Die Reichsgoldmünzen des Jahrgangs 1894 aus der Epoche des Deutsches Kaiserreichs sind im Jaeger-Katalog unter der Nummer 251 katalogisiert. Es wurden insgesamt 17.560 Exemplare mit dem Abbild von Kaiser Wilhelm II ausgegeben.
Wilhelms Konterfei präsentiert sich auf der Motivseite der alten deutschen Umlaufmünzen. Zu sehen ist der junge Deutsch Kaiser und König von Preußen mit kurzen, zurück gekämmten Haaren und einem Oberlippenbart. Er wird von der Beschriftung "WILHELM II DEUTSCHER KAISER KÖNIG V. PREUSSEN" umkreist. Unten in der Mitte steht zwischen dem Konterfei und dem Münzrand ein "A" als Kürzel der Prägestätte Berlin. Umrandet wird das Motiv von einem Ring bestehend aus einer feinen Zierperlung.
Der Perlrand von der Motivseite wird auf der Wertseite wieder gezeigt, gefolgt von der zweigeteilten Beschriftung "DEUTSCHES REICH". Die Worte werden durch den mittig platzierten Reichsadler und die Kaiserkrone darüber getrennt. Die Adlerabbildung wurde optisch an das Wappen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation angelehnt. Der Brustschild des Adlers zeigt einen gekrönten preußischen Adler, welcher wiederum den Schild der Hohenzollern trägt. Der gesamte Brustschild ist von einer Kette mit dem Kreuz des Schwarzen Adlerordens umgeben. Der Nennwert von "10 Mark" steht unter der Adlerabbildung zwischen zwei Sternen. Am rechten Münzrand befindet sich das Ausgabejahr "1894".
Unter Kaiser Wilhelms II entwickelte sich Deutschland zur wirtschaftlichen Supermacht, die deutsche Wissenschaft wurde weltweit führend und Deutschland rüstete stark auf. Viele Länder empfanden das Deutsche Kaiserreich als zunehmend bedrohlich und Wilhelms undiplomatische Äußerungen verstärkten diesen Eindruck.