Bei dieser Goldmünze handelt es sich um eine historische Umlaufmünze aus der Zeit des Kaiserreichs (1871-1918). Motivseitig besticht die Münze durch einen fein geprägten Perlrand. Diesem schließt sich die Münzlegende mit dem Namen des Münzherren "OTTO KOENIG V. BAYERN" an. Er zeigt sich in Form eines Porträts in der Mitte des Goldstücks. Sein Blick ist nach links gerichtet. Dargestellt wird er mit einem markanten Kinn, Seitenscheitel und einem leichten Bart über der Lippe. Unterhalb des Porträts ist das Münzzeichen "D" der Prägestätte München verewigt.
Der auf der Kehrseite gezeigte Perlrand wird auch auf der Wertseite weitergeführt. Dem verzierten Münzrand schließt sich die Umschrift an. Sie zeigt die Worte "DEUTSCHES REICH", das Ausgabejahr "1905" und den Nominalwert von "10 MARK" an. Die Abbildung in der Mitte zeigt das Wappen des Kaisers. Es besteht zum einen aus dem Reichsadler und zum anderen aus der Kaiserkrone, welche über dem Kopf des Greifvogels angeordnet und mit abfliegenden Stoffen bewehrt ist. Die Flügel, sowie der Schwanz des Adlers reichen bis an die Legende heran. Auf der Brust trägt er den königlich preußischen Wappenschild. Dieser zeigt einen mit Königskrone gekrönten Adler, der auf seiner Brust das Stammwappen der Hohenzollern-Dynastie trägt.
Otto I ist heute vor allem unter seinem inoffiziellen Titel "Schattenkönig" bekannt. Der Beiname wurde ihm verliehen, da er zwar als König gekrönt wurde, jedoch aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage war die Staatsgeschicke zu lenken. Sein Onkel Luitpold - fortan der Prinzregent - übernahm an seiner statt die Staatsführung und Otto verschwand zunehmend aus der Öffentlichkeit. Sein Vermächtnis ist bei vielen Menschen über die Jahre in Vergessenheit geraten.