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Reichsgoldmünzen aus dem Deutschen Kaiserreich sind in den Nennwerten 5 Reichsmark, 10 Reichsmark und 20 Reichsmark geprägt worden. Alle Münzen bestehen aus einer Goldlegierung mit 900 Tausendstel Feingehalt, also 90 % Goldanteil und 10 % Kupfer.
Die Reichsgoldmünzen wurden zwischen 1871 und 1915 geprägt. Für die Anlage sind vor allem häufig geprägte Münzen interessant, da diese gut verfügbar sind, als Anlagegold gelten und somit mehrwertsteuerfrei gehandelt werden können. Vor allem große Gebiete wie Preußen, Bayern oder Baden gaben die Kaiserreichsmünzen überwiegend in hohen Auflagezahlen aus.
Die 20 Mark Münzen zeichnen sich durch ihre robuste Legierung aus 900 Tausendstel Gold und Kupfer aus, was ihnen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Kratzern verleiht. Dank ihrer weit verbreiteten Prägung in ganz Deutschland sind sie im Handel gut erhältlich und erfreuen sich großer Nachfrage. Ihre Preise bewegen sich vergleichsweise nahe am aktuellen Goldkurs. Zudem bietet diese Stückelung durch ihre praktische Größe eine attraktive Kombination aus Flexibilität und Liquidität.
Die Herkunft der Münze, etwa Preußen oder Bayern, beeinflusst den Materialwert nicht, da alle Reichsgoldmünzen den gleichen Feingehalt und dasselbe Gewicht entsprechend der Nennwerte besitzen. Für die reine Anlage spielen daher Prägeort und Motiv meist nur eine untergeordnete Rolle. Für Sammler hingegen sind Herkunft und Prägeanstalt oft interessantere Kriterien.
Die Jaegernummern sind ein etabliertes Katalogisierungssystem zur Identifikation von Reichsgoldmünzen verschiedener Prägejahre und Varianten. Für Anleger dienen sie hauptsächlich als Orientierung zur genauen Münzdefinition. Die Bewertung innerhalb der Anlage orientiert sich vorrangig am Feingehalt und Gewicht zusammen mit dem Goldkurs – also dem Materialwert der Goldmünze.
Die Kurantmünzen aus Gold des Deutschen Kaiserreichs zählen zu den klassischen Edelmetallmünzen Europas und vereinen historische Bedeutung mit einem hohen Materialwert. Geprägt zwischen 1871 und 1918, stehen diese Münzen für eine Epoche, in der der Nennwert direkt durch den Goldgehalt gedeckt war und sie im Alltag als Zahlungsmittel verwendet wurden. Heute lassen sich diese traditionsreichen Stücke bequem im ESG Onlineshop kaufen, wodurch sowohl Anleger als auch Sammler Zugang zu einem Stück deutscher Geschichte erhalten. Der Erwerb über unseren Onlineshop ermöglicht eine einfache Abwicklung inklusive sicherer Lieferung.
Im Fokus stehen dabei vor allem die Münzen mit den Nennwerten 5 Mark, 10 Mark und 20 Mark, die sich durch standardisierte Gewichte, einheitliche Legierungen, hohe Wiedererkennbarkeit und meist hohe Prägezahlen auszeichnen. Kaiserreich Goldmünzen, welche in hohen Prägeauflagen ausgegeben wurden und als Anlage dienen, werden im Normalfall nahe am Edelmetallspot gehandelt und sind eine beliebte Form in physisches Gold zu investieren.
Kurantmünzen sind mehr als reine Zahlungsmittel vergangener Zeiten – sie sind Sachwerte mit intrinsischem Edelmetallgehalt. Die Goldmünzen des Kaiserreichs bestehen aus 900/1000 Gold und einem übrigen 100 Tausendstel Kupferanteil, der ihnen ihre typische rötlich-goldene Farbe verleiht und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit erhöht.
Für Anleger ergibt sich daraus eine solide Möglichkeit, physisches Gold zu kaufen und langfristig das eigene Vermögen abzusichern. Gleichzeitig üben diese Münzen durch ihren historischen Kontext eine besondere Faszination aus. Neben Motivvariationen – meist Porträts regierender Herrscher und Wappen – existieren unterschiedlichen Jahrgänge aus verschiedenen Prägestätten und Regionen.
Die Kurantmünzen aus Gold des Deutschen Kaiserreichs wurden in drei zentralen Stückelungen ausgegeben, die sich durch Gewicht, Größe und Randgestaltung unterscheiden:
Alle Varianten folgen einem einheitlichen Legierungsstandard und sind damit mit unterschiedlichen Stückelungen moderner Bullionmünzen vergleichbar. Beim Wunsch, größere Mengen zu erwerben, finden sich die 20 Mark Münzen auch in Tubes zu 50 Stück, in denen sie innerhalb der wieder verschließbaren Kunststoffröhren sicher aufbewahrt sind.
Die Gestaltung der Kaiserreich Goldmünzen ist geprägt von klaren grafischen Elementen. Die Porträtseite zeigt in der Regel ein seitlich ausgerichtetes Abbild des jeweiligen Herrschers, ergänzt durch dessen Namen und Titel. Eine Ausnahme bilden die freien Hansestädte wie Hamburg, Bremen und Lübeck, deren Münzen statt eines Porträts das jeweilige Stadtwappen tragen.
Die Wappenseite wird vom eindrucksvollen Reichsadler geziert. Dieser trägt die preußische Kaiserkrone, hält Reichsapfel und Zepter und zeigt auf der Brust ein weiteres Wappenschild mit dem Hohenzollernwappen. Umrahmt wird das Motiv von einer ornamentalen Bordüre aus Adlern und Kreuzen, ergänzt durch die Umschrift "Deutsches Kaiserreich", den Nennwert und das Prägejahr. Von dieser Darstellung existieren verschiedene Versionen. Ein feiner, perlenartiger Rand fasst beide Seiten zusätzlich ein, was ein typisches haptisches Merkmal darstellt.
Zur eindeutigen Identifikation werden alle Kaiserreichsmünzen oft nach den sogenannten Jaegernummern katalogisiert. Dieses System geht auf den Numismatiker Kurt Jaeger zurück und dient bis heute als Standardreferenz. Diese Einordnung gilt als wichtige Orientierung, um gezielt bestimmte Jahrgänge, Varianten oder seltene Stücke zu erkennen.
Ein wesentliches Merkmal der Kaiserreich Goldmünzen ist ihre dezentrale Herstellung. Zahlreiche Prägestätten im gesamten Reich waren an der Produktion beteiligt, was sich in unterschiedlichen Münzzeichen widerspiegelt:
Zu den Ländern gehörten:
sowie die verschiedenen Herzogtümer wie:
Diese breite geografische Streuung zeigt die föderale Struktur des Kaiserreichs und erklärt, warum sich selbst innerhalb eines Jahrgangs Unterschiede bei Verfügbarkeit, Motiv und Seltenheit ergeben können. Münzen kleinerer Prägestätten oder mit kurzer Prägezeit sind heute oft schwerer zu finden und entsprechend weniger als Anlage geeignet.
Neben den Prägestätten spielten auch die Münzgraveure und Medailleure eine entscheidende Rolle für das Erscheinungsbild. Zu den bekannten Künstlern zählen unter anderem:
Diese Künstler prägten mit ihren Entwürfen das Erscheinungsbild der Kaiserreich Goldmünzen. Trotz der formalen Einheitlichkeit zeigen sich bei genauer Betrachtung feine Unterschiede in Stil, Porträtgestaltung und Detailausarbeitung.
Der Kauf von Kurantmünzen ermöglicht einen direkten Einstieg zum Investment in physisches Gold mit historischem Mehrwert. Durch die standardisierten Gewichte und Legierungen sowie gute Verfügbarkeit lassen sich die Münzen unkompliziert handeln und in bestehende Edelmetallportfolios integrieren. Ob einzelne Stücke oder gezielte Auswahl bestimmter Länder – im ESG-Onlineshop können Anleger passende Münzen auswählen, sicher bestellen und bequem liefern lassen. Die Kombination aus Materialwert und Geschichte macht diese Münzen zu einer spannenden Option für langfristige Vermögenssicherung.
Das Deutsche Kaiserreich wurde im Jahr 1871 nach dem Sieg Preußens im Deutsch-Französischen Krieg gegründet und vereinte eine Vielzahl zuvor souveräner Staaten unter einer gemeinsamen politischen und wirtschaftlichen Ordnung. Dazu gehörten unter anderem Preußen, Bayern, Württemberg, Sachsen, Baden, aber auch kleinere Fürstentümer wie Reuß älterer Linie, Reuß jüngerer Linie, Schwarzburg-Rudolstadt oder Schaumburg-Lippe.
Ein zentrales Element dieser neuen Einheit war die Einführung einer gemeinsamen Währung: die Mark. Mit ihr wurde ein einheitliches Münzsystem geschaffen, das auf dem Goldstandard basierte. Dennoch behielten viele Bundesstaaten ein wichtiges Privileg: das Recht zur eigenen Münzprägung. Genau diese Besonderheit führte zur heute bekannten Vielfalt an Kaiserreich Goldmünzen.
Die Unterschiede in den Auflagen ergeben sich vor allem aus der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und politischen Bedeutung der jeweiligen Staaten. Große Königreiche wie Preußen oder Bayern ließen deutlich höhere Stückzahlen prägen, da sie eine größere Bevölkerung und stärkere Wirtschaftskraft besaßen. Kleinere Fürstentümer hingegen produzierten oft nur geringe Mengen – teilweise auch nur zu besonderen Anlässen oder in kurzen Zeiträumen. Zusätzlich spielten historische Ereignisse eine Rolle: Regierungswechsel, Jubiläen oder wirtschaftliche Schwankungen beeinflussten die Prägezahlen. Manche Münzen wurden nur wenige Jahre oder sogar nur in einzelnen Jahrgängen ausgegeben, was ihre heutige Seltenheit erklärt.
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Abdankung des Kaisers im Jahr 1918 endete auch die Ära der Kurantmünzen aus Gold im Deutschen Reich. Die nachfolgende Währungsentwicklung entfernte sich zunehmend vom Goldstandard, wodurch diese Münzen ihre ursprüngliche Funktion als Umlaufgeld verloren. Heute bleiben sie jedoch ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Geldgeschichte und bieten eine einzigartige Möglichkeit, Gold zu kaufen, das nicht nur materiellen, sondern auch historischen Wert besitzt.