Bei der Gestaltung des Avers dieser Goldmünze aus dem Kaiserreich wurde am Rand ein Perlkreis geprägt, welcher sowohl die Legende "FRIEDRICH GROSHERZOG VON BADEN", als auch das Bild des Münzherrn in Szene setzt. Das mittig gezeigte Bild zeigt den Regenten Friedrich I, welcher hier mit nach links gewandtem Blick, seitlich angelegten Haaren und langem Vollbart porträtiert wurde. Das Prägezeichen "G" wurde unterhalb des Porträts platziert und ist der Prägeanstalt Karlsruhe zuzuordnen.
Blickt man auf die Kehrseite des Avers, präsentiert sich die Goldmünze auch hier mit einem feinen Perlrand. Von außen nach innen betrachtet folgt dem verzierten Rand zunächst die Aufschrift der Goldmünze, welche sowohl den Landesbezug "DEUTSCHES REICH" herstellt, als auch das Ausgabejahr "1898" und den Nennwert von "10 MARK" nennt. Das Nominal wurde zusätzlich mit jeweils einem Stern links und rechts versehen, welche es von der restlichen Beschriftung abgrenzen. In der Mitte zeigt sich ein großzügig über beide Münzfelder gestalteter Reichsadler, welcher seine gespreizten Flügel und Klauen in Richtung des Münzrands reckt. Über seinem Haupt prangt schwebend die deutsche Reichskrone mit links und rechts angedeuteten Bändern. Der Reichsadler ist hier in der Funktion eines Wappenknechts dargestellt und trägt einen Schild mit einem gekrönter preußischen Adler. Der preußische Adler wiederum ist der Schildhalter für das Familienwappen der Hohenzollern.
Der Großherzog Leopold von Baden ging den heiligen Bund der Ehe mit Prinzessin Sophie Wilhelmine von Schweden ein und zeugte mit ihr zwei Söhne. Für den erstgeborenen Sohn Ludwig stand fest, dass er eines Tages das Erbe der großherzoglichen Würde erhalten wird. Sein jüngerer Bruder Friedrich jedoch sollte an seiner statt zum neuen Großherzog aufsteigen, da Ludwig unheilbar an einer schweren psychischen Krankheit litt. Nachdem dieser sein Schicksal akzeptiert hatte, trat er aus der Erbfolge zurück und Friedrich wurde an seiner statt nach dem Tod von Leopold zum neuen Großherzog ernannt.