Diese historische goldene Umlaufmünze aus der Kaiserreichszeit ist ein Original und beeindruckt durch einen auf der Motivseite fein geprägten mit Perlen besetzten Rand. Weiter ist auf der Bildseite eine Legende vorhanden, welche "OTTO KOENIG V. BAYERN" nennt. Der genannte Münzherr Otto der Erste ist ebenfalls auf der Abbildung der Mitte zu sehen und zeigt ein nach links gewandtes Gesicht. Sein markantes Kinn, der schmale Bart oberhalb seiner Lippe und das zur Seite gelegte Deckhaar stechen hier besonders hervor. Unterhalb der Darstellung des Königs steht der Buchstabe "D" für das Prägezeichen des Bayrischen Hauptmünzamts München.
Kehrseitig ist die Goldmünze ebenfalls mit einer Zierperlung am Münzrand versehen. Sie rahmt die sich anschließende Legende bestehend aus "DEUTSCHES REICH", dem Ausgabejahr "1910" und dem Nominalwert von "10 MARK" ein. Unmittelbar an die Legende angrenzend folgt die Abbildung des Reichsadlers, sowie der Kaiserkrone. Gemeinsam formen sie das königliche Wappen. Der stilisierte Adler hat seine Schwingen geöffnet und streckt die scharfen Klauen von sich. Sein Schwanz deutet auf den Nominalwert. Bei der über dem Kopf des Greifvogels schwebenden Krone hingegen lassen sich wehende Bänder erkennen. Der Reichsadler trägt einen Schild vor der Brust, auf dem ein gekrönter preußischer Adler abgebildet ist. Er hält einen Schild mit dem Stammwappen des Geschlechts der Hohenzollern. Um den Schild des Reichsadler ist rings die Collane, die Ordenskette des schwarzen Adlerordens, gestaltet. An ihrem Ende hängt das Malteserkreuz.
König Otto I, der Bruder des Märchenkönig Ludwig II, ist heute vielen kaum bekannt. Dies liegt daran, dass er zwar nach dem Tod seines älteren Bruders Ludwig der längste König Bayerns war, während seiner Amtszeit jedoch nicht aktiv regierte. Dies ist auf den Umstand seiner psychischen Erkrankung zurückzuführen. Sein Onkel Luitpold wurde an seiner statt als Prinzregt mit der Aufgabe der Staatsführung betraut.