenziell weniger starken Schwankungen. Denn durch die aufwändige und kostenintensive Goldförderung besteht grundsätzlich keine Gefahr von abruptem Wertverlust durch Inflation wie bei Banknoten. Investoren und sogar Zentralbanken kaufen Gold, um ihr Vermögen abzusichern und sich vor potenziellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten schützen. Da das Vorkommen des seltenen Edelmetalls begrenzt ist, führt eine nachhaltig hohe Nachfrage unweigerlichen zu einem Anstieg des Goldpreises. Anderweitige attraktive Anlageoptionen und Zusammenhänge mit dem Zins verhindern gleichzeitig, dass der Goldpreis ins Unermessliche steigt.“

Wie wirkt der Zins auf den Goldpreis?

„Tendenziell steigt der Goldpreis, wenn die Zinssätze niedrig sind, denn dadurch gewinnt Gold als Anlageoption an Attraktivität. Wenn Anleger höhere Zinserträge aus Anleihen oder Einlagen erwarten, führt dies umgekehrt dazu, dass sie oftmals ihre Bestände an Gold reduzieren und stattdessen in alternative Geldanlagen umschichten. Dadurch sinkt die Nachfrage und der Preis gibt entsprechend nach. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass sich der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Zinsen nicht linear darstellt und auch von einer Vielzahl anderer bereits genannter Faktoren abhängt. Zudem sollte man hierbei nicht nur auf die Entwicklungen im eigenen Land schauen, sondern die globalen makroökonomischen Trends betrachten.“

Warum sind einige Barren und Münzen günstiger als andere?

„Ein Gramm Anlagegold kostet umgerechnet nicht genauso viel wie ein Gramm eines Sammlerstücks. Anlagegold umfasst standardisierte Barren und Münzen, deren Preis auf dem reinen Goldwert und einem nur geringen Aufschlag für Produktion und Handling beruht. Diese Option eignet sich besonders für Käufer, die Gold zu Investitionszwecken und zur Notfallabsicherung erwerben wollen. Auf der anderen Seite stehen Sammlermünzen, die aufgrund ihres historischen oder ästhetischen Werts in der Regel einen vergleichsweise höheren Preis pro Gramm Gold besitzen. Auch wenn diese Stücke, abhängig von Faktoren wie Seltenheit, Erhaltungszustand und Nachfrage von Sammlern, eine zusätzliche Wertsteigerung erfahren können, eignen sie sich in der Regel eher für echte Liebhaber und Spezialisten. Bei Sammlerstücken muss bei einem späteren Verkauf jeweils ein Sammler oder Händler gefunden werden, der auch bereit ist, einen entsprechenden Aufschlag auf den Materialwert zu bezahlen. Reines Anlagegold in Form von Barren oder Standardmünzen hingegen kann man jederzeit zum jeweiligen Tageskurs unkompliziert an Edelmetallhändler oder Banken verkaufen.“

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Goldkauf oder -verkauf?

„Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da der optimale Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf auch von individuellen Umständen und Zielen abhängt. Viele Anleger betrachten Gold als langfristige Absicherung gegen wirtschaftliche Turbulenzen und halten daher unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen daran fest. Andere nutzen Gold, um von spontanen Handelsmöglichkeiten zu profitieren, indem sie die Marktbedingungen genau beobachten. Ganz gleich wie, es empfiehlt sich immer, sein Anlageportfolio zu diversifizieren und mit Gold krisenfest abzusichern. Da die Preisspanne vergleichsweise geringen Schwankungen unterliegt, spielt der Kaufpreis bei langfristigen Investitionen häufig keine entscheidende Rolle.“

Weltweite Goldmengen – veranschaulicht als Goldwürfel

Globaler und deutscher Goldwürfel im vergleich (2022)

Das insgesamt geförderte Gold wird oft als Würfel veranschaulicht. Dieser Würfel wird dann als globaler Goldwürfel bezeichnet.

Gold korrodiert nicht und lässt sich nicht auflösen. Prinzipiell muss daher alles Gold, das seit Anbeginn der Menschheit gefördert wurde, irgendwo in irgendeiner Form existieren. Daher ist mit dem globalen Goldwürfel tatsächlich alles Gold, was seit Anbeginn menschlicher Aufzeichnungen bis heute gefördert wurde, gemeint. Dazu zählen also alle Goldmengen, von denen es Aufzeichnungen gibt – Barren, Münzen, Schmuck, Nuggets, Blattgold als Zierde in beispielsweise Kirchen. Aber auch als verlorene Goldschätze geltende Goldmengen, von denen es Nachweise gibt, gehören dazu.

Aktueller globaler Goldwürfel

Der momentane Goldwürfel, mit dem Stand zum Jahresende 2022, hat eine jeweilige Kantenlänge von 22,12m. Er fügt sich aus den Bereichen 46% Schmuckindustrie, 22% Investment, 17% Zentralbanken und 15% Sonstiges zusammen. Hinzu kommen nachgewiesene Reserven. Jährlich wird neues Gold gefördert, somit wächst der Würfel auch jedes Jahr um ein paar Zentimeter. 2022 ist er daher um rund 13cm zum Vorjahr gewachsen. 2021 waren es rund 14cm, genau wie 2020.

Berechnung des Würfels

Als Datengrundlage werden die above-ground stock Angabe in Tonnen vom World Gold Council herangezogen. Danach muss anhand des Gewichts ein Volumen bestimmt werden: gerundet 19,3 Gramm/cm3, 19,3 Tonnen Gold haben somit ein Volumen von 1 m3. Mit den aktuellen Zahlen lässt sich daher ein Gesamtvolumen und die Kantenlängen berechnen. Da jedoch oft gerundete Mengenangaben verwendet werden und vor allem alte Aufzeichnungen nicht auf das Gramm genau sind, dient der globale Goldwürfel eher als Veranschaulichung und nicht als exakte und 100% korrekte Angabe.

Der deutsche Goldwürfel

So wie man einen globalen Goldwürfel berechnen kann, lässt sich natürlich auch ein Würfel für einzelne Länder erstellen. Hierfür müssen also alle Daten der Goldreserven, aber auch der privaten Goldbesitze oder Industrie zusammengeführt werden. Der deutsche Goldwürfel hatte 2021 beispielsweise eine Kantenlänge von 8,64 Metern.

ESG erneut von Kunden zum besten Edelmetallhändler gekürt

Auch in diesem Jahr zeichnet das Onlineportal BankingCheck.de in Kooperation mit dem Bewertungsdienstleister eKomi anhand positiver Kundenbewertungen die besten Anbieter und Produkte der Finanz- und Versicherungsbranche aus. Bereits zum fünften Mal erhält das Rheinstettener Unternehmen ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG den begehrten eKomi & BankingCheck Award in der Kategorie „Edelmetallhändler“. Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, freut sich über den Preis: „Wir fühlen uns geehrt, dass wir mit 4,9 von 5,0 möglichen Punkten ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnten. Wir nehmen dies jedoch auch als Motivation, unseren hohen qualitativen Standard und den Kundenservice stetig weiter zu optimieren.“

Überregional bekannt geworden ist die ESG durch ihre patentierten CombiBars, die sich weltweit zu einem Standardprodukt entwickelt haben. Seit 2011 vertreibt der Edelmetallhändler diese Tafelbarren. Das Besondere an dem Verbund aus 0,5-Gramm-, 1-Gramm- oder 1/10-Unze-Goldbarren ist, dass sie sich durch Sollbruchstellen problemlos und ohne Materialverlust per Hand in einzelne, kleinere Barren trennen lassen. Auf diese Weise liegen die Prägekosten unter dem Preis für kleinere, herkömmliche Stückelungen. Zudem gestaltet sich eine spätere Veräußerung aufgrund der flexiblen Größen leichter als bei anderen Goldbarren.

Gravuren früher und heute

Über den Ursprung des Wortes „gravieren“ kann man nur mutmaßen, vermutlich kommt er jedoch aus dem Niederländischen. Das Wort „graven“, was so viel wie „eingraben“ bedeutete, soll die Quelle des heutigen Wortes „gravieren“ sein. Innerhalb des 18. Jahrhunderts entstand daraus im französischen Raum das Wort „graver“, übersetzt bedeutet das so viel wie „etwas in etwas (ein)ritzen“. In Anlehnung daran entwickelten sich die deutschen Worte „gravieren“, „Gravur“, „Gravuren“ oder „Graveur“. Heute versteht man unter dem Begriff „gravieren“ das Verzieren durch Ritzzeichnungen im Werkstück.

Gravuren im Laufe der Zeit
Gravieren gehört zu den ältesten Handwerkstechniken der Menschheit, denn bereits in der Urzeit haben Menschen beispielsweise Gefäße, Werkzeuge oder Waffen durch das Einritzen von Symbolen verschönert und gekennzeichnet. Durch das Markieren konnte der Besitz zugeordnet werden und daher galt dies als wesentlicher Hauptgrund für Gravuren.

Die Anwendungsgebiete der Gravurtechnik haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Als Ausgangspunkt gelten eben die sehr alten Zier- und Kennzeichnungsgravuren. Nach und nach wurden Gravuren immer kunstvoller und neben der Ziergravur, durch Symbole oder Ornamente entstand die Schriftgravur. Zu Beginn wurden oft ganze Textpassagen in beispielsweise Metalltafeln geritzt. Aber auch in Stein oder Felswänden fand man schon alte Gravuren. Ein Beispiel ist das Steinkammergrab von Züschen in Nordhessen. Es gehört zu den bedeutendsten Exemplaren seiner Art und stammt aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. Wegen seiner eingeritzten Bildzeichen in den Felswänden nimmt es eine Sonderstellung ein. Heute findet man Schriftgravuren überwiegend in Schmuckstücken, beispielsweise als Aufschrift in Eheringen. Zudem gibt es die Siegel- und die Stempelgravuren. Die Siegelgravur dient der Herstellung von Siegelstempeln – früher haben vorrangig höhergestellte Personen ihre Briefe mit Wachssiegeln versehen. Die Stempelgravur kommt beispielsweise bei den Prägestempeln für die Münzprägung zum Einsatz. Die Gravur zählt noch heute zu den beeindruckendsten Kunsthandwerken.

Auch wir bieten Gravuren als spannende Bearbeitung von Medaillen und Barren an. Mithilfe der Ritzgravur, bei der stellenweise Material auf dem Werkstück verdrängt wird, erzeugen wir Vertiefungen in Form von Ornamenten, Schriften und Verzierungen.

Persönliche Gravuren werten ein Geschenk auf und machen es zu einem wundervollen Unikat. Es stehen mehrere Produkte in verschiedensten Formen und Größen zur Verfügung, die mit einer individuellen Botschaft versehen werden können. Neben Medaillen kann man diverse Barren personalisieren lassen.

Überwachung der Edelmetalllieferkette

Um sicherzustellen, dass der Weg der Edelmetalle ohne Ausbeutung und Umweltschäden beschritten werden kann, wird die Edelmetalllieferkette überwacht und ihre Stationen zertifiziert.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat den „Leitfaden zur Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolle Lieferketten von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ (Due Diligence Guidance) erstellt. Es handelt sich um Handlungsempfehlungen zur Förderung gewissenhafter Lieferketten von Mineralien – wozu auch Edelmetalle zählen. Ziel ist es mit diesem Leitfaden Unternehmen zu beraten, die Metalle aus Konflikt- oder Risikogebieten beziehen, um Verletzungen der Menschenrechte oder kriminelle Handlungen einzudämmen und zu verhindern.

Die LBMA (London Bullion Market Association) führt den außerbörslichen Handel mit Gold und Silber durch. Bei den Mitgliedern handelt es sich zum Beispiel um Banken, Händler oder Hersteller. Zum Handel sind nur Barren zugelassen, die von zertifizierten Raffinerien oder Prägeanstalten kommen. Es gilt bestimmte Qualitätsanforderungen zu erfüllen: LBMA-Barren haben einen Feingehalt von mindestens 99,5% und wiegen etwa 12,44 Kg. Silberbarren weisen einen Mindestfeingehalt von 99,9% auf. Die Feinheit, der Hersteller und die Barrennummer müssen direkt auf dem Barren verzeichnet sein. Die Barrennummer wird zudem vom Produzenten in ein Verzeichnis eingetragen. Erreicht wird so das Gütesiegel „Good Delivery“, welches die Echtheit der enthaltenen Merkmale garantiert. Barren von Herstellungsunternehmen mit diesem Status werden weltweit gehandelt und akzeptiert. Im deutschsprachigen Raum weisen unter anderem die Unternehmen Heraeus und Valcambi diese Zertifizierung auf.

Der RJC (Responsible Jewellery Council) hat seinen Sitz ebenfalls in London und ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen und Zulieferern der Schmuckbranche. Gefördert werden Unternehmen mit einer umwelt- und sozialverträglichen Unternehmenspolitik und die die Einhaltung der Menschenrechte beachten. Der RJC hat zur Umsetzung dieser Anforderungen verschiedene Standards entwickelt:

Der CoP (Code of Practice) stellt hierbei einen Verhaltenskodex auf, der für Mitgliedsunternehmen des RJC gilt und die komplette Lieferkette abdeckt. Diese Unternehmen verpflichten sich damit zur Einhaltung von folgenden vier Prinzipien innerhalb ihrer unternehmerischen Praxis:

  1. Unternehmensethik
    Darunter wird unter anderem das Verbot von Korruption, Geldwäsche, Terrorfinanzierung oder Schmuggel verstanden.
  2. Menschenrechte und soziale Leistung
    Hier werden beispielsweise Umstände wie Kinderarbeit, Gesundheit und Sicherheit oder Arbeitszeiten betrachtet.
  3. Managementsysteme
    Es besteht die Bindung an bestehende rechtliche Grundlagen, die Unternehmenspolitik und die Geschäftsbeziehungen.
  4. Umweltverantwortung
    Unter dieses Prinzip fallen der Umweltschutz, die Nutzung von natürlichen Ressourcen und Energie, genauso wie der Umgang mit Abfall, Gefahrenstoffen oder Emissionen.

Die CoC (Chain of Custody)-Zertifizierung dient der Nachvollziehbarkeit. Sie garantiert die Produkt- und Materialienidentität – man kann alles von der Mine bis in den Handel zurückverfolgen. Mitgliedsunternehmen unterziehen sich einem Überwachungsaudit, um sicherzustellen, dass alle Standards in der Kette eingehalten werden.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die LBMA sich auf Gold- und Silberbarren spezialisiert hat und deren Edelmetalllieferkette überwacht. Der RJC bezieht sich auf die Edelmetalllieferketten, die in der Schmuckindustrie genutzt werden.

Die Edelmetalllieferkette in der Elektronikindustrie
Auch in der Elektroindustrie gibt es Zertifizierungen, die bestimmte Unternehmen auszeichnen. Die CFSI (Conflict Free Sourcing Initiative) steht dabei für Firmen, deren Produkte ausschließlich konfliktfreies Gold enthalten. Durch das CFSP (Conflict Free Smelter Program) werden Raffinerien und Schmelzereien identifiziert, die die Standards erfüllen, konfliktfreie Materialien herstellen und deren Lieferketten nachvollziehbar sind. Es ist auch möglich Altgold zu recyceln, welches den Anforderungen entspricht. Zertifizierte Unternehmen werden in der „Conflict Free Smelter List“ aufgeführt und veröffentlicht.

Platin und Palladium
Natürlich gibt es auch Zertifizierungen der anderen Edelmetalle, abgesehen von Gold und Silber. Der LPPM (London Platinum and Palladium Market) funktioniert vom Prinzip her wie die bereits erklärte LBMA. Diese internationale Handelsvereinigung fördert den Handel mit Platin- und Palladiumbarren von zugelassenen Scheideanstalten und Produzenten. Genau wie bei der LBMA müssen der Feingehalt (mindestens 99,95%), der Hersteller, das Herstellungsjahr, die Barrennummer und das Gewicht (1–6kg) auf dem Barren verzeichnet sein. Das Gütesiegel „Good Delivery“ versichert auch beim LPPM die Echtheit der Angaben. Im deutschsprachigen Raum stehen unter anderem wieder die Unternehmen Heraeus und Valcambi auf der „Good Delivery List“.

Verborgene Haushaltsschätze aus Edelmetall

Silberbesteck, geerbte Münzen, ausgedienter Schmuck und Zahngold – all das und noch viele andere Dinge sind aus Edelmetall. Ohne zu wissen, wie wertvoll die eigenen Habseligkeiten aufgrund der, in den letzten Jahren gestiegenen Edelmetallpreise inzwischen sind, verstauben sie oft in der Ecke, verschwinden in Kisten im Keller oder in Schubladen. Doch eigentlich lassen sie sich in bares Geld verwandeln.

Wenn Besitztümer wie diese nicht mehr benutzt oder getragen werden, bietet sich als Alternative der Verkauf bei einer Edelmetallschmelze an. „Besonders wenn die Gegenstände nicht makellos oder zeitgemäß aussehen, glauben viele Besitzer an einen geringen Ertrag. Das ist ein Irrtum, denn der Wert der verarbeiteten Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin bleibt erhalten und die Auszahlung der Materialien kann sich deshalb lohnen“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Ein Blick auf den Dachboden oder in Kisten mit aussortierten Gegenständen und schon könnten Sie fündig werden. So stellt sich beispielsweise die lang vergessene Sammlung an Schmuck, Münzen oder Zinnfiguren als wahre Goldgrube heraus. Auch das nicht mehr verwendete Silberbesteck hat einen Wert, aber in vielen anderen Alltagsgegenständen verbergen sich oft ebenfalls wertvolle Materialien. Doch wie lassen sie sich von wertlosem Krempel unterscheiden? „Wer schon grob den Wert des eigenen Schmuckstücks einschätzen möchte, wirft einen Blick auf die sogenannte Punzierung, also die eingeprägte dreistellige Zahl. So enthält 333er Gold beispielsweise ein Drittel des wertvollen Edelmetalls und in 925 Silber beträgt der Silberanteil genau 92,5 Prozent“, so Dominik Lochmann. Im Internet gibt es inzwischen sogar hilfreiche Rechner, die anhand der Punzierung und des Gewichts einen wahrscheinlichen Verkaufspreis ermitteln.

Wie aus altem Edelmetall bares Geld wird
Um einen fairen Betrag für seinen Fund zu erhalten, sucht man am besten eine Edelmetallschmelze auf. Juweliere und andere Ankaufstellen agieren letztendlich nur als Zwischenhändler, da sie die Wertsachen ebenfalls an Schmelzen weiterverkaufen. Um dabei Gewinn zu machen, zahlen diese Zwischenhändler dem ursprünglichen Besitzer natürlich einen niedrigeren Preis. Viele der Gegenstände bestehen in der Regel auch nicht aus den reinen Edelmetallen wie beispielsweise Silber, Gold oder Platin. Um sie härter und robuster zu machen oder ihre Farbe zu verändern, werden oftmals Palladium oder andere Metalle wie Kupfer hinzugegeben. So erhält man aus Gold und Kupfer unter anderem Rotgold. Edelmetallschmelzen ermitteln mithilfe einer sogenannten Röntgenfluoreszenzanalyse innerhalb weniger Sekunden den genauen Anteil aller enthaltenen Materialien und zahlen aktuelle und transparente Edelmetall-Ankaufspreise aus.

Australische Prägekunst trifft auf chinesische Tierkreiszeichen

Australien – ein Kontinent reich an Edelmetallvorkommen, beispielsweise wurde das schwerste Goldnugget der Welt namens „Welcome Stranger“ in Moliagul gefunden. Dementsprechend stammen auch begehrte Anlagemünzen aus Down Under. Zu den bekanntesten gehören wohl das Australian Kangaroo oder die Lunarmünzen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Münzserie mit jährlich wechselndem Motiv passend zum jeweiligen Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders.

Die Münzen der Lunarserie werden seit Beginn an, also 1996, von der Perth Mint geprägt. Die Münzen bilden jeweils in Gold und Silber das Tierkreiszeichen ab, das im chinesischen Kalender dem entsprechenden Jahr zugeordnet ist. Ebenso enthalten sie das dazugehörige chinesische Schriftzeichen. So war 2011 das Jahr des Hasen und die goldene Lunarmünze präsentierte einen Hasen neben Salatblättern. Die Münze des Jahrgangs 2013 war der Schlange gewidmet und zeigte in Silber eine Schlange auf einem Ast. Das Jahr der Ziege 2015 wurde von einem goldenen Ziegenbock vor einer angedeuteten Berglandschaft begleitet. Die vollständige Liste der 12 Tierkreiszeichen sieht folgendermaßen aus:
Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund, Schwein

Eine Besonderheit der Lunarmünzen ist, dass sich die Motive auf den Gold- und Silbermünzen unterscheiden.

Die Rückseite zeigt immer das Porträt der englischen Königin Elizabeth II, die auch in Australien Staatsoberhaupt ist. Zunächst gab es die Lunarmünzserie nur in Gold. 1999 fing die Perth Mint an, die Serie auch in Silber zu prägen.

Zwischen 1996 und 2007 wurde also die Lunar I Serie in Gold ausgegeben, 1999 startete dann Silber mit dem Tierkreiszeichen Hase, damit sie parallel zur Goldversion verlief. Um die Serien zu synchronisieren wurde 2007, dem Jahr des Schweins, auch die Maus, der Ochse und der Tiger ausgegeben. Zwar stand auf der Rückseite das Ausgabejahr 2007, jedoch zeigte die Motivseite neben den verschiedenen Tierkreiszeichen auch das entsprechende Jahr (also 2008 bei der Maus, 2009 beim Ochsen und 2010 das Jahr des Tigers).

Zwischen 2008 und 2019 erschien dann die Lunar II Serie und seit 2020 befinden wir uns in Lunar III. Begonnen mit Maus und gefolgt vom Ochsen, gab die Perth Mint nun die Münze für 2022 heraus, sie zeigt den Tiger.

In der chinesischen Mythologie wurde die Reihenfolge der Tierkreiszeichen im Lunarkalender mithilfe eines Rennen über einen Fluss entschieden. In diesem Rennen soll der Tiger, trotz seiner Angst vor Wasser, als dritter ans Ufer gekommen sein. Diesen Erfolg habe er seiner Stärke zu verdanken. Der Legende nach beeinflusst jedes Tier die Persönlichkeit jener Menschen, die im entsprechenden Jahr geboren wurden. So gelten Menschen, die im Jahr des Tigers geboren wurden, als mutig und aktiv – sie lieben Herausforderungen und Abenteuer im Leben.

Die Silbermünze zeigt dieses Jahr eine Tigermutter mit ihrem Jungen. Während sie mit wachsamem Blick posiert, folgt ihr der kleine Tiger. Umgeben sind die Beiden mit, für China typischen, Pflanzen – so erkennt man rechts beispielsweise Bambus. Mittig über den Tieren steht das chinesische Schriftzeigen für Tiger und das entsprechende Jahr 2022.

Die Goldmünze zeigt einen majestätischen Tiger, der auf einem Felsen zu stehen scheint. Sein Blick ist nach Hinten gerichtet und durch sein geöffnetes Maul präsentiert das furchtlose Tier die scharfen Eckzähne einer Raubkatze. Links neben dem Abbild ist das chinesische Schriftzeichen für Tiger und das Jahr des Tigers 2022 zu lesen.