Die hier gezeigte Goldmünze aus der Epoche des Deutschen Kaiserreichs ist eine original Umlaufmünze und wurde insgesamt 1.203.304-mal aufgelegt. Sie ist im Jaeger-Katalog, dem wichtigsten Zitierwerk für die deutschen Prägungen dieses Zeitabschnitts, unter der Jaeger-Nr. 259 gelistet.
Motivseitig ist zunächst ein Perlrand zu erkennen. Unmittelbar darunter folgt die Legende "JOHANN V. G. G. KOENIG VON SACHSEN". In der Mitte ist das Porträt von König Johann mit nach links gewandtem Blick dargestellt. Zu den markanten Merkmalen der Darstellung zählen die groß geratene Nase, sowie das spitze Kinn. Sein Deckhaar trägt der Monarch zur Seite gekämmt. Unter dem Porträt trägt der Avers das Prägezeichen "E" der Münzprägestätte Dresden.
Auf der Kehrseite wird der Perlrand analog der Vorderseite konsequent weitergeführt. Hier schließt sich die Legende "DEUTSCHES REICH" an. Diese ist geteilt in "DEUTSCHES" im linken und "REICH" im rechten Feld. Die Mitte der Münze auf der Wertseite nimmt das groß gestaltete Kaiserliche Wappen ein. Dieses zeigt einen Reichsadler, über dessen Haupt sich die Kaiserkrone schwebend erhebt. Auf Brusthöhe hält der Adler einen Schild, auf dem ein preußischer gekrönter Adler mit den Reichsinsignien zu sehen ist. Der preußische Adler hält ebenfalls einen Schild, auf dem das Wappen der Familie der Hohenzollern abgebildet ist. Auf Höhe des Abschnitts liest sich der Nominal "20 M." und unterhalb des Kaiserwappens abschließend das Ausgabejahr "1872".
Johann von Sachsen war unter dem Pseudonym "Philalethes" als Übersetzer von Dante Alighieris "Göttlicher Komödie" tätig, veröffentlichte diese und ist deshalb der Nachwelt bis heute bekannt.