Archiv der Kategorie: Goldmünzen

Goldmünzenset – Kings & Queen

Die Geschichte der Goldmünze Sovereign ist schon über 500 Jahre alt. Sie ist ein offizielles Zahlungsmittel des Vereinigten Königreichs und wurde erstmals am 28. Oktober des Jahres 1489 auf Geheiß des englischen Monarchen König Heinrich VII ausgegeben. Bereits zum damaligen Zeitpunkt hatte die Münze keinen offiziellen Nominalwert. Der Wert errechnete sich ausschließlich über das Gewicht. Zu Beginn belief sich der Goldgehalt auf circa 15,01 Gramm bei einem Gesamtgewicht von etwa 15,55 Gramm, wurde jedoch im Laufe der Zeit mehrfach angepasst. Heinrich VIII reduzierte den Goldgehalt auf 22 Karat, was einem Feingewicht von ungefähr 14,25 Gramm entspricht. Er führte den Sovereign auch als Standardmünze im gesamten englischen Königreich ein.

Der ursprüngliche Sovereign hat jedoch bezüglich des Aussehens, seinem Goldgehalt und seinen Maßen nichts mit unserer modernen Variante gemeinsam. Der Goldanteil wurde den sich stetig verändernden Goldpreisen angepasst. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Sovereign von anderen Goldmünzen, unter anderem dem Guinea, verdrängt.

Im Jahr 1816 setzte König George III die Maße des Sovereign im englischen Münzgesetz fest und ließ im darauffolgenden Jahr 1817 den ersten modernen Sovereign, wie wir ihn heute kennen, prägen. Das Goldfeingewicht beträgt seitdem 7,322g, die Dicke 1,52mm und der Durchmesser 22,05mm. Das Raugewicht der Münze beläuft sich auf 7,988g. Die Goldmünze war über einen langen Zeitraum die Kurantmünze des Britischen Empires und gebräuchliches Zahlungsmittel. Er wurde nicht nur in England sondern auch in allen englischen Kolonien mit eigenen Goldvorkommen geprägt.

Anhand des Prägezeichens kann die jeweilige Prägestätte festgestellt werden.

Münzzeichen Prägestätte Prägeland
Ohne Zeichen London England
I Bombay Indien
C Ottawa Kanada
M Melbourne Australien
P Perth Australien
S Sydney Australien
SA Pretoria Südafrika

Mit Beginn des ersten Weltkriegs verschwand der Sovereign als Zahlungsmittel in Großbritannien, wurde aber vorerst in den englischen Kolonien weitergeprägt. Durch die Abschaffung der goldgedeckten Währung in Südafrika endete die Ära des Sovereigns als Umlaufmünze.

Im Jahr 1957 nahm die Royal Mint die Prägung des Sovereigns wieder auf. Sie wird seither mit dem Portrait von Königin Elizabeth II als Anlagemünze ausgegeben.

Sovereign-Goldmünze – Königin Victoria

Prinzessin Alexandrina Victoria von Kent wurde am 24.05.1819 im Kensington Palast in London geboren. Kaum eine Herrscherin oder Herrscher hat ihre oder seine Epoche so geprägt wie Königin Victoria. Mit jungen 18 Jahren bestieg sie am 20.06.1837 den englischen Thron und wurde somit zur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Sie beerbte Ihren Onkel, König William V, der keine eigenen Kinder als Nachfolger hatte. Im Jahr 1840 heiratete Victoria ihren Cousin mütterlicherseits, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Königin Victoria und Albert führten eine glückliche Ehe aus der 9 Kinder hervorgingen. Sie waren durch deren Hochzeiten und Nachkommen mit fast allen Adelshäusern in Europa verwandt, wodurch Victoria auch den Beinamen „Großmutter Europas“ erhielt. Ab 1876 wurde sie zusätzlich zur Kaiserin von Indien ernannt. Victoria hatte insgesamt 63 Jahre und 7 Monate den Thron inne und herrschte über ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung. Nach ihr wurde ein ganzes Zeitalter benannt – das Viktorianische Zeitalter. Königin Victoria verstarb am 22.01.1901.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Sovereign-Goldmünzen zählen die Ausgaben mit dem Portrait von Königin Victoria. Von ihr gibt es fünf unterschiedliche Motive aus drei unterschiedlichen Zeiten. Man unterscheidet zwischen „Young Head“ (1838–1887), „Jubilee Coinage“ (1887–1893) und „Old Head“ (1893–1901).

Sovereign-Goldmünze – König Eduard VII

Kronprinz Albert Edward wurde am 09.11.1841 im Buckingham Palast geboren und war der älteste Sohn von Königin Victoria. Bereits vier Wochen nach seiner Geburt wurde ihm der Titel eines „Prince of Wales“ verliehen. Kronprinz Eduard wurde jedoch erst mit 59 Jahren, am 09.08.1902 zum König gekrönt. Er war damit nach Wilhelm IV der zweitälteste Thronfolger. König Eduard VII war der erste britische Monarch aus deutschem Adelsgeschlecht. Ebenso wie seine Mutter blieb auch Eduard der Proklamation zum Kaiser von Indien fern. In Großbritannien gab es zu Beginn seiner Herrschaft einige Vorbehalte, die aus heutiger Sicht zu Unrecht waren. König Eduard VII führte nach seiner Krönung sein außenpolitisches Engagement fort. Der Höhepunkt dessen war die Aussöhnung mit Frankreich in Form des Abkommens Entente cordiale.

Seit dem Prägejahr 1902 wurden Sovereign-Goldmünzen mit dem Portrait von Eduard VII geprägt und im Britischen Weltreich ausgegeben. Das Münzbild blieb während der gesamten Regierungszeit unverändert. Lediglich der Prägestätten-Buchstaben, welcher Auskunft über die Münzherkunft gibt und der jeweiligen Prägestadt zuzuordnen ist, variiert. Neben London und den bereits unter Victoria eröffneten drei Niederlassungen der Royal Mint in Australien eröffnete Eduard eine fünfte Prägestätte im kanadischen Ottawa, um das dort geförderte Gold zu Münzen zu verarbeiten und in Kanada als Zahlungsmittel ausgeben zu können. Die dort geprägten kanadischen Sovereign-Goldmünzen erhielten den Prägebuchstaben C für Kanada. Im Laufe der Jahre vermischten sich dann aufgrund des internationalen Handels die Sovereigns der einzelnen Prägeländer.

Sovereign-Goldmünze – König Georg V

Seine Königliche Hoheit Prinz George Frederick Ernest Albert von Wales wurde am 03.06.1865 in London geboren. Aufgrund der internationalen Heiratspolitik seiner Großeltern war Georg ein Cousin des russischen Zaren Nikolaus II und des deutschen Kaisers Wilhelm II. Auf Wunsch seiner Großmutter Victoria wurde Georg am 06.07.1893 mit Maria von Teck vermählt. Obwohl es sich bei der Hochzeit um ein Arrangement handelte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige Liebe, die bis zu ihrem Lebensende anhielt. Während des ersten Weltkrieges verschärften sich die Feindseligkeit gegenüber dem Britischen Königshaus. Es stand aufgrund der deutschen Verbindungen immer stärker in der Kritik. König Georg V sah sich zu einem beachtlichen Schritt gezwungen. Er gab alle deutschen Adelstitel auf und änderte seinen Namen von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor.

Das Portrait von König Georg V auf den Sovereign-Münzen wurde während der gesamten Prägezeit nur einmal sehr leicht verändert. Ab dem Jahre 1929 ist sein Kopf etwas schmaler mit marginal weiter geöffnetem Auge abgebildet.

Die Randschrift rund um das Portrait von Georg V lautet GEORGIVS V (Georg V), D.G. (Abkürzung für Dei Gratia bzw. von Gottes Gnaden), BRITT:OMN:REX (Britanniarum Omnium Rex bzw. König aller Briten), F.D. (Fidei Defensor bzw. Verteidiger des Glaubens), IND (Indiae bzw. von Indien), IMP (Imperator bzw. Kaiser).

Das Australian Nugget

Der Fund des weltweit größten Goldnuggets, „Welcome Stranger“, hat sich dieses Jahr bereits das 150. Mal gejährt. Anlässlich des Jubiläums des historischen Goldfundes legt die Perth Mint das „Australian Nugget“ in leicht überarbeiteter Form sowohl als Gold- wie auch als Silbermünze auf. Beide Münzen haben einen Feingehalt von 99,99% Gold bzw. Silber und werden jeweils mit einem Gewicht von 1oz angeboten.

Das „Welcome Stranger“ mit einem Bruttogewicht von 109,59 kg (Nettogewicht 72,02 kg) ist das größte jemals gefundene Goldnugget der Welt. Es hatte die stattliche Größe von ca. 61 cm x 31 cm. Der Feingoldgehalt betrug 97,97%, was einem Feingoldgewicht von 70,56 kg entspricht.

Das Nugget wurde am 05. Februar 1869 durch die Goldgräber John Deason und Richard Oates bei Moliagul im australischen Bundesstaat Victoria in nur drei Zentimetern Tiefe gefunden. Da es zur Zeit des Fundes noch keine Möglichkeit gab, das Gewicht zu ermitteln, wurde es durch den Schmied Archibald Walls mühsam über Nacht auf einem Amboss in drei Stücke zerschlagen. Die Goldgräber brachten die drei Teile zur London Chartered Bank of Australia in Dunolly und erhielten dafür insgesamt £ 9.381 (heutiger Wert ca. € 2.500.000,-). Das Gold wurde eingeschmolzen und am 21. Februar 1869 in Form von Barren auf dem Dampfschiff „Reigate“ nach Melbourne zur Bank of England transportiert.

1986 wurde die Goldmünze „Australian Nugget“ mit dem Motiv des „Welcome Stranger“ erstmals aufgelegt. Da die Nachfrage bei Weitem nicht den Erwartungen entsprach, wurde das Motiv ab 1990 durch das inzwischen sehr beliebte, jährlich wechselnde Motiv des Kängurus ersetzt. Die Gold- und Silbermünze wird mit einem Nennwert zwischen 1 und 100 Dollar sowie einem Gewicht zwischen 1/20 Unze und einer Unze geprägt.

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„Altes Gold für neue Hoffnung“

Als Teil eines internationalen Verbundes aus 191 nationalen Gesellschaften – der größten humanitären Organisation der Welt – leistet das Deutsche Rote Kreuz Hilfe bei Katastrophen, für Menschen, die sich in Konfliktsituationen befinden sowie bei gesundheitlichen oder sozialen Notlagen. Das DRK bietet weltweit operativ humanitäre Hilfe und erfüllt zahlreiche nationale Aufgaben.

Die ESG unterstützt aus Überzeugung die gemeinnützige Organisation Deutsches Rotes Kreuz e.V. bei Ihrem Wirken im In- und Ausland. Durch eine Spende kann jeder einen Beitrag leisten – ob als Privatperson oder Unternehmen.

Helfen auch Sie mit Ihrem Altgold oder Ihren anderen edelmetallhaltigen Materialien, die Gold, Silber, Platin, Palladium oder Rhodium enthalten, aktiv mit, neue Hoffnung zu schaffen – und zwar genau an den Stellen, wo sie am meisten benötigt wird.

Als Kooperationspartner der Aktion „Altes Gold für neue Hoffnung“ übernimmt die ESG die Analyse und Verarbeitung Ihres edelmetallhaltigen Materials und leitet den resultierenden Gutschriftsbetrag an das Spendenkonto des DRK weiter.

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The Royal Mint Ltd.

Die königliche Münzprägestätte Großbritanniens – die Royal Mint – fertigt jährlich Münzen und Medaillen für durchschnittlich 40 Länder und zählt als weltweit führende Exportprägeanstalt. Als staatseigene Münzstätte, die sich seit 2009 zu 100 Prozent im Besitz des Finanzministeriums Ihrer Majestät befindet, liegt ihre Aufgabe jedoch in erster Linie in der exklusivrechtlichen Versorgung des Vereinigten Königreichs mit Münzen, Rohlingen und offiziellen Medaillen. Die Prägekapazität umfasst pro Woche circa 90 Millionen Münzen und Rohlinge – auf das gesamte Jahr gerechnet also nahezu 5 Milliarden.

Vor über 1.100 Jahren entstanden, war die Prägeanstalt historisch Teil einer Reihe von Prägestätten, die zur zentralisierten Herstellung von Münzen für das Königreich England, ganz Großbritannien und schließlich den größten Teil des Britischen Reiches errichtet wurden. Die ursprüngliche Londoner Prägeanstalt, aus der die Royal Mint als Nachfolger hervorgeht, wurde 886 n. Chr. gegründet und befand sich etwa 800 Jahre lang im Tower of London, bevor sie zum heutigen Royal Mint Court wechselte und dort bis in die 1960er Jahre blieb. Als Großbritannien dem Rest der Welt bei der Dezimalisierung seiner Währung folgte, zog die Royal Mint in eine neue Fabrik in Llantrisant, South Wales, wo sie seitdem beheimatet ist und über 900 Angestellte beschäftigt.

In Großbritannien gilt die Royal Mint als Nationalschatz. Doch auch für den Rest der Welt ist sie für über ein Jahrtausend an Erfahrung, den Einsatz innovativer Spitzentechnologie und ein Höchstmaß an Prägequalität bekannt. Zu den bedeutendsten Investmentmünzen der Royal Mint zählen unter anderem die britischen Gold-Sovereigns, die Britannia-Münzen aus Gold und Silber, sowie die goldenen und silbernen Ausgaben des Münzprogramms „The Queen’s Beast“.

Krügerrand – eine Erfolgsgeschichte in Rotgold

Der Krügerrand gilt als die erste und somit älteste rein zu Anlagezwecken geprägte Goldmünze. Sie wurde 1967 mit dem Ziel entwickelt, der allgemeinen Bevölkerung eben jene Vermögenswerte zugänglich zu machen, die durch den südafrikanischen Goldabbau gewonnen wurden. Der Nennwert eines Gold-Krügerrands wird traditionell in Unzen angegeben, um zu verdeutlichen, wie nah der Wert am tatsächlichen Goldpreis liegt. Auch garantiert die staatliche South African Reserve Bank jederzeit einen Ankauf zum jeweils tagesaktuellen Goldkurs.

Um die Münze lange handelbar und robust zu gestalten, besteht ein klassischer Krügerrand im Gegensatz zu den später entwickelten Feingold-Pendants wie Maple Leaf oder Australian Kangaroo aus der lange bewährten 22-Karat-Rotgoldlegierung mit Zugabe von 8,34% Kupfer. Da der Feingoldgehalt des Krügerrands exakt eine Feinunze (31,1g) beträgt, kommt er somit insgesamt auf ein Gewicht von 33,93g. Seit 1980 haben sich als Standardgrößen neben der typischen 1oz-Version die kleineren Größen 1/2oz, 1/4oz und 1/10oz etabliert. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Erfolgsmünze im Jahre 2017 sowie im darauffolgenden Jahr wurden die Sondergrößen 50oz, 5oz, 2oz, 1/20oz, 1/50oz sowie limitierte Sonderausgaben in Silber und Platin hergestellt. Ab August 2018 gibt es den Krügerrand nun offiziell auch als silberne Bullionmünze.

Die zeitlosen Motive auf Avers und Revers der Münze haben sich in den über 50 Jahren seit ihrer Einführung kaum verändert. Auf der Bildseite befindet sich seit jeher das Abbild von Paul Kruger – dem ehemaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik – umrahmt von der Landesbezeichnung auf Afrikaans und Englisch. Kruger dient ebenfalls als Namensgeber für die berühmteste Anlagemünze der Welt. Der zweite Teil des Namens geht auf die offizielle südafrikanische Währung Rand zurück.

Die Wertseite des Krügerrands zeigt das Wappentier Südafrikas – die afrikanische Springbock-Antilope „Randy“ – auf einem detaillierten Ausschnitt der Halbwüste Karoo. Oberhalb des Springbocks befindet sich der Name der Münze. Zu beiden Seiten des Wappentiers stehen links das Jahrhundert und rechts das Prägejahr. Der Steppenausschnitt wird von der zweisprachigen Angabe des Edelmetalls auf Afrikaans und Englisch und dem entsprechenden Gewicht in Unzen umfasst. Auf der silbernen Version der Bullionmünze befindet sich zusätzlich zur Gewichtsangabe der Nominalwert R1 – 1 Rand. Rechts der Steppe ist das Kürzel CLS des Bildhauers Coert Steynberg zu sehen, der das weltberühmte Springbockmotiv entwarf. Seit 2017 befindet sich links unterhalb der Antilope zudem der Miniaturschriftzug „Krugerrand“.

Von seiner Geburtsstunde an als optimal handelbare Ein-Unzen-Ausgabe wurde der Krügerrand bis heute bereits über 60 Mio. Mal in unterschiedlichen Ausführungen und Größen produziert. Seit die Deutsche Bank 1969 zum ersten internationalen Distributor der weltweit akzeptierten und handelbaren Bullionmünze wurde, geht nahezu jeder dritte Krügerrand nach Deutschland.

Sie erhalten den Krügerrand bei der ESG stets zum aktuellen Preis in Abhängigkeit vom jeweiligen Gold- oder Silberkurs.

Rand Refinery (Pty) Ltd.

Die südafrikanische Rand Refinery im Höhenzug Witwatersrand, der für seine enorm reichen Goldvorkommen bekannt ist, kann bereits auf fast 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1920 von der Transvaal Chamber of Mines gegründet, um das in den Minen Südafrikas gewonnene Gold und Silber zu raffinieren. Im Jahr darauf erlangte die Raffinerie für ihre 400-Unzen-Goldbarren erstmals die Akkreditierung für den Good Delivery Status der LBMA.

Seit der Gründung wurden durch die Rand Refinery nunmehr über 50.000 Tonnen Gold verarbeitet, was nahezu einem Drittel der bisher weltweit geförderten Menge entspricht. Bis heute hat sich die Edelmetallraffinerie einen beständig guten Ruf für ihre Vertrauenswürdigkeit und die tadellose Qualität geschaffen. Sie verfügt über Akkreditierungen an allen anerkannten Edelmetallbörsen der Welt und ist einer von nur fünf offiziellen Sachverständigen der LBMA.

Neben dem Schmelzen und der Raffination von Edelmetallen umfasst das Leistungsspektrum der Rand Refinery die Verarbeitung der Nichtedelmetalle Kupfer und Nickel sowie die Behandlung von leicht radioaktivem Material. Zudem bietet das Unternehmen die Logistik samt hochsicherem Transport und Verwahrung von hochwertigen Gütern und die Evaluierung und Analyse eben solcher. Auch die Herstellung von Halbzeugen für die Schmuckindustrie und von Rohlingen für Münzprägestätten wie die South African Mint sind Teil des breiten Geschäftsfeldes.

Höchste Anerkennung und Bekanntheit erlangte die Rand Refinery jedoch nicht zuletzt durch die Ausgabe des Krügerrands – der ersten und ältesten Goldmünze, die zu reinen Anlagezwecken geprägt wurde. Die Rohlinge der international meistgehandelten Anlagemünze werden ausschließlich von der Edelmetallraffinerie gefertigt, von der South African Mint mit äußerster Präzision geprägt und wiederum durch die Rand Refinery vermarktet.

Investment-Check: Goldmünzen

Schon seit vielen Jahrhunderten zählen Münzen zu den begehrtesten Sammelobjekten. Doch nicht nur passionierte Sammler, auch Anleger setzen seit geraumer Zeit auf diese Form des Edelmetalls. So wird zwischen Sammel- und Anlagemünzen unterschieden. „Anlagemünzen werden ähnlich wie Goldbarren vor allem zu Investmentzwecken gehandelt. Der Sammelgedanke ist hierbei untergeordnet“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Barren oder Münzen?

Als Anlagemünzen gelten sowohl eigens zu Investmentzwecken produzierte Münzen als auch ältere Umlaufgoldmünzen, die früher tatsächlich als Währung dienten. Letztere kommen allerdings nur infrage, wenn von ihnen noch eine hohe Stückzahl verfügbar ist, denn nur dann liegt ihr Wert dicht am Goldpreis. Gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare, fallen sie in die Kategorie der Sammelmünzen und werden über dem reinen Materialwert gehandelt. In einigen anderen Ländern zahlen Anleger auf Goldmünzen, anders als auf Barren, keine Steuern. In Deutschland spielt es letztendlich keine Rolle, ob sich Käufer für Goldmünzen oder für Barren entscheiden, denn Anlagegold ist hier in jeglicher Form steuerfrei. Wer Spaß am Sammeln hat, kann sein Edelmetallportfolio hierzulande also auch problemlos mischen. „Wir empfehlen immer, die Produkte zu kaufen, die am dichtesten am Goldpreis gehandelt werden. Bei einem späteren Verkauf bringt alles denselben Preis pro Gramm. Je günstiger Anleger einkaufen, umso höher ist nach einem Kursanstieg also ihr Gewinn“, weiß Dominik Lochmann.

Besonders begehrt

Als beliebte Anlagemünzen gelten die südafrikanischen Krügerrands, die kanadischen Maple Leafs und die australischen Känguru-Goldmünzen. Erstmals 1967 produziert, stellt der Krügerrand die wohl bekannteste Goldmünze der Welt dar. Aufgrund seiner 22 Karat Goldlegierung mit Kupferbeimischung gilt er außerdem als ausgesprochen robust. Maple Leaf und Känguru zählen mit einem hohen Goldgehalt von 999,9 zu den Feingoldmünzen. Beide sind ebenfalls international bekannt und werden dicht am Goldpreis gehandelt. Bei den Umlaufgoldmünzen gehören die alten preußischen Kaiserreich-Goldmünzen, die englischen Sovereigns, die Schweizer Vrenelis und die alten französischen Franc-Goldmünzen zu den Favoriten der Anleger. „Ihren Charme macht aus, dass sie vor langer Zeit tatsächlich als Währung genutzt wurden. Sie haben somit schon zwei Weltkriege und andere historische Ereignisse überstanden. Ob sich Anleger nun allerdings für eigens produzierte Investmentmünzen oder für die älteren Umlaufmünzen entscheiden, ist Geschmackssache“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.

Valcambi SA

Die Schweizer Edelmetallraffinerie Valcambi widmet sich seit 57 Jahren der Raffination und Verarbeitung von Edelmetallen. Die Firma gehört zu den größten Goldbarrenproduzenten der Welt und verschickt ihre Edelmetallprodukte rund um den Globus. Das hochgradig zertifizierte Unternehmen – unter anderem durch die LBMA und den LPPM – beliefert internationale Banken und Edelmetallhändler mit Barren unterschiedlicher Gewichte und Ausprägungen. Zu erkennen sind die Barren, die oft nicht das Valcambi-Logo sondern das Kundenlogo zeigen, am kleinen, bescheidenen „CHI Essayeur Fondeur“-Schmelzerzeichen der Firma.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen ins Jahr 1961 zurück, als die Raffinerie unter dem Namen Valori & Cambi in Balerna im Schweizer Tessin gegründet wurde. Stark gewachsen ist die Firma dann ab 1968 mit der Übernahme durch die Credit Suisse und die darauffolgenden Akkreditierungen für die LBMA und COMEX. Einige Zeit lang gehörte Valcambi dann zu Newmont Mining und seit 2017 der GGR – Global Gold Refineries Ltd., der Muttergesellschaft des größten indischen Goldhändlers.

Das Leistungsspektrum der Valcambi SA umfasst, neben der Raffination und Herstellung von hochwertigsten fertigen und halbfertigen Edelmetall- und Investmentprodukten, Lösungen zur bankenunabhängigen Lagerung von Edelmetallgütern. Des Weiteren steht das Unternehmen Kunden mit logistischer Kompetenz und Finanzierungsangeboten zur Seite. Im hochmodernen Testlabor prüft und gewährleistet Valcambi mit akkreditierten Testmethoden nach ISO/IEC 17025 die Reinheit von Edelmetallprodukten und sichert die herausragenden Produktions- und Umweltstandards des Unternehmens.

Besonderen Wert legt die Edelmetallraffinerie auf vollkommene Transparenz bezüglich aller Prozesse, eine auf Nachhaltigkeit bedachte Produktion und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das lückenlos dokumentierte und durch unabhängige Auditoren geprüfte Valcambi Green Gold ist von der Mine bis zum fertigen Produkt nachvollziehbar. Es wird ausschließlich in Minen geschürft, die strengsten Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards genügen und für eine strikte Einhaltung aller Menschenrechte stehen.

In den letzten Jahren entstanden aus der Kooperation zwischen Valcambi und der ESG zahlreiche Projekte und innovative neue Investmentprodukte. So werden unter anderem die durch die ESG patentierten CombiBar® Tafelbarren von Valcambi nicht nur produziert, sondern auch international vertrieben. Als neuestes Gemeinschaftsprodukt sind nun die nachhaltig produzierten Responsible-Gold Auropelli-Barren in unterschiedlichen Größen zwischen 1 Gramm und 100 Gramm erhältlich.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf www.Responsible-Gold.de

Kurantmünzen im Fokus

Bei einer Investition in Goldmünzen greifen die meisten Anleger zu klassischen Anlagemünzen wie dem Krügerrand, dem Wiener Philharmoniker oder dem American Eagle. Diese Münzen haben sich als Investment bewährt und werden bereits seit Jahrzehnten in hohen Auflagen in die ganze Welt exportiert. Allerdings lohnt es sich ebenfalls den Blick auf eine andere Münzgattung zu richten – Kurantmünzen.

Abgeleitet aus dem französischen „courant“ für laufend – versteht man unter dem Begriff „Kurantmünze“ eine historische Umlaufmünze, die bereits als offizielle Währung kursierte und gehandelt wurde. Des Weiteren sind die vorwiegend aus Silber oder Gold bestehenden Münzen stets von hohem Feingehalt. Um sie robuster und als umlaufendes Tauschmittel geeignet zu gestalten, beträgt die Reinheit aufgrund der hohen Verformbarkeit von Edelmetallen ungleich vielen Anlagemünzen nicht 999.9, sondern entspricht üblicherweise einem Feingehalt 900/1000 oder 916/1000.

Der Preis liegt bei vielen Prägungen, die damals nicht nur als Sondermünze, sondern als  tatsächliche Umlaufmünze geprägt wurden, häufig sehr nahe am Spot – dem aktuell gültigen Edelmetallpreis. Da die Münzen historischen Ursprungs sind, ist die Verfügbarkeit am Markt zwar nicht endlos, aber bei vielen Sorten doch oft erstaunlich gut. Zustand und Prägequalität sind hier, sofern Gewicht und Prägebild noch innerhalb der Toleranz liegen eher zweitrangig, der Goldwert steht im Vordergrund. Diese alten Münzen haben gegenüber modernen Investmentmünzen außerdem den Charme, dass damit einst tatsächlich bezahlt wurde. Unsere Urgroßeltern gingen damit tatsächlich einkaufen, bzw. legten schon damals für schlechte Zeiten diese Goldmünzen zur Seite. Die Münzen haben teilweise 2-3 Kriege überstanden und erfüllten bereits mehrmals in schweren Zeiten ihre Funktion der Werterhaltung.

Kurantmünzen wie z.B. die alten deutschen 20 Mark Reichsgoldmünzen, die französischen 10 und 20 Francs Münzen, schweizer Goldvrenelis, britische Sovereigns oder italienische 20 Lire Münzen sind somit nicht nur etwas für Münzsammler, sondern aufgrund des oft geringen Aufgeldes auch eine echte Alternative für Goldanleger, anstelle neu geprägter Anlagemünzen oder schlichter Goldbarren.

Goldkauf für Einsteiger

„Menschen investieren nicht in Gold, um reich zu werden, sondern um nicht arm zu werden“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG. Mit einem entsprechenden Anlagehorizont und etwas Glück lassen sich zwar Kursgewinne realisieren, der Großteil der Anleger setzt die Priorität beim Golderwerb jedoch auf die Vermögensabsicherung. Begründen lässt sich die Stabilität von Gold in seiner seit Jahrtausenden bewährten Funktion als weltweit sicheres Tausch- und Zahlungsmittel und mit seiner begrenzten Menge. Denn im Gegensatz zu den nationalen Währungen lässt es sich nicht unbestimmt vermehren.

Optimaler Einstiegspunkt

Vor allem zu wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten werden Befürchtungen bezüglich der finanziellen Absicherung laut. Der Besitz von physischem Gold ermöglicht es, Vermögen und Liquidität unabhängig von Banken und Regierungen zu halten. Seit jeher gilt Gold als sicherer Hafen, auch wenn sich der Goldkurs wie aktuell unspektakulär seitlich bewegt. Es ist zu beobachten, dass politische und wirtschaftliche Nachrichten den Kurs lange nicht so stark beeinflussen wie vor einigen Jahren. Da es seit Ende der Eurokrise keine großen Auf- und Abwärtstrends gibt, spielt der Zeitpunkt des Einstiegs nur eine untergeordnete Rolle. Bei regelmäßigen Investitionen glätten sich überdies kurzfristige Schwankungen.

Münzen, Barren oder Papiergold

Ein Investment in Gold eignet sich prinzipiell für jeden, der sein Vermögen auf unterschiedliche Arten absichern möchte. „Es empfiehlt sich, 10 bis 20 Prozent des eigenen Kapitals in das Edelmetall zu investieren“, so der ESG-Experte. Für eine kurzfristige Investition eignet sich physisches Gold eher nicht, da die Aufschläge bei Barren und Münzen aufgrund von Produktions-, Präge- und Logistikkosten höher sind als bei Wertpapieren oder Fonds. Zudem ist die Veräußerung von Anlagegold nach einer Haltedauer von 12 Monaten steuerfrei. Banken und Edelmetallhändler bieten eine große Auswahl an Gold zu Investmentzwecken. „Wir raten, auf gängige Barren oder Investmentmünzen wie den Krügerrand zurückzugreifen. Deren Kaufpreis bewegt sich im Vergleich zu Sammlermünzen nahe am Spot – dem jeweils aktuellen Edelmetallpreis – und sie können jederzeit problemlos verkauft werden. Wer besonders günstig Gold erwerben möchte, kann auf sogenannte Resale-Barren diverser Händler achten. Durch kleine Makel können diese nicht mehr als prägefrisch verkauft werden. Auf den tatsächlichen Wert des Goldes wirkt sich das jedoch nicht aus“, empfiehlt Lochmann.

Richtig aufbewahren

Vor dem Kauf gilt es des Weiteren zu überlegen, ob man die Edelmetallanlage zu Hause in einem passenden Versteck oder Tresor aufbewahren oder aber in einem Bankschließfach verwahren lassen möchte. Hierzu sollte man Faktoren wie den geplanten Wert des Goldinvestments, die Verfügbarkeit und die Sicherheit berücksichtigen. In jedem Fall sollte unbedingt die vorhandene Hausratversicherung informiert oder eine speziell orientierte Versicherung zu Rate gezogen werden.