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Anlagemünzen – weltweit beliebte Anlageoptionen

Anlagemünzen aus Gold und Silber

Anlagemünzen aus Gold und Silber

Anlagemünzen, oft auch Bullionmünzen genannt, sind Münzen aus Edelmetall, die in erster Linie für Anleger als Geldanlage gedacht sind. Diese Münzen können aus verschiedenen Edelmetallen bestehen – meist aus Gold, Silber, Platin und Palladium. Sie werden in hohen Stückzahlen geprägt und sind in vielfältigen Größen vorhanden. Gängige Stückelungen sind 1 Unze, 1/2oz, 1/4oz,  1/10oz und 1/20oz.

Anlagemünzen verfügen über einen hohen Feingehalt des verwendeten Edelmetalls und der Aufschlag auf den Materialwert fällt vergleichsweise niedrig aus, jedoch für gewöhnlich höher als bei Investmentbarren. Mit ihm werden unter anderem die Kosten für Vertrieb, Logistik und Prägung abgedeckt.

Die Gestaltung von Anlagemünzen

Anlagemünzen präsentieren ein Bildmotiv – manche sind gleichbleibend und andere wechseln jährlich. Zudem tragen die meisten Anlagemünzen eine Angabe zum Feingehalt und dem Gewicht. Zusätzlich wird oft ein Nennwert in der Währung des Ausgabelandes aufgeprägt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, beispielsweise die südafrikanische Krügerrand-Münze aus Gold, diese trägt keinen Nennwert. Die Nennwertangabe auf einer Anlagemünze ist zum Zeitpunkt der Ausgabe normalerweise kleiner als der eigentliche Wert des Edelmetalls. Daher werden diese Münzen auch nicht im allgemeinen und alltäglichen Zahlungsverkehr zum angegebenen Nennwert als Zahlungsmittel benutzt. Die Nennwertangabe dient viel mehr als Signal für die legitime Herausgabe der Münze, denn ausschließlich staatlich autorisierten Prägestätten ist es gestattet, eine Münze mit Währungsangabe auszugeben. In der Regel sind Anlagemünzen somit auch als offizielles gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Der Edelmetallwert der Münze, zu welchem sie eingekauft und verkauft werden kann, wird am aktuellen Börsenkurs des jeweiligen Edelmetalls gemessen.

Wertgestaltung, Varianz und Feingehalt

Aufgrund der Preisgestaltung von Anlagemünzen gilt: Ist der aktuelle Spot des verwendeten Edelmetalls hoch, so ist auch der Wert der Münze höher und umgekehrt. Der Aufpreis bei Münzen fällt höher als bei Barren aus, da ihre Herstellung aufwendiger und teurer ist. Jedoch sind Anlagemünzen unter anderem aufgrund ihrer schönen Motive beliebt. Zudem ist es möglich, dass sich Anlagemotive mit der Zeit zu Sammlerobjekten entwickeln, beispielsweise durch die Einstellung einer Serie, die Überarbeitung eines Motivs oder durch anlassbezogene Sonderprägungen. Dies kann theoretisch Wertzuwachs bedeuten.

Es ist zu empfehlen überwiegend bekannte, renommierte und beliebte Anlagemünzen zu erwerben, denn diese sind seit vielen Jahren auf dem Markt und gut wieder zu verkaufen. Zu den Klassikern in Gold und Silber gehören beispielsweise die Anlagemünzen Krügerrand aus Südafrika, Maple Leaf aus Kanada, Britannia aus England, Wiener Philharmoniker aus Österreich oder die Australian Kangaroo Münze. Mit der Herstellung von Anlagemünzen haben sich beispielsweise die Prägestätten Perth Mint, Royal Mint, Royal Canadian Mint oder die Rand Refinery einen Namen gemacht.

Viele Anlagemünzen aus Gold besitzen einen Feingehalt von 99,9 Prozent oder von 999,9 aus 1000 Anteilen. Die Krügerrandmünze und die amerikanische Anlagemünze American Eagle bestehen beispielsweise zu 916 Anteilen aus Gold. Alte Umlaufmünzen, welche in hohen Stückzahlen geprägt wurden und heute daher als Anlagemünze fungieren, bestehen oft aus einer Gold-Kupfer-Legierung und weisen 90% Gold auf. Beispiele sind Umlaufmünzen aus dem Deutschen Kaiserreich oder die Schweizer Goldmünzen Vreneli.

Silberne Anlagemünzen weisen im Normalfall einen Feingehalt von 99,99% oder 99,9% auf.

Unterscheidung zu Sammlermünzen

Anlagemünzen sind in den meisten Fällen keine Sammlermünzen, zumindest nicht im klassischen Sinne. Bei Sammlermünzen steht nämlich nicht der Materialwert und das langfristige Investment, beziehungsweise der Anlagegedanke, im Vordergrund. Bei Sammlermünzen sind Aspekte wie Seltenheit, Erhaltung oder ein geschichtlicher Wert wichtige Einflussfaktoren für die Preisfindung. Die Wertzuwächse bei Sammlermünzen können daher weit über den Materialwert hinausgehen. Zum Handeln von Sammlermünzen ist Fachkenntnis eine Voraussetzung und die Handelbarkeit ist weniger einfach, denn die Märkte sind enger und individueller.

Angstsilber und Resale-Produkte: Attraktive Silberinvestments

10 DM-Silbermünzen

10 DM-Silbermünzen

Zur Diversifizierung des eigenen Anlageportfolios eignet sich neben Gold auch Silber. Wer dabei besonders gute Konditionen schätzt, oder wem eine hohe Sicherheit wichtig ist, der setzt auf Resale-Produkte oder Angstsilber.

Während Resale-Silber zu besonders günstigen Konditionen zu erwerben ist, bieten DM-Silbermünzen als Angstsilber eine Art doppelten Boden beim Investment:

Resale-Silber als Anlageprodukt

Resale-Produkte aus Silber waren bereits im Umlauf. Es kann sich sowohl um Barren als auch um Münzen handeln und diese werden oft als Investmentpakete zusammengefasst. Die Silberstücke wurden vor dem Wiederverkauf auf ihre Echtheit und ihren Feingehalt überprüft. Auch der Zustand der Produkte wurde kontrolliert. Es handelt sich nicht um Neuware und daher können kleine Beschädigungen in Form von Kratzern vorkommen. Aufgrund des Alters ist auch Patina keine Seltenheit. Jedoch mindert dies den Materialwert nicht und Resale-Silber kann zu vergleichsweise günstigen Konditionen als Anlage erworben und auch wiederverkauft werden.

Attraktive Silberinvestments in Form von Münzen aus dem Ankauf der ESG sind beispielsweise österreichische Schilling, differenzbesteuerte Maple Leaf Anlagemünzen oder Libertad aus verschiedenen Jahrgängen. Aber auch Silberbarren und Münzbarren können als Resale-Produkt erworben werden. Beispiele sind 10g, 1oz oder 1kg Barren verschiedener Hersteller. Münzbarren verbinden die charmante Optik der Barren mit einem aufgeprägten Nennwert. Als Anlage sind beispielsweise Münzbarren zu 100g, 1kg oder 5kg zu empfehlen.

Angstsilber als vergleichsweise sicheres Investment

Angst-Silber ist ein Begriff, welcher oft für alte DM-Münzen oder auch Gedenkmünzen aus Silber verwendet wird. Diese Silbermünzen gelten als vergleichsweise sicheres Anlageprodukt, da sie eine Art Silberinvestment mit doppelter Absicherung darstellen. Zum einen bestehen die Münzen anteilig aus Silber und Anleger profitieren vom Silbergehalt und dem damit verbundenen Börsenpreis. Ist der Spot für Silber hoch, so steigt auch der Wert der Münze. Anders als andere Anlagemünzen verfügen diese alten Umlaufmünzen über eine zusätzliche Absicherung und lassen sich aufgrund des aufgeprägten Nennwerts in Mark jederzeit bei der Bundesbank in Euro umtauschen. Der Wechselkurs steht bei 2,55€ für 5 Mark und für 10 Mark bekommt man 5,11€. Selbst wenn der Silberpreis stark sinken sollte, erhält man für diese Silbermünzen noch immer den Nennwert zum amtlichen Umtauschkurs. Diese Absicherung macht DM-Silbermünzen zu einer attraktiven und liquiden Anlagemöglichkeit.

Dynamik des Goldpreises – 5 Fragen an den Edelmetall-Experten

1kg Goldbarren von Umicore, gegossen

1kg Goldbarren von Umicore, gegossen

Welcher Wert Gold zugeschrieben wird, ist eine wichtige Frage auf den Finanzmärkten. Sowohl für Investoren und Analysten als auch für die breite Öffentlichkeit hat der Preis des glänzenden Edelmetalls eine starke Anziehungskraft. Doch was prägt den Wert, der seit Jahrhunderten eine faszinierende Rolle in der Wirtschaft spielt? Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, erklärt die Hintergründe.

Was beeinflusst den Goldpreis?

„Preisschwankungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Goldmarktes und werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Unsicherheiten in politischen Angelegenheiten, ökonomische Indikatoren wie Inflation und Wirtschaftswachstum sowie schwankende Aktienkurse können zu Veränderungen führen. Darüber hinaus besitzen auch spekulative Handelsaktivitäten und sogar psychologische Faktoren wie Sorge und Vertrauen das Potenzial, den Preis zu beeinflussen.“

In welchem Zusammenhang stehen Angebot und Nachfrage?

„Im Gegensatz zu anderen Edelmetallen und Aktien unterliegt der Goldpreis tendenziell weniger starken Schwankungen. Denn durch die aufwändige und kostenintensive Goldförderung besteht grundsätzlich keine Gefahr von abruptem Wertverlust durch Inflation wie bei Banknoten. Investoren und sogar Zentralbanken kaufen Gold, um ihr Vermögen abzusichern und sich vor potenziellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten schützen. Da das Vorkommen des seltenen Edelmetalls begrenzt ist, führt eine nachhaltig hohe Nachfrage unweigerlichen zu einem Anstieg des Goldpreises. Anderweitige attraktive Anlageoptionen und Zusammenhänge mit dem Zins verhindern gleichzeitig, dass der Goldpreis ins Unermessliche steigt.“

Wie wirkt der Zins auf den Goldpreis?

„Tendenziell steigt der Goldpreis, wenn die Zinssätze niedrig sind, denn dadurch gewinnt Gold als Anlageoption an Attraktivität. Wenn Anleger höhere Zinserträge aus Anleihen oder Einlagen erwarten, führt dies umgekehrt dazu, dass sie oftmals ihre Bestände an Gold reduzieren und stattdessen in alternative Geldanlagen umschichten. Dadurch sinkt die Nachfrage und der Preis gibt entsprechend nach. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass sich der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Zinsen nicht linear darstellt und auch von einer Vielzahl anderer bereits genannter Faktoren abhängt. Zudem sollte man hierbei nicht nur auf die Entwicklungen im eigenen Land schauen, sondern die globalen makroökonomischen Trends betrachten.“

Warum sind einige Barren und Münzen günstiger als andere?

„Ein Gramm Anlagegold kostet umgerechnet nicht genauso viel wie ein Gramm eines Sammlerstücks. Anlagegold umfasst standardisierte Barren und Münzen, deren Preis auf dem reinen Goldwert und einem nur geringen Aufschlag für Produktion und Handling beruht. Diese Option eignet sich besonders für Käufer, die Gold zu Investitionszwecken und zur Notfallabsicherung erwerben wollen. Auf der anderen Seite stehen Sammlermünzen, die aufgrund ihres historischen oder ästhetischen Werts in der Regel einen vergleichsweise höheren Preis pro Gramm Gold besitzen. Auch wenn diese Stücke, abhängig von Faktoren wie Seltenheit, Erhaltungszustand und Nachfrage von Sammlern, eine zusätzliche Wertsteigerung erfahren können, eignen sie sich in der Regel eher für echte Liebhaber und Spezialisten. Bei Sammlerstücken muss bei einem späteren Verkauf jeweils ein Sammler oder Händler gefunden werden, der auch bereit ist, einen entsprechenden Aufschlag auf den Materialwert zu bezahlen. Reines Anlagegold in Form von Barren oder Standardmünzen hingegen kann man jederzeit zum jeweiligen Tageskurs unkompliziert an Edelmetallhändler oder Banken verkaufen.“

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Goldkauf oder -verkauf?

„Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da der optimale Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf auch von individuellen Umständen und Zielen abhängt. Viele Anleger betrachten Gold als langfristige Absicherung gegen wirtschaftliche Turbulenzen und halten daher unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen daran fest. Andere nutzen Gold, um von spontanen Handelsmöglichkeiten zu profitieren, indem sie die Marktbedingungen genau beobachten. Ganz gleich wie, es empfiehlt sich immer, sein Anlageportfolio zu diversifizieren und mit Gold krisenfest abzusichern. Da die Preisspanne vergleichsweise geringen Schwankungen unterliegt, spielt der Kaufpreis bei langfristigen Investitionen häufig keine entscheidende Rolle.“

Fälschungen erkennen und Edelmetalle überprüfen

Fälschungen verschiedener Goldmünzen im Vergleich zu echtem Krügerrand aus Gold.

Fälschungen verschiedener Goldmünzen im Vergleich zu echtem Krügerrand aus Gold.

Münzen, Barren oder Schmuck aus Edelmetall sind beliebte Investmentoptionen oder Geschenkideen. Dennoch lohnt es sich, bei einem Kauf besonders aufmerksam zu sein, da immer mal wieder Edelmetallfälschungen auf dem Markt kursieren.

Edelmetalle sollten zur Sicherheit nur bei seriösen und renommierten Händlern, Banken und Juwelieren gekauft werden. Um Fälschungen komplett ausschließen zu können, ist eine professionelle Analyse nötig, jedoch gibt es auch Merkmale, die Privatpersonen beachten können:

Die Prägung und Optik

Stimmt die Optik mit anderen Produkten des angegebenen Herstellers überein? Unterziehen Sie Barren und Münzen einer Sichtkontrolle. Vergleichen Sie die Prägequalität und -genauigkeit, die Oberfläche und das eigentliche Motiv mit echten Produkten des Herstellers oder zumindest Fotos von solchen. Barren und Münzen werden jeweils mit einem unveränderten Stempel hergestellt, wodurch alle Produkte einer Reihe gleich aussehen sollten. Aufgrund dessen ist ein optischer Unterschied Grund für Skepsis und ein möglicher Anlass für eine genauere Überprüfung.

Auch bei Schmuck kann die Optik Aufschluss über eine mögliche Fälschung geben. Kratzer oder Abnutzungen können bei echtem Edelmetall auftreten. Anders verhält es sich mit Anzeichen von Abblätterungen oder Rissen an der Oberfläche, diese können Indikatoren für eine Vergoldung oder Fälschung sein.

Fälschungen durch Gewicht und Maße erkennen

Edelmetallprodukte sollten gewogen und vermessen werden. Auf Barren und Münzen steht meist sowohl das Gewicht als auch der Feingehalt. Bei Edelmetallschmuck findet sich in den meisten Fällen ebenfalls eine Punze, welche den Feingehalt angibt.

Zuerst sollte also überprüft werden, ob das aufgeprägte Gewicht mit dem gewogenen Gewicht übereinstimmt. Weicht das punzierte Gewicht vom Originalgewicht ab, ist das verdächtig. Stimmt das Gewicht überein, sollten die Abmessungen überprüft werden. Durch das berechnete Volumen, multipliziert mit dem spezifischen Gewicht des Edelmetalls, kann ein Sollgewicht für das vorliegende Edelmetallprodukt errechnet werden.

Sicherheitsmerkmale, Verpackungen, Seriennummer und Zertifikat

Viele Münzen haben beispielsweise im Design enthaltene Sicherheitsmerkmale. Diese können Hintergrundstrukturen, Mikrogravuren, Tinkturlinien oder sich je nach Blickwinkel verändernde Prägungen sein. Wenn Ihnen ein Sicherheitsmerkmal bekannt ist, lohnt es sich vor einem Kauf, dieses zu überprüfen. Auch manche Barren sorgen durch ihr Design für eine höhere Fälschungssicherheit, beispielsweise durch Hologramme.

Verpackungen können Hinweise auf Fälschungen liefern. Hier kommt es vor allem auf die Optik und Abmessungen an. Wenn es sich um Neuware handelt, dann sollte zudem sichergestellt werden, dass die versiegelte Verpackung nicht schon einmal geöffnet wurde.

Bei Barren dienen Verpackungen teilweise auch als Zertifikat. Zertifikate an sich sind keine Garantie für die Echtheit des vorliegenden Produkts, denn auch sie lassen sich fälschen. Dennoch lohnt es sich die aufgeprägten Seriennummern der Barren mit den Nummern aus dem Zertifikat zu vergleichen. Fälschungssicherer werden Barren durch Seriennummern jedoch nicht, denn auch Fälschern ist es möglich eine Nummer auf Barren anzubringen.

Professionelle Anbieter

Wer sein Edelmetall von seriösen Anbietern bezieht, kann davon ausgehen, dass es sich um keine Fälschungen handelt. Die ESG bezieht ihre Ware direkt von den Herstellern oder über renommierte Zwischenhändler. Umlaufware aus dem Ankauf, welche wir wiederverkaufen, wird einer strengen und professionellen Analyse unterzogen.

Edelmetallkurse verändern sich stetig

Barren und Münzen verschiedener Hersteller und aus verschiedenen Metallen

Der Preis von Edelmetallen unterliegt Schwankungen. Doch wieso verändern sich die Edelmetallkurse für beispielsweise Gold, Silber, Platin und Palladium überhaupt stetig?

Grob gesagt verschieben sich die Edelmetallkurse unter anderem als Reaktion auf wirtschaftliche, politische und soziale Ereignisse. Der Begriff Edelmetallpreis im Allgemeinen steht für den Weltmarktpreis in Dollar für eine Feinunze des jeweiligen Edelmetalls wie Gold, Silber, Platin oder Palladium.

Was beeinflusst die Edelmetallkurse?

Innerhalb von schwierigen Zeiten, durch beispielsweise politische Konflikte oder Finanzkrisen, entsteht ein Wunsch nach sicheren Anlagen. Edelmetalle stellen für viele Anleger hier eine vergleichsweise sichere Investmentoption dar. Dies kann zu steigenden Kursen führen, da die Nachfrage an Edelmetallbarren und Münzen sprunghaft zunimmt. Eine starke Konjunktur und Wachstumsmärkte sorgen für mehr industrielle Produktion und Nachfrage. Edelmetalle gelten nicht nur als Anlageprodukt, sondern auch als Industrierohstoff. Somit profitieren ihre Preise auch von einer Zunahme der Nachfrage aus der Industrie und die Edelmetallkurse verändern sich.

Edelmetallinvestment

Edelmetalle im Allgemeinen haben ein begrenztes natürliches Vorkommen. Durch ihr reguliertes Vorkommen sind sie vor einem großen und plötzlichen Wertverlust geschützt. Das macht das Edelmetall in wirtschaftlich unsicheren Zeiten interessant. Es ist dennoch wichtig, dass man nicht vorschnell zu hohen Preisen Edelmetalle einkauft oder zu sehr niedrigen Preisen wieder verkauft. Im Bereich des Edelmetallinvestments ist eine regelmäßige und langfristige Investition empfehlenswert. Es ist also ratsam nicht nur in einer Krise, sondern auch während stabiler Marktverhältnisse zu investieren.

Den Schwerpunkt sollten Anleger dabei auf Gold setzen, aber auch Silber, Platin und Palladium eignen sich zur Diversifizierungen der persönlichen Kapitalanlage.

Münzen und Barren als Geldanlage

Produktmix Barren und Münzen

Barren der Hersteller Valcambi und Heraeus mit Maple Leaf Anlagemünzen

Edelmetalle eignen sich als Vermögensabsicherung oder zur Diversifizierung der eigenen Altersvorsorge. Sie gelten als stabile Wertanlage in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Gold und Silber, aber auch Platin oder Palladium lassen sich in verschiedenen Formen erwerben. Im Investmentbereich handelt es sich meist um Anlagemünzen oder Barren.

Anlagemünzen als interessante Investmentoption

Bullionmünzen aus Edelmetallen werden vergleichsweise nah am jeweiligen Edelmetallspot gehandelt. Der Wert dieser Münzen ergibt sich fast ausschließlich aus dem Börsenwert des Edelmetalls, wodurch die Verkaufs- und Ankaufspreise der Münzen den Schwankungen der Edelmetallkurse unterliegen. Zudem ist der Aufschlag auf den Börsenpreis vergleichsweise gering – er resultiert unter anderem aus den Herstellungskosten und dem Vertrieb der Münzen.

Bekannte Beispiele für Investmentmünzen sind die kanadische Anlagemünze Maple Leaf und der südafrikanische Krügerrand.

Die Maple Leaf Münze trägt ihren Namen aufgrund des jährlich abgebildeten Blattes des Zuckerahorns. Seit 1979 wird die Anlagemünze in Gold geprägt. 1988 kamen die Varianten in Silber und Platin dazu. Seit 2005 gibt es die Anlagemünze auch aus Palladium.

Maple Leaf Anlagemünzen aus Gold, Silber und Platin

Der Krugerrand, in Deutschland oft auch Krügerrand genannt, gehört zu den bekanntesten Anlagemünzen weltweit. Seit 1967 wird die Goldmünze jährlich geprägt. Als Silberanlagemünze wird der Krügerrand seit 2018 ausgegeben. Der Krügerrand bedient in Gold zudem eine hohe Stückelungsvielfalt.

Krügerrand Anlagemünzen aus Gold

Barren als flexibles Edelmetallinvestment

Barren zu Investmentzwecken sind in Gold, Silber, Platin, Palladium oder Rhodium erhältlich. Die Anlagebarren renommierter Hersteller wie Valcambi, Umicore oder Heraeus werden nahe am Edelmetallspot gehandelt und eignen sie sich daher als Investment. Sie sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, was sie zu einer flexiblen Anlageform und für verschiedene Budgets zugänglich macht.

Barren aus Gold, Silber, Platin und Palladium

Grundsätzlich kann man zwischen gegossenen und geprägten Barren wählen. Während Gussbarren Unikate sind, da jeder Barren herstellungsbedingt einzigartige Unregelmäßigkeiten und Erstarrungslinien aufweist, können Prägebarren komplexer gestaltet werden.

Als grober Richtwert empfiehlt es sich, 10 bis 20 Prozent des eigenen Kapitals allein in Gold zu investieren. Wer hierbei auf gängige Barren oder Investmentmünzen zurückgreift, der kauft vergleichsweise nahe am Spot ein und kann sein Edelmetall jederzeit problemlos wieder verkaufen.

Gold als wertvolle Geschenkidee

Motivgravuren auf 2,5g Goldbarren

Motivgravuren auf 2,5g Goldbarren

Gold dient in vielen Kulturen seit langem als zeitloses Geschenk zu Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten oder religiösen Festen. Es steht für Wohlstand, Wohlwollen und eine sichere Zukunft – neben dem Materialwert wird also auch Symbolik verschenkt.

Die Tradition Gold zu verschenken ist sehr verbreitet. Hierbei dient das glänzende Edelmetall nicht nur als wertvolle Aufmerksamkeit an den Beschenkten, sondern auch als Investition in die Zukunft, als Form des Sparens oder als Notgroschen. Unabhängig vom eigentlichen Anlass können Goldbarren und Goldmünzen liebevoll verpackt ein originelles, gut durchdachtes und wertvolles Geschenk sein, welches seinen Wert behält.

Die Tradition von Goldgeschenken

Gold war im Laufe der Geschichte und ist in vielen Religionen ein wichtiges Symbol. Bereits in der Bibel wird von den drei heiligen Königen berichtet, welche dem Jesuskind Weihrauch, Myrrhe und Gold als Geschenk darbringen. Aber auch in anderen Kulturen hat Gold eine Tradition als Geschenk. Die indische Göttin des Glücks und Wohlstandes Lakshmi ist beispielsweise eng mit Gold verbunden und während des indischen Lichterfests Diwali dient es als symbolvolles Geschenk. Aber auch das Lunarfest gilt in vielen Kulturkreisen als Zeit der Familie und des Schenkens, auch hier ist Gold eine beliebte Präsentidee.

Generell hatte und hat Gold in vielen Kulturen und Epochen einen einzigartigen Wert und eine unvergleichliche symbolische Bedeutung. Das Verschenken von Gold diente seit jeher als Ausdruck von Zuneigung, Bewunderung oder Hochachtung und hat einen hohen Stellenwert.

Warum Gold verschenken?

Goldgeschenke bedeuten nicht unbedingt eine große Investition seitens des Käufers. Barren sind aufgrund ihrer vielfältigen Stückelung bereits ab 0,5g erhältlich. Auch manche Münzen gibt es bereits ab 1g zu kaufen. Dennoch ist Gold ein Geschenk, mit langfristigem Materialwert und kann als Vorsorge verstanden werden. Gold wird aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit, der langen Tradition als Währungsmittel und seiner Bedeutung in der Industrie und im Investmentbereich immer ein gewisser Wert innewohnen.

Funkelnde Geschenkideen aus Gold

Gold ist eine vielfältige Geschenkoption – über Barren, gravierbare Edelmetallprodukte und Schmuck bis hin zu Münzen – der Kreativität im Bereich der Goldgeschenke sind kaum Grenzen gesetzt.

CombiBar-Geschenkbarren sind thematisch gestaltete Motivboxen, welche 0,5g oder 1g Goldbarren enthalten. Zu Anlässen wie Ostern, Hochzeit, Weihnachten, Geburtstag oder kirchlichen Festen verbreiten die liebevoll gestalteten Geschenkbarren Freude und zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Beschenkten.

Geschenkbarren aus Gold zu verschiedenen Anlässen Geschenkbarren aus Gold zu Ostern

Münzen in kleinen Stückelungen eignen sich ebenfalls als goldene Präsente. Neben Motivboxen mit 1/10oz Krügerrand-Münzen, werden viele andere Anlageklassiker ebenfalls in kleinen Stückelungen hergestellt. Passend verpackt wird so aus jeder Goldmünze ein Geschenk für die Ewigkeit.

Motivbox mit 1/10oz Krügerrand aus Gold

Goldbarren zu 2,5g mit anlassbezogenen Motivgravuren sind irisierend funkelnde Geschenkoptionen. Traumhaft gestaltete Motive mit Kleeblättern, einem kleinen Schneemann, Herzen, Tauben oder Luftballons verbreiten gute Laune und stellen gleichzeitig aufgrund der verlustfreien Gravurtechnik einen bleibenden Materialwert dar. Die Feingoldbarren im Querformat zu verschiedenen Grammeinheiten bieten alternativ auch die Möglichkeit einer persönlichen Textgravur als Botschaft an den Beschenkten.

Gold hat eine lange Geschichte im Bereich Schmuck. Neben gravierbaren Anhängern, Ketten und Armbändern sind Schmuckanhänger in der Form von Herzen oder Kreuzen ein zeitloses Geschenk an Ihnen wichtige Menschen.

Schmuckanhänger aus Gold Schmuckanhänger in Kreuzform aus Gold

Glückwünsche aussprechen, von Herzen verschenken, alles Gute oder frohe Ostern wünschen – das Jahr ist voll mit Gelegenheiten, um Mitmenschen mit Goldgeschenken eine Freude zu machen. Verschenken Sie nicht nur eine Aufmerksamkeit für den Moment.

Kapsel, Tube, Masterbox oder in Folie – Münzen sicher lagern

Goldmünzen: Krügerrand, Maple Leaf und Wiener Philharmoniker

Goldmünzen: Krügerrand, Maple Leaf und Wiener Philharmoniker

Münzen aus Edelmetall dienen als Anlageprodukte, sie können jedoch auch ein kunstvolles Liebhaberstück sein. Unabhängig vom Grund der Anschaffung, gibt es diverse Möglichkeiten, Münzen sicher zu lagern.

Kratzer, Fingerabdrücke oder andere Beschädigungen an Oberflächen von Anlage- und Sammlermünzen können bei unvorsichtiger Lagerung entstehen. Gerade bei Münzen mit aufwendigen Motiven sind optisch auffällige Schäden ärgerlich. Um Investitionen oder Sammelstücke vor äußeren Einflüssen bestmöglich zu schützen, gibt es verschiedene Optionen.

Münzkapseln

Kapseln sind eine gängige Verwahrungsvariante für Münzen. Sie sind mit verschiedenen Durchmessern erhältlich, sodass man möglichst passgenaue Münzkapseln für die eigenen Münzen wählen kann. Meist werden sie aus durchsichtigem, kratzfestem und robustem Polystyrol hergestellt. Dadurch lässt sich jede Münze weiterhin von beiden Seiten betrachten, jedoch ist sie gegen äußere Beschädigungen geschützt. Es gibt die Kapseln entweder zum Zusammenstecken von Deckel und Boden oder mit Drehverschluss. Manche Kapseln werden auch fest verschlossen und vom Hersteller versiegelt, wie es bei den Goldmünzen der Arche Noah der Fall ist.

Gekapselte Münzen sind unempfindlicher und können daher gestapelt, durcheinander gelegt oder angefasst werden, ohne dass es so einfach zu Beschädigungen oder Verschmutzungen kommt.

Arche Noah Goldmünzen in Kapsel Münzkapseln des Herstellers Lindner

Münzen in Folie

Münzen können in Folie verpackt werden. Es gibt hierbei beispielsweise die Variante von Münztaschen, welche beliebig geöffnet und verschlossen werden können. Allerdings sind manche Münzen auch vom Hersteller in Folie verschweißt, wie es bei der chinesischen Panda-Anlagemünze der Fall ist. Die dicke Folierung schützt vor Kratzern, die beispielsweise durch Reibung an Oberflächen oder anderen Münzen entstehen können. Gegen stärkere Einflüsse wie beispielsweise einen Sturz schützen die Münztaschen jedoch nicht ausreichend, sodass Dellen entstehen können. Zudem lassen sich die folierten Münzen aufgrund der schlechten Stapelbarkeit weniger platzsparend lagern.

China Panda Goldmünzen in Folie

Münzen in Tubes

Münztubes sind Plastikröhren mit Deckel. Je nach Münze oder Hersteller passen unterschiedlich viele Münzen in Tubes. Sie gelten als stabile und wieder verschließbare Verpackungsart. Manche Hersteller bieten unter anderem die Kunststoffröhren als Originalverpackungen für Bullionmünzen an. Sie sind eine beliebte Investmentform für jene, die eine große Menge an Investmentmünzen auf einmal erwerben möchten. Münzen werden hierbei direkt aufeinandergestapelt und haben in passgenauen Tubes kaum Spielraum, um sich zu bewegen. Die Münzen sind platzsparend und sicher verpackt, was die Lagerung der Tubes praktisch macht.

Krügerrand Münzen in Silber und Gold, Tube Britannia Münzen in Silber, Tube

Masterboxen

Eine Masterbox ist eine stabile Verpackung für mehrere Tubes oder Münzrollen (mehrere gekapselte Münzen als Rolle verschweißt). Je nach Hersteller, beziehungsweise Münze, passen um die 500 Münzen in eine Masterbox und die Optik der Box an sich variiert. Da die Münzen zum einen durch Kapseln oder Tubes geschützt werden und zusätzlich von einer Masterbox umgeben sind, ist diese Art der Lagerung sehr sicher. Meist werden Münzen auch von der Prägestätte in diesen Boxen an Händler verschickt, damit die Münzen auf ihrem Weg bestmöglich verpackt sind. Zudem ist die Lagerung platzsparend und praktisch, da Masterboxen bedenkenlos gestapelt werden können.

Arche Noah, Masterbox, Monsterbox Silbermünze Bounty, Masterbox, Monsterbox

Silbermünze Maple Leaf, Masterbox, Monsterbox

Illustrierte Verpackungen

Bei Münzen mit Sammelwürdigkeit in den Ausführungen Polierte Platte oder Hochrelief sind speziell gestaltete Boxen als Verpackung keine Seltenheit. Diese weisen meist ein passgenaues Bett auf, in welchem die Münze platziert wird. Die Box selbst besteht oft aus robustem Material mit Deckel und bietet einen hohen Schutz gegenüber äußeren Einflüssen. Bei diesen Münzen bietet es sich daher an, sie in der Originalverpackung zu lagern.

1×1 Goldinvestment – was Sie wissen sollten

Goldmünzen Krügerrand 2024 und ein 1kg Goldbarren von Valcambi

Goldmünzen Krügerrand 2024 und ein 1kg Goldbarren von Valcambi

Gold gilt seit jeher als eine der sichersten und wertstabilsten Formen der Geldanlage. Käufer schätzen das Edelmetall als eine zuverlässige Absicherung des Vermögens. Doch das Angebot an Investmentprodukten ist vielfältig. „Vor dem Erwerb der ersten Barren oder Münzen kommen vielen Interessierten darum häufig Fragen zur Auswahl der richtigen Produkte, insbesondere zu Art, Menge und zur Echtheit“, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, und verrät: „Wer sich einmal mit den verschiedenen Anlageoptionen auseinandersetzt, kann sich langfristig über ein sinnvolles Investment freuen.“

Optionen im Blick

Physisches Anlagegold gibt es als Barren und Münzen zu kaufen. Da das Material dasselbe bleibt, spielt es keine entscheidende Rolle, für welche Form sich Anleger entscheiden. Dominik Lochmann erklärt: „Für diejenigen, die Freude am Sammeln haben, mögen goldene Münzen mit vielfältigen Motiven besonders ansprechend sein. Sammlerstücke, die sich beispielsweise durch die limitierte Ausgabe, die Ausführung oder ihre historische Seltenheit auszeichnen, können zwar eventuell auch höher als zum Goldwert gehandelt werden, sind aber nicht so schnell und unkompliziert zu verkaufen wie reines Standard-Investmentgold. Um hier einen optimalen Preis zu erzielen, muss man zunächst einen Sammler finden, dem genau dieses Stück bzw. dieser Jahrgang fehlt oder die Münzen in Auktionen bringen. Wer Gold als Notgroschen oder reines Investment sieht, will unkompliziert und schnell verkaufen, wenn er Gold gegen Geld tauschen möchte, und sollte eher zu Barren oder Standard-Goldmünzen wie dem Krügerrand, kanadischen Maple Leafs oder dem Wiener Philharmoniker greifen.“

Risiko streuen

Anleger mit einem starken Sicherheitsbedürfnis wählen meist ausschließlich Gold, da die Preise anderer Edelmetalle stärker schwanken. Zusätzlich punktet es dadurch, dass beim Kauf keine Mehrwertsteuer anfällt. „Trotz verschiedener Vorteile des gelben Edelmetalls lohnt es sich, sein Portfolio zu diversifizieren und etwa 70 Prozent der Edelmetallanlage in Gold, 20 Prozent in Silber sowie jeweils 5 Prozent in Platin und Palladium zu investieren. Diese Mischung bietet sowohl ausgewogene Sicherheit durch den hohen Goldanteil als auch gute Wachstumschancen durch die anderen Edelmetalle“, rät Lochmann.

Echtheit sicherstellen

Ohne Erfahrungswerte hegen viele Erstanleger die Sorge, beim Kauf auf mögliche Betrüger hereinzufallen. Dabei gibt es verschiedene Anzeichen, anhand derer sich fragwürdige Verkäufer von seriösen unterscheiden lassen. „Ein erster Anhaltspunkt ist der Preis. Bei Angeboten, die unter dem aktuellen Goldwert liegen, ist Skepsis angebracht. Keiner verkauft schließlich einen 100 Euro Schein für 50 Euro. Ein Vergleich mit dem momentanen Goldpreis, der leicht online auf den Websites von Edelmetallhändlern und Banken zu finden ist, gehört zum A und O“, betont Lochmann. Identische Seriennummern sowie ein ungewöhnlich geringes Gewicht sind ebenfalls Hinweise auf möglichen Betrug. Um Sicherheit bei seinem Investment zu haben, empfiehlt es sich daher bei zertifizierten Händlern oder Banken und nicht bei unbekannten Personen in Online-Auktionshäusern oder auf Flohmärkten zu kaufen.

Kostenfallen umgehen

Neben dem reinen Materialwert fallen für jeden Barren und jede Münze zusätzliche Kosten für die Prägung an. Insbesondere für Anleger, die mehrere kleinere Barren bevorzugen, kann dies zu Nachteilen führen. In Relation zum Materialwert fällt der Aufpreis bei kleinen Stückelungen deutlich höher aus. Dominik Lochmann empfiehlt: „Für Kleinanleger sind daher sogenannte CombiBars eine geeignete Option. Da diese Tafelbarren im Verbund mehrerer kleiner Barren zu 0,5g, 1g oder 1/10oz geprägt werden und nicht einzeln, fällt nur eine Prägegebühr für die ganze Tafel an. Gleichzeitig kann diese Form von Barren leicht in kleinere Abschnitte oder einzelne Barren geteilt werden, ähnlich wie bei einer Schokoladentafel. Dies ermöglicht einen flexiblen Verkauf und erweist sich als praktisch, gerade bei spontanen Anschaffungen.“

Punzen als gängige Feingehaltskennzeichnung

Goldschmuck aus verschiedenen Legierungen mit Punzen.

Goldschmuck aus verschiedenen Legierungen mit Punzen.

Punzen und Stempel finden sich in verschiedenen Bereichen der Edelmetallverarbeitung. Sie geben meist Auskunft über den Feingehalt des verwendeten Edelmetalls in der vorliegenden Edelmetalllegierung.

Was sind Punzen?

Punzen sind eingestempelte Zeichen oder Worte und Zahlen. Sie werden genutzt, um beispielsweise den Feingehalt einer Legierung zu kennzeichnen. Bei Schmuck kommen häufig auch die entsprechenden Initialen oder Zeichen des Herstellers, der Prüfstelle, des Kennzeichnungsjahrs oder des Herkunftslandes als Stempelung vor. Der Name Punze kommt vom verwendeten Schlagstempel, denn genaugenommen trägt dieser den Namen Punze.

Die Verwendung von Punzen

Gängig sind Punzen heutzutage vor allem bei Schmuck aus Edelmetall. Bei Schmuckstücken wird an einer unauffälligen Stelle eine sehr kleine Punze mit den wichtigsten Daten zum verwendeten Material hinterlassen. Auf gegossenen Barren sind ebenfalls Stempel zu finden, welche den Feingehalt kennzeichnen. Generell gibt es jedoch keine einheitlichen Vorgaben, was Positionierung oder Optik von Punzen angeht. Auf heutigen Münzen sind Punzen untypisch, in der Antike oder dem Mittelalter waren Punzierungen mit dem Siegel des Herrschers jedoch keine Seltenheit.

Punzen sind in Deutschland nicht verpflichtend. Werden jedoch dennoch Punzierungen eingesetzt, sind Verkäufer für die Korrektheit der gestempelten Angaben zum Feingehalt haftbar. Auch ohne Verpflichtung haben Punzen einen praktischen Nutzen, denn durch sie ist der Feingehalt direkt ersichtlich. Außerdem erwecken sie aufgrund der Regelung, dass sie der Wahrheit entsprechen müssen, Vertrauen. Punzen ersetzen allerdings keine professionelle Materialanalyse, denn durch entsprechende Werkzeuge ist ihre Fälschung möglich.

Beispiele von Punzen

Je nach Material und Feingehalt werden Edelmetallgegenstände mit einer anderen Punze gekennzeichnet. Beispiele sind 333 oder 8k (Karat) für einen Goldgehalt von 33,3%. 925 steht für Sterlingsilber, welches häufig in der Schmuckproduktion eingesetzt wird. Es hat einen Feingehalt von 92,5% Silber. Der Silbergehalt kann allerdings auch in Lot gekennzeichnet werden.

Eine Übersicht gängiger Edelmetalllegierungen finden Sie hier.

Punze 585 Punze 750 Gold Punze 14 Karat Gold Punze 375 Gold

Punzen als Anhaltspunkt zur Wertermittlung

Gestempelte Feingehaltsangaben sind ein Anhaltspunkt für mögliche Bestandteile und somit für den Materialwert. Zwar geben sie keine finale Auskunft, über einen Ankaufswert und sind keine 100%ige Garantie, sie können jedoch zur groben Einschätzung vor einem möglichen Verkauf dienen.

Wenn Sie eine Einschätzung zum Wert von Ihrem edelmetallhaltigen Material berechnen möchten, können Sie unseren Ankaufsrechner verwenden.