Goldmünze 1oz "Panda" 2014 (China)
Seit 1982 liefert die Panda-Münzserie aus China Jahr für Jahr neue Motive eines oder mehrerer Pandas. Diese aus dem Jahr 2014 stammenden Goldmünzen stellen die letzte Reihe dar, in welcher noch die Gewichtsangabe in Unzen besteht. Ab dem Folgejahr 2015 wechselt die Gewichtseinheit zu einer Gramm-Angabe.
Die Motivseite zeigt drei horizontal übereinanderliegende Abschnitte: Am oberen Rand ist eine Krone aus sich stapelnden und ineinander hineinragenden Bambusblättern zu sehen. Deren Fläche sticht plastisch hervor und ist durch einen sichtbaren Schnitt von der darunter folgenden Ebene getrennt. Diese stellt die größte Oberfläche sowie das Zentrum der Münze dar und zeigt über schlicht gestaltetem Boden einen Panda, der vor einer Wand aus hoch gewachsenem Bambus auf einem Ast turnt. Ebendieser Ast ragt von der linken unteren Ecke dieser Fläche hinauf und der spielende Panda wirkt je nach Schattenwurf besonders plastisch. Unter dem Panda ist in deutlicher Schrift der Nennwert von 500 chinesischen Yuan vermerkt. Die letzte Motivebene ist eine exakte Spiegelung der Oberen und gibt mit "1oz Au .999" Auskunft zu Gewicht und Feingehalt.
Die Kehrseite zeigt wie in jedem Jahr den "Himmelstempel", einen Opferaltar aus Chinas Hauptstadt Peking, der die "Halle des Erntegebetes" beherbergt. Dieses von historischer hoher Signifikanz geprägte Gebäude entstammt antiken Zeiten, in denen bereits Kaiser der Ming- sowie Qing-Dynastien in jedem Frühjahr im Tempel für die Ernte beteten. Auf der Münze ist das Bauwerk mit seinem dreistufigen Dach detailreich in matter Optik abgebildet, was es auf der glänzenden Oberfläche des Hintergrunds besonders herausstechen lässt. Umschlossen wird diese Seite der Münze von einem breiteren, matten Ring. In diesem lesen sich oberhalb chinesische Schriftzeichen, die sich mit: "Volksrepublik China" übersetzen lassen, woran sich am unteren Rand das Prägejahr 2014 anschließt.
Der motivgebende "Große Panda" ist als einer der bekanntesten Vertreter der chinesischen Tierwelt ein würdiges Motiv für diese Serie. Als eine der optisch wahrscheinlich einzigartigsten Bärspezies wurde er wegen seiner sinkenden Verbreitung als Symbol des World Wildlife Fund for Nature, kurz WWF, gewählt. Heimisch ist der Panda in den isolierten Bergregionen in Chinas Südwesten, in Provinzen wie Sichuan, Shaanxi und Gansu. Dort markieren sie in subtropischen Berghängen mit dichter Bewaldung ihren natürlichen Lebensraum. Letzterer erlebte allerdings gezwungenermaßen durch klimatische Veränderungen sowie menschliche Einflüsse einen immensen Rückgang, wodurch der große Panda temporär vom Aussterben bedroht war. Seit 2016 hat sich die Population allerdings wieder stabilisiert und sie gilt nur noch als gefährdet. Dafür haben Naturschutz, Aufforstung sowie das gezielte Leihen von Pandas in Zoos aller Welt gesorgt.