Diese 10 Mark Goldmünze aus dem Kaiserreich gehört der Jaegernummer 206 an. Kurt Jaeger war ein deutscher Numismatiker. Er ist der Autor des führenden Katalogs deutscher Münzen des 19. und 20. Jahrhunderts. Auf seine Einteilung und Nummerierung alter deutscher Münzen bezieht man sich bis heute. Die abgebildete Kaiserreichmünze aus dem Jahr 1873 wurde in Hannover 25.200-mal hergestellt und ausgegeben.
Mittig auf der Münzfläche ist das Staatswappen von Hamburg zu sehen. Das Wappen befindet sich auf einem floral wirkenden Sockel. Links und rechts neben dem Wappen steht je ein Löwe. Die Raubkatzen halten das Wappen fest. Im Wappen selbst ist eine Burg mit drei Türmen und zwei Sternen zu sehen. Über dem Schild ist ein Helm platziert. Er wurde mit Pfauenfedern und Lanzenfähnchen verziert. Umgeben wird das Ensemble von der Umschrift "FREIE UND HANSESTADT HAMBURG". Der Rand der Münze wurde zudem mit einer feinen Zierperlung versehen. Mittig unten unter der Darstellung befindet sich das Münzzeichen "B" der Prägestätte in Hannover.
Die Kehrseite der 10 Mark-Goldmünze weist ebenfalls einen Perlrand auf, gefolgt von der Beschriftung "DEUTSCHES REICH", dem Ausgabejahr 1873 und dem Nennwert von 10 Mark, wobei das Wort "Mark" mit "M." abgekürzt wird. Mittig wird ein Reichsadler mit gespreizten Flügeln dargestellt. In seiner Mitte befindet sich ein Brustschild. Es zeigt einen preußischen Adler mit Krone auf dem Kopf, welcher den Schild der Hohenzollern trägt. Über dem Reichsadler schwebt die Kaiserkrone mit fliegenden Bändern.
Die Freie und Hansestadt Hamburg präsentiert in all ihren Hoheitszeichen die Burg mit drei Türmen. Diese Darstellung ist dem mittelalterlichen Dom nachempfunden, welcher als Mariendom der Schutzpatronin der Stadt gewidmet war. Zudem schweben zwei Sterne über der Burg, welche als Mariensterne gelten.