Diese historische Goldmünze aus der Zeit des Kaiserreichs in Deutschland weist eine feine Perlung am Rand der Münze auf. Ihr schließt sich die Legende "OTTO KOENIG V. BAYERN" an, wobei das Wort "VON" im Vergleich zu vorausgegangen Jahrgängen abgekürzt dargestellt wird. Die Abbildung in der Mitte der Münze zeigt den Herrscher mit spitzem Kinn, dünnem Oberlippenbart und zur Seite gekämmten Haaren. Sein Blick ist nach links gerichtet. Unter dem Königsporträt ist das Zeichen "D" der Münze München geprägt.
Der Revers wurde analog der Motivseite gestaltet und hat ebenfalls einen Perlrand. Darunter befindet sich die Umschrift der Goldmünze. Hier ist "DEUTSCHES REICH", das Ausgabejahr "1902" und der Nominalwert "10 MARK" zu lesen. Die Wertseite zeigt das Abbild des Kaiserwappens. Es besteht aus einer mit Stoffen bordierten Kaiserkrone, welche über dem Reichsadler schwebt. Die großzügige Darstellung des Reichsadlers zeigt das Tier mit gespreizten Flügeln. Er streckt seine scharfen Klauen von sich. Der Adler trägt eine Collane - die Ordenskette des schwarzen Adlerordens - welche auf Höhe der Brust platziert ist. Am Ende der Kette hängt das Malteserkreuz. Weiter trägt der Adler einen Wappenschild, auf dem sich ein gekrönter preußischer Adler befindet. Dieser hält das Wappenschild der Hohenzollern.
König Otto I von Bayern ist die unumstritten tragischste Figur in den Annalen der Könige Bayerns. An einer psychischen Erkrankung leidend, konnte er nach dem Tod seines Bruders - dem Märchenkönig Ludwig II - nicht regieren. An seiner statt übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Staatsführung. Otto I ging als Schattenkönig in die Geschichte ein.