Archiv des Autors: Katharina Czyz

Goldbranche 2025 – Rückblick auf überraschend starkes Jahr

Gold stand 2025 erstaunlich hoch im Kurs

Die Goldbranche zieht zum Ende des Jahres eine durchweg positive Bilanz. Trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten entwickelte sich der Goldpreis besser als viele Marktbeobachter prognostiziert hatten. „Gold hat 2025 einen unerwartet starken und stabilen sowie nachhaltig aussehenden Anstieg hinter sich“, betont Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Zollpolitik und Zentralbanken als Preismotor

Vor allem politische Rahmenbedingungen sorgten für deutliche Impulse am Markt. Dominik Lochmann erklärt: „Der Preisanstieg ist in erster Linie den wirtschaftspolitischen Unsicherheiten durch Trumps Zollpolitik und der transparenter gewordenen Zentralbankkaufpolitik Chinas zu verdanken. Die Zinsentwicklung, die Inflation und geopolitische Krisenherde wie in der Ukraine und im Gazastreifen waren bereits vorab eingepreist.“

Warum die Nachfrage stieg

Trotz der gestiegenen Preise griffen Anleger 2025 stärker zu Gold als im Vorjahr. Gründe dafür sieht Lochmann im zunehmenden Sicherheitsbedürfnis: „Viele Investoren sahen wegen der wirtschaftsfeindlichen Politik der letzten Jahre eine düstere Zukunft für die deutsche Industrie voraus und deshalb wenig Potential in Aktien. Physisches Gold hingegen gewann – unter anderem dank der positiv ausgerichteten medialen Berichterstattung über das Edelmetall – an Attraktivität. Außerdem hat der Preisanstieg bisher abwartende Käufer dazu animiert zuzuschlagen, bevor der Kurs noch höher steigen könnte.“

Herausforderungen für Händler

Während die Versorgungslage bei Barren und Münzen weitgehend stabil blieb, setzten die höheren Preise die Branche an anderer Stelle unter Druck. Händler mussten vor allem mit gestiegenen Finanzierungs- und Versicherungskosten umgehen – eine direkte Folge der insgesamt höheren Warenwerte. „Um die höheren Kapitalbindungen effizienter zu managen, haben viele Händler ihre internen Prozesse angepasst“, so der Edelmetall-Experte.

Begehrte Edelmetalle

Neben Gold konnte sich 2025 auch Silber stark entwickeln. Dabei sah die Nachfrage für Münzen zunächst aufgrund einer Änderung im Steuergesetz, die die Einfuhr und den Weiterverkauf von differenzbesteuerten Silbermünzen betraf, eher schlecht aus. Käufer griffen daraufhin häufiger zu Barren. Der Geschäftsführer weiß: „Platin und Palladium sind im Preis ebenfalls gestiegen. Da die große Nachfrage aber aus der Automobilindustrie für die Beschichtung von Abgaskatalysatoren stammt, ist die zukünftige Entwicklung wenig kalkulierbar. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Jahre die Produktionszahlen von Verbrenner zu Elektrofahrzeugen entwickeln werden.“

Gute Aussichten

Das Jahr 2025 war für den Goldmarkt außergewöhnlich dynamisch und wurde geprägt von politischen Faktoren, steigender Anlegernachfrage und einer insgesamt soliden Angebotslage. Mit Blick auf geopolitische und wirtschaftliche Trends scheint das Edelmetall auch im kommenden Jahr gut positioniert. „Die Branche blickt mit vorsichtigem Optimismus auf 2026“, meint Dominik Lochmann abschließend.

Glanzvolles Fest – Gold als bleibendes Geschenk zu Weihnachten

Volle Einkaufsstraßen, festlich geschmückte Schaufenster und die Suche nach der passenden Überraschung – das Weihnachtsgeschäft ist bereits in vollem Gange. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für die Monate November und Dezember 2025 einen Umsatzanstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, das entspricht rund 126,2 Milliarden Euro.

Gutscheine stehen weiterhin an der Spitze der beliebtesten Geschenke. Wer jedoch auf der Suche nach einer stilvollen und zugleich wertbeständigen Alternative ist, sollte einen Blick auf Gold werfen. „Viele Menschen wünschen sich in unsicheren Zeiten etwas Bleibendes. Da ein Goldgeschenk symbolischen Wert mit finanzieller Stabilität verbindet, sorgt es für Freude, die weit über den Moment des Schenkens hinausreicht“, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG.

Kleiner Barren, große Geste

Ob in Form eines schlichten Goldbarrens oder einer fein geprägten Münze – das Edelmetall passt zu jedem Anlass und jedem Budget. Besonders beliebt sind kleine Einheiten zwischen einem und zwanzig Gramm, die sich leicht personalisieren lassen. „Wir bieten individuell gestaltbare Verpackungen mit Platz für eine persönliche Botschaft oder Gold mit festlicher Gravur an. Der Kauf ist unkompliziert: Online kann aus einer Vielzahl an hochwertigen Produkten gewählt werden, die meist innerhalb weniger Tage geliefert werden. So entsteht ein Geschenk, das Beständigkeit und Emotion vereint“, weiß Dominik Lochmann.

Sicherheit unter dem Weihnachtsbaum

Auch wenn die Handelsstimmung laut HDE-Umfrage verhalten bleibt – 80 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit zurückhaltenden Konsumenten –, bleibt die Freude auf das Fest groß: 73 Prozent der Verbraucher freuen sich auf Weihnachten. Gleichzeitig wird beim Schenken stärker auf Preis und Wert geachtet. In diesem Umfeld rückt Gold als sachwertbasierte Alternative wieder stärker in den Fokus. „Gold ist das Gegenteil von kurzlebigem Konsum“, so der Edelmetall-Experte. „Es ist ein Zeichen von Vertrauen, Weitsicht und Wertschätzung – und damit das perfekte Geschenk für Menschen, die etwas Dauerhaftes überreichen möchten.“ Mit einem Hauch von Glanz und Beständigkeit unter dem Weihnachtsbaum lässt sich 2025 also gleich doppelt Freude schenken – emotional und materiell.

Das Jahr des Pferdes: Lunar III Münzserie – Gold, Silber und Platin im Fokus

Lunar III Münzen des Jahrgangs 2026 aus Gold, Silber und Platin

Die Lunar III Serie der Perth Mint präsentiert 2026 ihre neuen Motive. Die Münzen zählen zu den beliebtesten Anlagemünzen, die gleichzeitig auch Sammelcharakter besitzen. Der neue Jahrgang ist jetzt erhältlich – aus Gold, Silber und Platin. Die modernen Designs verbinden Tradition mit zeitgenössischer Prägekunst und bieten Anlegern sowie Sammlern eine interessante Möglichkeit, physische Edelmetalle zu erwerben.

Was ist die Lunar III Serie?

Die Lunar III Serie knüpft an die Tradition der chinesischen Tierkreiszeichen an. Jedes Jahr wird ein neues Tier dargestellt – 2026 ist es das Pferd. Die Münzen zeigen das jeweilige Tier mit sorgfältig gestalteten Motiven, die sich technisch und stilistisch an den hohen Prägestandard der Perth Mint anlehnen. Das macht sie zu gefragten Münzen unter Numismatikern und Anlegern.

Das Design der Lunar III 2026 – ausdrucksstark und lebendig

Das Design der Lunar III Münzen 2026 vereint kunstvolle Details mit einer starken Symbolik. Auf den Gold- und Platinmünzen zeigt das liebevoll gestaltete Motiv ein Pferd auf seinen Hinterbeinen in plastischer Prägung, die jeden einzelnen Muskel und die dynamische Bewegung des Tieres lebendig wirken lässt. Die wehende Mähne und der kraftvolle Ausdruck wecken eine besondere Faszination und spiegeln die Stärke und Freiheit des Wildpferds wider. Die Silbermünzen bestechen optisch durch zwei Pferde im Galopp, welche durch Höhen und Tiefen realistisch wirken. Durch ihre Bewegung verleihen sie dem Gesamtbild Lebendigkeit und Spannung. Gemeinsam transportieren die verschiedenen Ausführungen nicht nur filigrane Handwerkskunst, sondern auch die anmutige Geschichte und den Geist eines Jahres im chinesischen Lunarkalender – ein detailreiches Abbild, das Emotionen weckt und für viele mit dem entsprechenden Tierkreiszeichen Bedeutung hat.

Verfügbare Bullionausgaben und Stückelungen

2026 sind die Lunar III Münzen in verschiedenen Edelmetallen und Stückelungen erhältlich. Die Goldmünzen gibt es in den Größen 1/20oz, 1/10oz, 1/4oz, 1/2oz, 1oz, 2oz sowie 10oz. Ab der Größe von einer Unze verfügen die Motive über ein kleines Sicherheitsmerkmal, das Fälschungen vorbeugen soll. Aus Silber sind die Münzen in den Gewichten 1/2oz, 1oz, 2oz, 5oz, 1kg und 10kg verfügbar, wobei ab einer Unze ebenfalls eine Fälschungssicherung integriert ist. Die Platinmünze wird nur in der Größe von 1oz angeboten und ist ebenfalls mit einem Sicherheitsmerkmal versehen. Diese Vielfalt an Stückelungen ermöglicht es Anlegern und Sammlern, passend zum individuellen Budget einzusteigen oder ihre Kollektion gezielt zu erweitern.

Was bedeutet das für Anleger und Sammler?

Die Lunar III Münzen sind aufgrund ihrer Symbolik und Herstellungsqualität beliebt. Sie sind vergleichsweise wertstabil und stellen eine physische Form der Wertanlage dar, die in turbulenten Zeiten als eine Art Absicherung gelten kann. Für Anleger sind die Lunar III Münzen eine Möglichkeit, das Edelmetallportfolio zu diversifizieren – Gold, Silber und Platin in einem bekannten und etablierten Format. Die Flexibilität bei den Stückelungen erlaubt, auch mit kleineren Beträgen einzusteigen und dennoch eine Münze mit guter Verarbeitung und einem ansprechenden Motiv zu erwerben.

Sammler profitieren vom bekannten und jährlich wechselnden Motiv, das sich mit einer durchgehenden Thematik befasst und im Laufe der Jahre zu einer umfassenden Sammlung ausgebaut werden kann. Die gute Verfügbarkeit macht den Einstieg und Ausbau vergleichsweise unkompliziert.
Die Lunar III Münzen 2026 aus Gold, Silber und Platin sind frisch auf dem Markt und laden dazu ein, das Jahr 2026 mit einer weiteren wertvollen Münze zu ehren. Ob als Teil der privaten Edelmetallanlage oder zur Ergänzung einer Sammlung – die neuen Münzen bieten eine moderne und vergleichsweise zugängliche Option.

Bei Interesse können Sie sich jetzt über die aktuellen Varianten informieren oder direkt bestellen.

Münze ist nicht gleich Münze – drei Münztypen im Anlage-Check

Goldmünzen Lunar 3 Schlange 2025, Double Dragon & Pearl und das Schweizer Vreneli

Schlange 2025 Lunar 3, Double Dragon & Pearl und das Schweizer Vreneli

Edelmetallmünzen sind nicht nur bei Sammlern begehrt, sondern gelten auch als beliebte Form der Geldanlage. Insbesondere für Einsteiger ist der Markt aber oftmals unübersichtlich: Zwischen Sammler-, Anlage- und Umlaufmünzen verlieren sie schnell den Überblick. „Die wichtigste Regel beim Kauf von Münzen zu Anlagezwecken lautet, nur Produkte zu kaufen, die dicht am aktuellen Goldpreis gehandelt werden. Auf Anlage- und Umlaufmünzen trifft dies meist zu, bei Sammlermünzen können allerdings hohe Aufschläge anfallen“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Die Besonderen: Sammlermünzen

Gedenkmünzen oder Sammlermünzen werden oftmals in einer limitierten Auflage zu besonderen Anlässen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft oder zu speziellen Themen wie Filme, Comics oder Mythen geprägt. Ebenso kann es sich um Sonderprägungen von Anlageklassikern in verschiedenen Ausführungen und beispielsweise mit Kolorationen oder partiellen Vergoldungen handeln. Bei diesen Münzen steht nicht der Materialwert oder der Gedanke an die Vermögensabsicherung im Vordergrund. „Einige dieser Münzen steigen im Laufe der Jahre im Preis, sodass sich mit ihnen ein Gewinn erzielen lässt – dies stellt allerdings leider oft die Ausnahme dar, die meisten Sammlermünzen übersteigen ihren Materialwert nicht. Insbesondere, wenn man seine Münzen schnell und unkompliziert verkaufen möchte, können Sammlerausgaben eine Herausforderung darstellen. Denn es muss zunächst ein Sammler gefunden werden, dem genau diese Münze fehlt, und der dann auch bereit ist, dafür den entsprechenden Aufpreis auf den Materialwert zu zahlen. Es lässt sich nur schwer vorhersagen, wie sich der Wert der Münzen entwickeln wird. Die Märkte sind enger und individueller und zum Handeln von Sammlermünzen ist eine gewisse Fachkenntnis gefragt. Für die sichere Geldanlage sind Sammlermünzen für den klassischen Anleger eher ungeeignet“, erklärt Dominik Lochmann.

Die Sicheren: Anlagemünzen

Wer sein Geld vergleichsweise sicher in Gold- oder Silbermünzen anlegen möchte, sollte auf etablierte Anlagemünzen, auch Bullionmünzen genannt, zurückgreifen. Zu den Bekanntesten ihrer Art zählen beispielsweise der südafrikanische Krügerrand oder die kanadische Münze Maple Leaf. „Diese Münzen werden nah am Goldpreis gehandelt, der Käufer zahlt also einen verhältnismäßig geringen Aufpreis zum Materialwert. Diese Münzen dienen, wie Goldbarren auch, schlicht der Absicherung des eigenen Vermögens und können zu einem späteren Zeitpunkt zum aktuellen Goldpreis schnell und unkompliziert an Händler oder Banken verkauft werden“, so Dominik Lochmann. Ein weiterer Vorteil: Münzen, welche in den Bereich Anlagegold fallen, sind in Deutschland steuerfrei.

Die Historischen: Umlaufmünzen

Umlaufmünzen, auch Kurantmünzen genannt, dienten früher als offizielles Zahlungsmittel und zählen ebenfalls als steuerbefreites Anlagegold, wenn sie nach 1800 geprägt wurden und mindestens einen Feingehalt von 900 Tausendsteln Gold enthalten. „Bei Umlaufmünzen können Käufer sich beispielsweise für französische Franc-Goldmünzen, Vrenelis aus der Schweiz oder englische Sovereigns entscheiden. Diese werden aufgrund ihrer Häufigkeit und guten Verfügbarkeit ähnlich wie Anlagemünzen nah am Edelmetallpreis gehandelt. Einige historische Münzen, wie auch beispielsweise seltene Jahrgänge der Goldmünzen aus dem Deutschen Kaiserreich, fallen durch ihre geringe Verfügbarkeit, die Erhaltung oder den geschichtlichen und kulturellen Wert in die Kategorie der Sammlermünzen und sind aufgrund des höheren Aufschlags weniger attraktiv als reines Investment.“, erläutert Dominik Lochmann. „Dafür kann man dann jedoch ein goldenes Stück echter Geschichte sein Eigen nennen.“

1×1 Goldinvestment – was Sie wissen sollten

Goldmünzen Krügerrand 2024 und ein 1kg Goldbarren von Valcambi

Goldmünzen Krügerrand 2024 und ein 1kg Goldbarren von Valcambi

Gold gilt seit jeher als eine der sichersten und wertstabilsten Formen der Geldanlage. Käufer schätzen das Edelmetall als eine zuverlässige Absicherung des Vermögens. Doch das Angebot an Investmentprodukten ist vielfältig. „Vor dem Erwerb der ersten Barren oder Münzen kommen vielen Interessierten darum häufig Fragen zur Auswahl der richtigen Produkte, insbesondere zu Art, Menge und zur Echtheit“, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, und verrät: „Wer sich einmal mit den verschiedenen Anlageoptionen auseinandersetzt, kann sich langfristig über ein sinnvolles Investment freuen.“

Optionen im Blick

Physisches Anlagegold gibt es als Barren und Münzen zu kaufen. Da das Material dasselbe bleibt, spielt es keine entscheidende Rolle, für welche Form sich Anleger entscheiden. Dominik Lochmann erklärt: „Für diejenigen, die Freude am Sammeln haben, mögen goldene Münzen mit vielfältigen Motiven besonders ansprechend sein. Sammlerstücke, die sich beispielsweise durch die limitierte Ausgabe, die Ausführung oder ihre historische Seltenheit auszeichnen, können zwar eventuell auch höher als zum Goldwert gehandelt werden, sind aber nicht so schnell und unkompliziert zu verkaufen wie reines Standard-Investmentgold. Um hier einen optimalen Preis zu erzielen, muss man zunächst einen Sammler finden, dem genau dieses Stück bzw. dieser Jahrgang fehlt oder die Münzen in Auktionen bringen. Wer Gold als Notgroschen oder reines Investment sieht, will unkompliziert und schnell verkaufen, wenn er Gold gegen Geld tauschen möchte, und sollte eher zu Barren oder Standard-Goldmünzen wie dem Krügerrand, kanadischen Maple Leafs oder dem Wiener Philharmoniker greifen.“

Risiko streuen

Anleger mit einem starken Sicherheitsbedürfnis wählen meist ausschließlich Gold, da die Preise anderer Edelmetalle stärker schwanken. Zusätzlich punktet es dadurch, dass beim Kauf keine Mehrwertsteuer anfällt. „Trotz verschiedener Vorteile des gelben Edelmetalls lohnt es sich, sein Portfolio zu diversifizieren und etwa 70 Prozent der Edelmetallanlage in Gold, 20 Prozent in Silber sowie jeweils 5 Prozent in Platin und Palladium zu investieren. Diese Mischung bietet sowohl ausgewogene Sicherheit durch den hohen Goldanteil als auch gute Wachstumschancen durch die anderen Edelmetalle“, rät Lochmann.

Echtheit sicherstellen

Ohne Erfahrungswerte hegen viele Erstanleger die Sorge, beim Kauf auf mögliche Betrüger hereinzufallen. Dabei gibt es verschiedene Anzeichen, anhand derer sich fragwürdige Verkäufer von seriösen unterscheiden lassen. „Ein erster Anhaltspunkt ist der Preis. Bei Angeboten, die unter dem aktuellen Goldwert liegen, ist Skepsis angebracht. Keiner verkauft schließlich einen 100 Euro Schein für 50 Euro. Ein Vergleich mit dem momentanen Goldpreis, der leicht online auf den Websites von Edelmetallhändlern und Banken zu finden ist, gehört zum A und O“, betont Lochmann. Identische Seriennummern sowie ein ungewöhnlich geringes Gewicht sind ebenfalls Hinweise auf möglichen Betrug. Um Sicherheit bei seinem Investment zu haben, empfiehlt es sich daher bei zertifizierten Händlern oder Banken und nicht bei unbekannten Personen in Online-Auktionshäusern oder auf Flohmärkten zu kaufen.

Kostenfallen umgehen

Neben dem reinen Materialwert fallen für jeden Barren und jede Münze zusätzliche Kosten für die Prägung an. Insbesondere für Anleger, die mehrere kleinere Barren bevorzugen, kann dies zu Nachteilen führen. In Relation zum Materialwert fällt der Aufpreis bei kleinen Stückelungen deutlich höher aus. Dominik Lochmann empfiehlt: „Für Kleinanleger sind daher sogenannte CombiBars eine geeignete Option. Da diese Tafelbarren im Verbund mehrerer kleiner Barren zu 0,5g, 1g oder 1/10oz geprägt werden und nicht einzeln, fällt nur eine Prägegebühr für die ganze Tafel an. Gleichzeitig kann diese Form von Barren leicht in kleinere Abschnitte oder einzelne Barren geteilt werden, ähnlich wie bei einer Schokoladentafel. Dies ermöglicht einen flexiblen Verkauf und erweist sich als praktisch, gerade bei spontanen Anschaffungen.“

Glänzende Wahrheiten – drei Mythen über Gold entschlüsselt

Anleger sollten besonders in Krisenzeiten in Gold investieren, der Kauf ist nur für reiche Menschen erschwinglich und der Abbau findet grundsätzlich unter umweltschädigenden und menschenunwürdigen Bedingungen statt – diese und weitere Mythen ranken sich um das wertvolle Edelmetall.

„Seit jeher existieren viele Vorurteile gegenüber Gold als Wertanlage. Allen voran steht die Annahme, dass es nur für Wohlhabende als mögliches Investment infrage kommt. Dem lässt sich widersprechen, genauso wie einigen anderen Irrtümern“, meint Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG. Was steckt also tatsächlich hinter den Mythen?

Mythos 1: In Krisenzeiten investieren
Gold gilt seit langem als stabile Wertanlage in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – insbesondere bei einer hohen Inflationsrate und stark schwankenden Kapitalmärkten soll das Edelmetall vor Wertverlust schützen. „Tatsächlich stieg der Preis in den letzten Jahren kurzfristig immer dann am stärksten an, wenn große Unsicherheit an den Märkten herrschte. Daher sollten Anleger idealerweise nicht nur in einer Krise Gold kaufen, sondern während stabiler Marktverhältnisse. So besteht eine höhere Chance, das eigene Vermögen zuverlässig abzusichern“, rät Dominik Lochmann.

Mythos 2: Abbau nicht nachhaltig
Edelmetallabbau steht häufig im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung und Menschenausbeutung. Es gibt jedoch Produkte, die eine nachhaltige Goldgewinnung unterstützen. Dazu zählt unter anderem Recyclinggold. Dieses lässt sich beispielsweise aus Altschmuck herstellen, indem es eingeschmolzen und zu Barren oder Münzen gegossen wird. Aus alt mach neu – und das ohne in die Natur einzugreifen. Außerdem gibt es sogenanntes Responsible-Gold. „Indem sich der gesamte Herstellungsprozess solcher Produkte zurückverfolgen lässt, wird sichergestellt, dass ein nachhaltiger Abbau unter fairen Bedingungen eingehalten wurde. Dazu zählen ein verminderter CO2-Ausstoß sowie die Einhaltung von Menschenrechten, unter anderem nach den Vorschriften der UN und OECD“, erklärt der ESG-Geschäftsführer. Mit dem Kauf von Recyclinggold und Responsible-Gold lässt sich demnach nachhaltig in Gold investieren.

Mythos 3: Investment für Reiche
Gold ist sehr teuer und nur Wohlhabende investieren in Edelmetalle – dieses Vorurteil hält sich bei vielen Menschen hartnäckig. Für große Mengen mag dies zutreffen, allerdings gibt es mittlerweile genügend preiswertere Alternativen. Zurzeit lassen sich bereits mit knapp sechzig Euro ein Gramm schwere Stückelungen des Edelmetalls erwerben. „Bei den sogenannten CombiBars handelt es sich um Tafelbarren, die sich durch Sollbruchstellen händisch und ohne Materialverlust in kleinere Einheiten trennen lassen. Dadurch haben Anleger die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt auch geringe Goldmengen zu verkaufen, statt direkt einen kompletten Barren“, erläutert Dominik Lochmann.

Geld sicher investieren

Vermögen durch Gold vor Inflation schützen
Rheinstetten im September 2021. Laut aktueller Inflationsrate verliert der Euro seit einigen Monaten in Deutschland an Wert: Seit Anfang 2021 stieg die Rate von -0,3 auf inzwischen 3,9 Prozent sprunghaft an. „Immer mehr Menschen veranlasste diese Entwicklung dazu, ihr Erspartes in Edelmetalle wie Gold anzulegen. So gab der World Gold Council bekannt, dass die Deutschen im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 90,5 Tonnen Gold kauften. Das wirkt sich auch auf den Goldpreis aus: Während er Ende 2020 fiel, steigt er aufgrund der erhöhten Nachfrage seit einigen Monaten wieder an“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Vor möglichen Krisen wappnen
Gold lässt sich nicht wie Geld endlos vermehren, schließlich kommt das Edelmetall auf dem Planeten nur begrenzt vor. Im Vergleich zu staatlichen Währungen unterliegt es daher weniger der Gefahr, durch wirtschaftliche Veränderungen einen abrupten Wertverlust zu erleiden. Es bringt als Geldanlage zwar keine hohe Rendite, aber dient zur Absicherung des Vermögens. „Mit dem Entschluss zu einer solchen Investition warten Anleger idealerweise nicht bis zu einer starken Inflation, denn dann erhöhen sich meist die Edelmetallpreise. Es empfiehlt sich, schon während guter Marktverhältnisse regelmäßig kleinere Mengen Gold zu kaufen, um letztlich etwa 10 bis 20 Prozent des eigenen Vermögens auf diese Weise zu sichern“, rät Lochmann.

Verschiedene Kriterien beim Kauf beachten
Viele Käufer entscheiden sich letztendlich auch für Gold, weil es als Anlagegold steuerfrei ist. Allerdings gelten nicht alle Goldprodukte als Anlagegold. Als Voraussetzung dafür müssen Barren einen Reinheitsgrad von 995 und Münzen einen Feingehalt von 900 Tausendsteln sowie eine Prägung nach dem Jahr 1800 vorweisen. Zudem muss die Münze in dem Herkunftsland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. „Sammelmünzen stellen beispielsweise keine besonders lukrative Investition dar, weil der Kaufpreis meist höher liegt als der tatsächliche Edelmetallwert. Hingegen eignen sich gängige Anlagemünzen wie der Krügerrand und Wiener Philharmoniker. Bezüglich der Goldbarren empfehlen sich als flexible Vermögensabsicherung insbesondere die sogenannten CombiBars“, verrät Lochmann. Bei CombiBars handelt es sich um mehrere miteinander verbundene Ein-Gramm-Barren. Durch Sollbruchstellen lassen sich individuelle Mengen per Hand abbrechen – ähnlich wie bei einer Schokoladentafel. Das ist nicht nur praktisch, sondern erspart zugleich ein hohes Aufgeld, das in der Regel beim Kauf einzelner kleiner Barren anfällt.

Australische Prägekunst trifft auf chinesische Tierkreiszeichen

Australien – ein Kontinent reich an Edelmetallvorkommen, beispielsweise wurde das schwerste Goldnugget der Welt namens „Welcome Stranger“ in Moliagul gefunden. Dementsprechend stammen auch begehrte Anlagemünzen aus Down Under. Zu den bekanntesten gehören wohl das Australian Kangaroo oder die Lunarmünzen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Münzserie mit jährlich wechselndem Motiv passend zum jeweiligen Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders.

Die Münzen der Lunarserie werden seit Beginn an, also 1996, von der Perth Mint geprägt. Die Münzen bilden jeweils in Gold und Silber das Tierkreiszeichen ab, das im chinesischen Kalender dem entsprechenden Jahr zugeordnet ist. Ebenso enthalten sie das dazugehörige chinesische Schriftzeichen. So war 2011 das Jahr des Hasen und die goldene Lunarmünze präsentierte einen Hasen neben Salatblättern. Die Münze des Jahrgangs 2013 war der Schlange gewidmet und zeigte in Silber eine Schlange auf einem Ast. Das Jahr der Ziege 2015 wurde von einem goldenen Ziegenbock vor einer angedeuteten Berglandschaft begleitet. Die vollständige Liste der 12 Tierkreiszeichen sieht folgendermaßen aus:
Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund, Schwein

Eine Besonderheit der Lunarmünzen ist, dass sich die Motive auf den Gold- und Silbermünzen unterscheiden.

Die Rückseite zeigt immer das Porträt der englischen Königin Elizabeth II, die auch in Australien Staatsoberhaupt ist. Zunächst gab es die Lunarmünzserie nur in Gold. 1999 fing die Perth Mint an, die Serie auch in Silber zu prägen.

Zwischen 1996 und 2007 wurde also die Lunar I Serie in Gold ausgegeben, 1999 startete dann Silber mit dem Tierkreiszeichen Hase, damit sie parallel zur Goldversion verlief. Um die Serien zu synchronisieren wurde 2007, dem Jahr des Schweins, auch die Maus, der Ochse und der Tiger ausgegeben. Zwar stand auf der Rückseite das Ausgabejahr 2007, jedoch zeigte die Motivseite neben den verschiedenen Tierkreiszeichen auch das entsprechende Jahr (also 2008 bei der Maus, 2009 beim Ochsen und 2010 das Jahr des Tigers).

Zwischen 2008 und 2019 erschien dann die Lunar II Serie und seit 2020 befinden wir uns in Lunar III. Begonnen mit Maus und gefolgt vom Ochsen, gab die Perth Mint nun die Münze für 2022 heraus, sie zeigt den Tiger.

In der chinesischen Mythologie wurde die Reihenfolge der Tierkreiszeichen im Lunarkalender mithilfe eines Rennen über einen Fluss entschieden. In diesem Rennen soll der Tiger, trotz seiner Angst vor Wasser, als dritter ans Ufer gekommen sein. Diesen Erfolg habe er seiner Stärke zu verdanken. Der Legende nach beeinflusst jedes Tier die Persönlichkeit jener Menschen, die im entsprechenden Jahr geboren wurden. So gelten Menschen, die im Jahr des Tigers geboren wurden, als mutig und aktiv – sie lieben Herausforderungen und Abenteuer im Leben.

Die Silbermünze zeigt dieses Jahr eine Tigermutter mit ihrem Jungen. Während sie mit wachsamem Blick posiert, folgt ihr der kleine Tiger. Umgeben sind die Beiden mit, für China typischen, Pflanzen – so erkennt man rechts beispielsweise Bambus. Mittig über den Tieren steht das chinesische Schriftzeigen für Tiger und das entsprechende Jahr 2022.

Die Goldmünze zeigt einen majestätischen Tiger, der auf einem Felsen zu stehen scheint. Sein Blick ist nach Hinten gerichtet und durch sein geöffnetes Maul präsentiert das furchtlose Tier die scharfen Eckzähne einer Raubkatze. Links neben dem Abbild ist das chinesische Schriftzeichen für Tiger und das Jahr des Tigers 2022 zu lesen.

Münzen: Wie man sie dreht und wendet

Münze ist nicht gleich Münze – neben geläufigen Unterscheidungen, wie beispielsweise in Gold- oder Silbermünzen, kann man sie auch anhand ihrer Stempelstellung einteilen. Einmal in die Wendeprägung und einmal in die Kehrprägung. Dabei wird in der Ausrichtung von vorderen und rückseitigen Motiven zueinander differenziert.

Die ersten Münzprägungen, etwa aus dem 7. Jh. v. Chr., kannten keine Kehr- oder Wendeprägung. Damals wurde ein Tropfen Metall durch eine Stanzung mithilfe eines Meißels geprägt. Somit erhielt nur eine Seite der Münze eine Prägung. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war dieser Vorgang Handarbeit. Das Gepräge beinhaltete damals bereits Motive sowie Schriften. Dies wurde beibehalten und ab 650 v. Chr. wurde die Münzprägung kunstvoller. In diesem Zusammenhang kam es auch zu beidseitigen Prägungen einer Münze mit verschiedenen Motiven. Die Kehr- und Wendeprägung waren Teil dieser Entwicklung.

Kehrprägung
Hält man eine kehrgeprägte Münze in der Hand, sodass das Vordermotiv aufrecht steht, dann kann man diese umkehren und auch die Rückseite ist dann aufrecht stehend. Hierfür dreht man die Münze um ihre vertikale Achse. Diese Art der Prägung ist beispielsweise beim Krügerrand, aber auch bei deutschen oder österreichischen Zahlungsmitteln, gebräuchlich.

Wendeprägung
Wendet man eine Münze mit aufrecht stehendem Vordermotiv, dreht sie also um ihre horizontale Achse und erhält dann auch eine aufrecht stehende Rückseite, ist sie wendegeprägt. Vor allem französische Münzen weisen diese Art der Prägung auf – hierzu zählen unter anderem die 20 Francs Goldmünzen „Napoleon III“, „Ceres“ sowie das Motiv „Marianne“ mit dem gallischen Hahn. Allerdings weisen auch andere Münzen diese Motivausrichtung auf, so zum Beispiel die Feingoldmünze „American Buffalo“. Hier stehen sich vorderseitig das Porträt eines Indianers und rückseitig ein nordamerikanischer Büffel gegenüber.

Warum Anleger in Krisenzeiten auf Gold setzen

Gold gilt als klassische Krisenwährung. Unsichere Märkte, wirtschaftliche Wendepunkte oder politische Konflikte lassen die Nachfrage nach dem Edelmetall regelmäßig steigen und treiben den Preis in die Höhe. Befürchten Investoren einen Einbruch der nationalen Währungseinheit, flüchten sie sich oftmals in sichere Anlagen. „Auch aufgrund der derzeitigen Corona-Krise wollen viele Menschen und Organisationen ihr Geld sicher investieren. Hinzu kommt, dass bei dieser pandemiebasierten Wirtschaftskrise die gesamte Welt und nicht nur einzelne Regionen betroffen sind. Dies und die coronabedingt niedrige Minenproduktion treibt den Goldpreis aktuell in Rekordhöhen“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Sicherheit in Krisenzeiten
Für viele Menschen stellt Gold eine Absicherung des Vermögens dar. Während oftmals Kapitalverlust in staatlichen Währungen droht und Spekulieren mit Aktien häufig eine lohnende, aber auch komplexe und riskante Anlageform darstellt, bietet physisches Gold den Vorteil eines tatsächlich greifbaren Gegenwertes. „Gold bewährt sich seit Jahrtausenden als Tausch- und Zahlungsmittel“, weiß Dominik Lochmann. In Krisen haben Anleger mithilfe des Goldes noch eine stabile Währung – und das unabhängig von Regierungen oder Banken. Dass es bei Gold zu einem abrupten größeren Wertverlust kommt, gilt als sehr unwahrscheinlich. „Nicht zuletzt aufgrund der weltweit starken Begrenztheit der Reserven behält das Edelmetall stets seinen Wert. Denn im Gegensatz zu staatlichen Währungen lässt es sich nicht endlos vermehren“, erklärt der Experte.

Kaufen oder Verkaufen?
Viele Anleger fragen sich bei den derzeitigen Rekordkursen, ob sie ihr Edelmetall verkaufen sollten. Die meisten nutzen Gold allerdings grundsätzlich nicht als Spekulationsobjekt, sondern zur Diversifizierung ihres Vermögens, als Notfallreserve sowie Altersvorsorge. Sie verkaufen ihr Edelmetall erst, wenn sie tatsächlich Geld benötigen, und nicht um spontan Kursgewinne zu realisieren. Ihre Devise lautet, unabhängig vom Kurs stetig Gold nachzukaufen. Wer sich hingegen sowieso früher oder später von seinen Barren trennen will, kann nun natürlich den hohen Goldpreis nutzen. „Auch einige reine Investmentkunden, die in den letzten Jahren aufgrund von fehlenden Anlagealternativen und auf niedrigerem Preisniveau eingestiegen sind, verkaufen nun einen Teil ihrer Bestände, zur Realisierung von Kursgewinnen“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.