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11.07.2026, 20:18 Uhr

Goldreserven großer Nationen

Goldreserven sind staatliche Goldbestände im Eigentum einer Zentralbank, Notenbank oder eines Finanzministeriums.

(BILD EINFÜGEN)

Gold des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel wird ebenfalls zu den Goldreserven des offiziellen Sektors gerechnet. Die Länder der Welt halten unterschiedlich viel Gold in ihren Reserven. Kanada beispielsweise hat keine Goldreserven, Großbritannien und Australien halten vergleichsweise sehr wenig Gold.

Deutsche Goldreserven

Die Deutsche Bundesbank hält und verwaltet die Währungsreserven Deutschlands. Gold ist neben Divisen und Forderungen an den IWF (Internationaler Währungsfonds) Teil der Währungsreserven und es wird auf vier verschiedene Lagerstellen verteilt. Die deutschen Goldreserven befinden sich daher bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main und den beiden Partnernotenbanken Federal Reserve Bank in New York und Bank of England in London. Die Bundesbank hält Gold unter anderem um Vertrauensbildung zu betreiben, wegen seiner universellen Akzeptanz, zur Diversifikation und der vergleichsweise geringen Risiken durch Schocks.

Kriterien für Lagerstellen von deutschem Gold

Die Verteilung der deutschen Goldreserven auf mehrere Lagerstellen unterliegt einer sorgfältigen Abwägung von drei Kriterien: Sicherheit, Liquidität und Kosteneffizienz.

Das Kriterium Sicherheit umfasst unter anderem die Vertrauenswürdigkeit der Lagerstellen, die angewandten Sicherheitsstandards und die eigene Zugriffsmöglichkeit als Eigentümer. Außerdem fällt unter diesen Aspekt auch, dass Unberechtigte keine Zugriffsmöglichkeiten, weder faktisch noch rechtlich, auf das Gold haben dürfen.

Liquidität steht in diesem Zusammenhang für die schnelle Mobilisierbarkeit als Notreserve. Daher befindet sich das Gold an Lagerstellen, die auch Handelsplätze von Gold sind.

Kosteneffizienz berücksichtigt die wirtschaftlichen Aspekte der Lagerung. Dazu zählen unter anderem die Lagerkosten, Transportkosten oder die Kosten für die Aufarbeitung der Barren auf den branchenüblichen "London-Good-Delivery"-Standard.

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