1904 prägte die Prägestätte in Stuttgart 349.671 Münzen mit dem Abbild des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. Die Goldmünze wird der Jaegernummer 295 zugeordnet. Kurt Jaeger war ein deutscher Numismatiker und der Autor des noch immer führenden Katalogs deutscher Münzen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Zu sehen ist König Wilhelm der Zweite mit kurzem Haar und Vollbart. Das Konterfei wurde von Karl Schwenzer entworfen und ist nach rechts ausgerichtet. Im Design ist ebenfalls die Umschrift "WILHELM II KOENIG VON WUERTTEMBERG" und das Münzzeichen "F" der Münze Stuttgart enthalten. Umgeben wird die Münzseite von einer feinen Zierperlung entlang des Münzrandes.
Dreht man die 10 Mark Goldmünze, blickt man erneut auf einen Zierrand aus Perlen. Es folgt die geteilte Aufschrift "DEUTSCHES REICH". Sowohl links, als auch rechts am Rand der Münze steht demnach eines der beiden Worte. Oben mittig ist die Kaiserkrone mit fliegenden Bändern dargestellt. Sie thront über dem Reichsadler, welcher in seiner Mitte ein Brustschild trägt. Es zeigt einen gekrönten preußischen Adler, welcher den Schild der Hohenzollern zeigt. Das Ausgabejahr "1904" befindet sich am rechten Münzrand. Unten mittig steht der Nennwert von "10 MARK" mit je einem Stern vor und nach der Angabe. Die Münze weist zusätzlich eine Randverzierung in Form von Arabesken auf.
Bevor Wilhelm II 1891 zum König von Württemberg wurde, durchlief er eine militärische Laufbahn. 1869 ging Wilhelm als Oberleutnant nach Potsdam und trat dem ersten Garde-Regiment zu Fuß der preußischen Armee bei. 1870 wurde er als Rittmeister ins Garde-Husaren-Regiment versetzt und kam noch im selben Jahr beim Deutsch-Französischen Krieg zum Einsatz. 1875 beendete er seinen Dienst in der Armee Preußens als Oberleutnant und ging nach Stuttgart zurück, wo ihm der Rang des Oberst verliehen wurde. Er trat in die württembergische Armee ein, aus welcher er 1882 im Rang eines Generalmajors der Kavallerie aus dem aktiven Dienst ausschied. Er blieb jedoch württembergischer Offizier der Reserve.