Goldmünze 8g Panda 2017 (China)
Die Panda-Goldmünzen zählen zu den bekanntesten Anlageprägungen der Welt. Diese 2017-Ausgabe enthält 8g Feingold mit einer Reinheit von 999 Tausendteilen und weist einen Nennwert von hundert Yuan auf. Seit der Umstellung der gesetzlichen Vorgaben werden die Gewichte der Münzen nicht mehr in Unzen, sondern in Gramm angegeben.
Das Münzbild ist in drei parallel verlaufende Ebenen unterteilt. Die schmalen Felder oben und unten zeigen Bambusblätter, die spiegelbildlich angeordnet sind. Den größten Raum nimmt die mittlere Szene ein: Vor einem dichten Bambushintergrund sitzt ein Großer Panda. Mit seinen Vorderpfoten hält er einen Zweig, während er sich in entspannter Haltung aufrichtet und seine Hinterbeine nach vorne streckt. Neben dem Tier steht der Nennwert in chinesischen Schriftzeichen. Unterhalb des Motivs finden sich Angaben zu Gewicht und Goldgehalt der Münze. Die Wappenseite präsentiert die berühmte Halle des Erntegebets im Himmelstempel von Peking. Das rund 38 Meter hohe Bauwerk beeindruckt mit seiner mehrstufigen Dachkonstruktion im Stil traditioneller Pagoden. Die Darstellung ist von einem breiten Ring umgeben, der oben die chinesische Bezeichnung der Volksrepublik China und unten das jeweilige Ausgabejahr trägt.
Sowohl das Tiermotiv als auch das Bauwerk haben eine besondere Stellung in der chinesischen Symbolwelt. Der Große Panda ernährt sich fast ausschließlich von Bambus und verbringt täglich viele Stunden mit der Nahrungssuche. Für die Tiere stellt Bambus trotz seines geringen Nährwerts und der schwer verdaulichen Fasern die wichtigste Nahrungsquelle dar, von der sie täglich große Mengen aufnehmen. Zudem ist der Panda heute ein international anerkanntes Symbol für Naturschutz. Seine Population konnte in den letzten Jahren stabilisiert werden.
Der Himmelstempel wiederum wurde im frühen 15. Jahrhundert unter Kaiser Yongle errichtet und diente als Zeremonienstätte für Gebete um eine erfolgreiche Ernte. Aufgrund seiner kulturellen und architektonischen Bedeutung gehört der weitläufige Komplex seit Ende der Neunziger zum UNESCO-Weltkulturerbe.