Die mexikanische 50 Pesos Goldmünze Centenario besteht aus einer 900/1000 Goldlegierung. Es handelt sich um ehemalige Umlauf-Goldmünzen mit üblichen Gebrauchsspuren. Diese wurden in so hoher Stückzahl geprägt, dass sie heute als Anlagemünzen fungieren.
Die Motivseite ziert die frontal abgebildete Siegesgöttin, welche einen Lorbeerkranz hochhält - als Symbol für den erfolgreichen Freiheitskampf. Im Hintergrund sind die beiden berühmten mexikanischen Vulkane „Iztaccihuatl" und „Popocatepetl" abgebildet. Links neben der Figur findet sich das Nominal „50 Pesos" und rechts die Angabe „37,5 Gr. Oro Puro". Unterhalb der Vulkankämme befinden sich randbogenanpassend die Zahlen 1821 für das Jahr der Unabhängigkeit auf der einen Seite und auf der anderen das Jahr der Prägung. Von der Vulkanlinie der einen zur anderen Seite spannt sich eine randständige Zierleiste.
Eine Ausnahme dieser Gestaltung bilden die Münzen des Jahres 1943, denn hier fehlt die Angabe des Nominals. Stattdessen steht auf beiden Seite jeweils „37,5 Gr. Oro Puro".
Die andere Münzseite zeigt den dem mexikanischen Wappen entsprechenden Adler, der hier abweichend vom Wappen frontal mit ausgestreckten Flügeln dargestellt ist. Von einer Sage der Azteken abgeleitet, hockt der Adler auf einem Feigenkaktus (Opuntia). Der Kaktus wächst auf einem Felsen, der aus dem Wasser eines Sees ragt. Der Adler hält eine sich windende Schlange mit dem Vorderkörper mit dem Schnabel und den Hinterleib mit dem rechten Fang fest, als Symbol des Sieges des Guten über das Böse. Unterhalb des Bildes findet sich ein offener Kranz aus einem Eichenlaubzweig auf der einen Seite und einem Lorbeerzweig auf der anderen. Vom einen Zweigende zum anderen reicht ein Bogen mit den Worten „Estados Unidos Mexicanos". Des Weiteren findet sich randständig ein münzumfassender Zierrand. Der Münzrand trägt statt der häufigen Kerben die Inschrift „Independicia y Libertad".
Der rötliche Goldton der Münzen und das höhere Gewicht ergibt sich aus der Beilegierung von Kupfer. Eigentlich sollten die Prägungen 1949 eingestellt werden. Wegen der großen Nachfrage wurden bis 1972 rund 4 Millionen Stück Nachprägungen vorgenommen, die aber alle 1949 als Prägejahr aufweisen.