1911 prägte die Prägestätte in Hamburg 75.000 Stück der 10 Mark Goldmünzen, welche das Hamburger Stadtwappen zeigen. Die Münzen gehören zu Jaegernummer 211.
Die Motivseite wird von einer feinen Zierperlung am Rand der Münze eingerahmt. Es folgt die Legende "FREIE UND HANSESTADT HAMBURG", sowie die Nennung der Prägestätte in Form des Münzzeichens "J" für Hamburg. Mittig befindet sich das Stadtwappen der Hafenstadt Hamburg. Zwei Löwen halten zwischen sich einen Schild. Dieser zeigt eine Burg mit drei Türmen. Sie ist Anlehnung an den mittelalterlichen Mariendom. Über dem Schild thront ein Helm, welcher mit Lanzenfähnchen und Pfauenfedern geschmückt ist. Die Raubkatzen und der Schild stehen auf einem Sockel aus floralen Ornamenten.
Die Wertseite zeigt eine Abbildung des Reichsadlers, welche an das Wappen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation angelehnt wurde. Über dem Adler thront eine Kaiserkrone mit fliegenden Bändern. Die Bänder wehen nach links und rechts über die weit geöffneten Flügel des Vogels. Der Reichsadler trägt einen Brustschild, welcher einen preußischen Adler mit Krone zeigt. Dieser präsentiert den Schild des Hauses Hohenzollern. Der gesamte Brustschild des Reichsadlers wird von einer Kette mit dem Kreuz des Schwarzen Adlerordens eingerahmt. Zu sehen ist zudem die Beschriftung "DEUTSCHES REICH". Die Aufschrift wird durch die Kaiserkrone am oberen Münzrand in zwei Hälften aufgeteilt. Das Ausgabejahr "1911" befindet sich am rechten Münzrand. Der Nennwert wird von einem Stern vor und einem weiteren nach der Angabe eingerahmt. Der Nennwert "10 MARK" steht mittig unten am Münzrand.
Die Burg auf dem Stadtwappen Hamburgs ist dem mittelalterlichen Mariendom nachempfunden. Davon geht man aus, da der mittlere Turm ein Kreuz auf der Spitze trägt und über den beiden seitlichen Türmen je ein Marienstern schwebt. Beim Mariendom handelt es sich um eine ab dem 13. Jahrhundert erbaute Domkirche in Hamburg. Sie wurde jedoch von 1804 bis 1806 abgerissen.