
Goldschmuck aus verschiedenen Legierungen mit Punzen.
Punzen und Stempel finden sich in verschiedenen Bereichen der Edelmetallverarbeitung. Sie geben meist Auskunft über den Feingehalt des verwendeten Edelmetalls in der vorliegenden Edelmetalllegierung.
Was sind Punzen?
Punzen sind eingestempelte Zeichen oder Worte und Zahlen. Sie werden genutzt, um beispielsweise den Feingehalt einer Legierung zu kennzeichnen. Bei Schmuck kommen häufig auch die entsprechenden Initialen oder Zeichen des Herstellers, der Prüfstelle, des Kennzeichnungsjahrs oder des Herkunftslandes als Stempelung vor. Der Name Punze kommt vom verwendeten Schlagstempel, denn genaugenommen trägt dieser den Namen Punze.
Die Verwendung von Punzen
Gängig sind Punzen heutzutage vor allem bei Schmuck aus Edelmetall. Bei Schmuckstücken wird an einer unauffälligen Stelle eine sehr kleine Punze mit den wichtigsten Daten zum verwendeten Material hinterlassen. Auf gegossenen Barren sind ebenfalls Stempel zu finden, welche den Feingehalt kennzeichnen. Generell gibt es jedoch keine einheitlichen Vorgaben, was Positionierung oder Optik von Punzen angeht. Auf heutigen Münzen sind Punzen untypisch, in der Antike oder dem Mittelalter waren Punzierungen mit dem Siegel des Herrschers jedoch keine Seltenheit.
Punzen sind in Deutschland nicht verpflichtend. Werden jedoch dennoch Punzierungen eingesetzt, sind Verkäufer für die Korrektheit der gestempelten Angaben zum Feingehalt haftbar. Auch ohne Verpflichtung haben Punzen einen praktischen Nutzen, denn durch sie ist der Feingehalt direkt ersichtlich. Außerdem erwecken sie aufgrund der Regelung, dass sie der Wahrheit entsprechen müssen, Vertrauen. Punzen ersetzen allerdings keine professionelle Materialanalyse, denn durch entsprechende Werkzeuge ist ihre Fälschung möglich.
Beispiele von Punzen
Je nach Material und Feingehalt werden Edelmetallgegenstände mit einer anderen Punze gekennzeichnet. Beispiele sind 333 oder 8k (Karat) für einen Goldgehalt von 33,3%. 925 steht für Sterlingsilber, welches häufig in der Schmuckproduktion eingesetzt wird. Es hat einen Feingehalt von 92,5% Silber. Der Silbergehalt kann allerdings auch in Lot gekennzeichnet werden.
Eine Übersicht gängiger Edelmetalllegierungen finden Sie hier.

Punzen als Anhaltspunkt zur Wertermittlung
Gestempelte Feingehaltsangaben sind ein Anhaltspunkt für mögliche Bestandteile und somit für den Materialwert. Zwar geben sie keine finale Auskunft, über einen Ankaufswert und sind keine 100%ige Garantie, sie können jedoch zur groben Einschätzung vor einem möglichen Verkauf dienen.








Seriennummern finden sich auf vielen Barren von namhaften Herstellern – über Valcambi und Heraeus hin zu C.HAFNER oder Umicore. Doch wozu sind sie gut?
Gelegentlich besteht der Wunsch nach einem Zertifikat für gekaufte Edelmetallprodukte. Einige Hersteller gehen diesem Anliegen nach und legen ihren Produkten Zertifikate bei. Ein Zertifikat ist jedoch – insbesondere bei Investmentbarren und Anlagemünzen – nicht ausschlaggebend für den Wert des jeweiligen Produkts. Bei Sammlerobjekten kann dies anders sein.
Während Banken in den USA und der Schweiz in finanziellen Schwierigkeiten steckten, ist der Goldkurs beinahe auf ein Rekordhoch gestiegen. Auch wenn Gold im Gegensatz zu Aktien und anderen Wertpapieren als überaus wertstabil gilt, wirken sich Krisen und globale Veränderungen auf den Wert des gelben Edelmetalls aus. Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, erklärt: „Aktuell wird der Goldpreis unter anderem durch Zukäufe von Zentralbanken und einer stabilen Investmentnachfrage in die Höhe getrieben. Damit bewährt sich das wertvolle Edelmetall als sichere Anlagemöglichkeit in ungewissen Zeiten.“
Die New Zealand Mint ist eine Edelmetallprägeanstalt in Privatbesitz in Auckland, Neuseeland. Dort werden Sammler- und Anlagemünzen produziert, die Prägestätte stellt jedoch keine offiziellen Umlaufmünzen des Neuseeländischen Dollars her. Deren Herstellung wird hauptsächlich in der Royal Mint und der Royal Canadian Mint vorgenommen.