{"id":975,"date":"2022-02-21T18:01:31","date_gmt":"2022-02-21T16:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/?p=975"},"modified":"2022-02-21T18:26:49","modified_gmt":"2022-02-21T16:26:49","slug":"wertvolles-geschmeide-edelmetalle-in-der-schmuckindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/wertvolles-geschmeide-edelmetalle-in-der-schmuckindustrie\/","title":{"rendered":"Wertvolles Geschmeide \u2013 Edelmetalle in der Schmuckindustrie  \u00a0"},"content":{"rendered":"\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"810\" height=\"443\" class=\"alignnone size-full wp-image-992\" src=\"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/app\/uploads\/2022\/01\/Blog-7.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/app\/uploads\/2022\/01\/Blog-7.jpg 810w, https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/app\/uploads\/2022\/01\/Blog-7-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/app\/uploads\/2022\/01\/Blog-7-768x420.jpg 768w, https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/app\/uploads\/2022\/01\/Blog-7-624x341.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/p>\r\n<p>Schmuck hat viele Bedeutungen und Funktionen. Er wird aus diversen Materialien hergestellt und dient verschiedenen Zwecken.<\/p>\r\n<p><strong>\u201eSchmuck\u201c als Begriff<\/strong><br \/>\r\nDas Wort \u201eSchmuck\u201c hat denselben Ursprung wie das Wort <em>Geschmeide<\/em>. Im Mittelhochdeutschen \u201egesm\u00eedec\u201c, was so viel wie leicht zu bearbeiten oder gestaltbar und geschmeidig bedeutet. Im Althochdeutschen handelt es sich um \u201esm\u00eeda\u201c, was man mit Metall \u00fcbersetzen kann.<\/p>\r\n<p>Den Begriff \u201eSchmuck\u201c kann man zudem in einem weiten oder einem engen Sinn verstehen:\r\nIm weitesten Sinne sind Verzierungen allgemein Schmuck. Das k\u00f6nnen Versch\u00f6nerungen zur optischen Aufwertung sein oder eine besondere Raumgestaltung und das in Szene setzen von bestimmten Gegenst\u00e4nden.<br \/>\r\nEnger gesehen bezeichnet der Begriff\u00a0einen subjektiv als sch\u00f6n empfundenen Gegenstand.\r\nIm Normalfall handelt es sich dabei um Gegenst\u00e4nde, die am K\u00f6rper selbst oder an der Kleidung getragen werden. Diese dienen der Zierde.<\/p>\r\n<p><strong>Die Verwendung von Schmuck <\/strong><br \/>\r\nDie Verwendung von Schmuck als Ziergegenstand geht bis auf die Anf\u00e4nge der Menschheit zur\u00fcck. Forscher gehen davon aus, dass Menschen bereits vor 100.000 Jahren Muscheln als Schmuck benutzten. In Altsteinzeit wurden einfach- und mehrgliedrige Ketten als Halsschmuck getragen und die Menschen der Steinzeit nutzen in ihren Halsketten Muschel- und Schneckengeh\u00e4use, Tierz\u00e4hne, Fischwirbel und Perlen. Es gab sogar schon Anh\u00e4nger aus Knochen und Steinen. Als Kupfer und Bronze entdeckt und entsprechend verarbeitbar wurden, nutzte man diese Metalle in Form von beispielsweise Metallperlen, Ringen und Scheiben in der Schmuckherstellung. Die Verwendung organischer Stoffe oder von Steinen nahm immer weiter ab. Schmuck wurde also auch vom materiellen Wert her immer wertvoller und innerhalb der vorchristlichen Zeit diente er, neben anderen Gegenst\u00e4nden, als Grabbeigabe. Aber auch als Zeichen sozialer, territorialer und religi\u00f6ser Gruppen war er \u00fcblich. Mit der Weiterentwicklung der Metallverarbeitung und der Entwicklung neuer Stoffe im 20. Jahrhundert wurde die Vielfalt der verwendeten Materialien bei der Schmuckanfertigung erweitert. Die Verwendung von kostbaren Materialien nahm zu und der Schmuck galt als Wertgegenstand, der auch bei Tauschgesch\u00e4ften verwendet werden konnte.<\/p>\r\n<p>Nat\u00fcrlich haben sich diverse Funktionen des Schmuckes entwickelt. Er kann zu rein \u00e4sthetischen Zwecken getragen werden, um die eigene Attraktivit\u00e4t zu steigern oder den eigenen Stellenwert in der Gesellschaft zu untermauern. Er kann auch eine soziale Funktion haben und dazu dienen, einen Status sichtbar zu machen, wie es beispielsweise die Kronjuwelen tun. Aber auch ein Bischofsring zeigt die soziale Zugeh\u00f6rigkeit zur Kirche und ein Ehering erf\u00fcllt ebenso einen Zuordnungsauftrag. Aber auch ein praktischer Gebrauch ist f\u00fcr Schmuck denkbar: Der Schl\u00fcsselring beispielsweise, also ein Ring, an dem ein sehr kurzer Schl\u00fcssel befestigt wird. \u00a0Ein weiteres Beispiel ist der Siegelring. Dieser wurde zur Beurkundung von Vertr\u00e4gen auf Ton oder Wachs genutzt.<\/p>\r\n<p><strong>Gold in der Schmuckindustrie<\/strong><br \/>\r\nDie Verarbeitung von Gold zu Schmuckgegenst\u00e4nden reicht bis ins Alte \u00c4gypten zur\u00fcck. Beispielsweise betr\u00e4gt das Gewicht des Goldes im Grab des \u00e4gyptischen K\u00f6nigs Tutenchamun von 1332 bis 1323 v. Chr. etwa neun Tonnen. Dieser Goldschatz besteht neben einer Totenmaske, einem Thron und zahlreichen Skulpturen auch aus Schmuck.<\/p>\r\n<p>In der Vergangenheit diente Goldschmuck also als Grabbeigabe, zur Verzierung, aber auch als Wertreserve. In manchen L\u00e4ndern, besonders in wirtschaftlich schwachen L\u00e4ndern, gilt Goldschmuck als Reserve f\u00fcr Zeiten in Not. Aber auch die alte deutsche Tradition, dass Fischer, Seefahrer und Matrosen noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts einen goldenen Ohrring getragen haben, ist eine Art der Verm\u00f6genssicherung. Mit diesem Ohrring soll eine angemessene Beerdigung finanziert werden, falls sie nach einem Schiffsungl\u00fcck an Land gesp\u00fclt werden sollten. Bis heute ist der Charakter des Schmuckes als Wertanlage geblieben und gerade Goldschmuck wird von Edelmetallh\u00e4ndlern wie der ESG angekauft.<\/p>\r\n<p>Immer noch ist Goldschmuck sehr beliebt \u2013 ein beachtlicher Teil des gef\u00f6rderten Goldes wird f\u00fcr die Herstellung von Schmuck verwendet. Die Schmuckindustrie gilt damit als der gr\u00f6\u00dfte Verarbeitungssektor von Gold. Ungef\u00e4hr 2.000 Tonnen j\u00e4hrlich werden in Uhren, Ketten, Ringe, Armreife oder sonstige Schmuckst\u00fccke verarbeitet. Indien und China gelten als die beiden gr\u00f6\u00dften M\u00e4rkte f\u00fcr Goldschmuck, zusammen sorgen sie f\u00fcr etwas \u00fcber 50% der Goldnachfrage in diesem Bereich. Der Edelmetallgehalt dieser Gegenst\u00e4nde wird durch die sogenannte <a href=\"https:\/\/www.scheideanstalt.de\/stempelkunde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Repunze<\/a>, welche international dieselbe Bedeutung hat, festgehalten und eingepr\u00e4gt. Hochwertiger Schmuck wird \u00fcblicherweise aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder h\u00f6her angefertigt, dementsprechend tr\u00e4gt er einen Stempel mit mindestens 750. Doch die Wahl des verwendeten Feingehaltes wird von regionalen und kulturellen Vorlieben beeinflusst. Auf dem amerikanischen Kontinent sind vor allem 585 Goldlegierungen beliebt. In S\u00fcdostasien und im chinesisch, thail\u00e4ndisch und malaiisch Kulturkreis geht dies traditionell sogar bis hin zum Schmuck aus reinem Feingold. Goldschmuck wird in der dortigen Kultur als besonders hochwertig betrachtet und hat einen besonderen Stellenwert. Die Anteile an ebenso enthaltenen Edelmetallen oder Begleitmaterialien wird bei der Stempelung von Goldschmuck nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\r\n<p><strong>Silber in der Schmuckindustrie<\/strong><br \/>\r\nSilber ist ein sehr beliebter Rohstoff, wenn es um die Schmuckherstellung geht. Neben Gold ist Silber eines der klassischen Metalle, aus denen Schmuckst\u00fccke angefertigt werden. Von der gef\u00f6rderten Menge Silber wird allerdings nur etwa 30% f\u00fcr die Herstellung von Schmuck verwendet, anders als es bei Gold der Fall ist.<\/p>\r\n<p>Die gebr\u00e4uchlichsten Silberlegierungen in der Schmuckindustrie haben einen Feingehalt von 800, 835, 925 und 935 Silber. 925er Silber wird auch als Sterlingsilber\u00a0bezeichnet. Es gilt als die wichtigste Silberlegierung und wird beispielsweise zur Herstellung von M\u00fcnzen, Schmuck und Besteck verwendet.\r\nMeist enthalten Silberlegierungen Kupfer, um das Silber best\u00e4ndiger zu machen. Reines Silber w\u00e4re als Schmuck viel zu weich und empfindlich. Je geringer der Anteil an Kupfer innerhalb einer Legierung ist, umso heller gl\u00e4nzt der sp\u00e4tere Schmuck. Trotz der Weichheit und der fehlenden Kratzfestigkeit ist Silber f\u00fcr die Schmuckherstellung gut geeignet. Silber gilt generell als gut vertr\u00e4glich, da es eine antibakterielle Wirkung hat.<\/p>\r\n<p><strong>Rhodium in der Schmuckindustrie<\/strong><br \/>\r\nDas Edelmetall wird in der Schmuckindustrie haupts\u00e4chlich als Beschichtung eingesetzt. Mit Rhodium beschichtete Fl\u00e4chen besitzen ein hohes Reflexionsverm\u00f6gen, gleichzeitig sind diese Beschichtungen sehr hart und robust. Rhodium verhindert zudem das Anlaufen des verwendeten Hauptmetalls. Der Vorgang des \u00dcberziehens wird Rhodinieren genannt und regelm\u00e4\u00dfig bei Schmuck und Uhren eingesetzt.<\/p>\r\n<p>Beim Rhodinieren handelt es sich grob gesagt um die Ummantelung von Oberfl\u00e4chen. Innerhalb dieses Vorgangs werden Metallionen abgeschieden. Diese haften dann \u00fcber ein elektrolytisches Bad auf dem zu beschichtenden Gegenstand an und h\u00e4rten dort aus. Rhodium besitzt einen hohen H\u00e4rtegrad, ist aber auch gut formbar und z\u00e4h, wodurch es sich gut verarbeiten l\u00e4sst und als Beschichtung eignet. Das macht Rhodium zu einem beliebten Mittel in der Veredelung von Schmuckst\u00fccken, was f\u00fcr eine glatte und kratzfestere Oberfl\u00e4che sorgt. Optisch zeichnet sich rhodinierter Schmuck durch einen gr\u00e4ulichen bis schwarzen Schimmer aus.<\/p>\r\n<p><strong>Platin in der Schmuckindustrie <\/strong><br \/>\r\nPlatin wurde vermutlich erstmals um 3.000 vor Chr. im Alten \u00c4gypten in Schmuck verwendet, aber eine sichere Aussage \u00fcber die H\u00e4ufigkeit der Verwendung und Verarbeitung von Platin in dieser Zeit l\u00e4sst sich nur schwer treffen. William Matthew Flinders Petrie, ein britischer Forscher, entdeckte jedenfalls 1895 alt\u00e4gyptischen Schmuck und es wurde festgestellt, dass eine kleine Menge Platin darin verwendet wurde.<br \/>\r\nAuch die Hochkulturen S\u00fcdamerikas, beispielsweise die Mayas oder Inkas, sollen Platin bereits in kleinen Mengen verarbeitet haben.<\/p>\r\n<p>Platin wird aufgrund einer hohen Haltbarkeit, Anlaufbest\u00e4ndigkeit und Seltenheit besonders f\u00fcr die Herstellung hochwertigen Schmucks verwendet. Es ist korrosionsbest\u00e4ndig und l\u00e4uft nicht an, au\u00dferdem kann es aufgrund seiner Formbarkeit gut verarbeitet werden. Platinschmuck besitzt einen eigenen Glanz und es werden Legierungen mit einem hohen Feingehalt an Platin genutzt, beispielsweise einem Platinfeingehalt von 950. Aber auch in anderen Edelmetalllegierungen wird Platin verwendet.<\/p>\r\n<p><strong>Palladium in der Schmuckindustrie<\/strong><br \/>\r\nDer zweitgr\u00f6\u00dfte Abnehmer f\u00fcr Palladium ist die Schmuckindustrie: Eine beliebte Legierung f\u00fcr Schmuck ist Wei\u00dfgold und zusammen mit Gold wird Palladium zu Wei\u00dfgold legiert. Sonst werden vor allem Legierungen ab 500er Palladium verwendet und als weit verbreitet gelten vor allem 750er und 950er Palladiumlegierungen.<\/p>\r\n<p>Informationen zum Schmuckankauf durch die ESG finden Sie hier:<br \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.scheideanstalt.de\/was-wir-kaufen\/schmuck\/schmuckankauf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scheideanstalt.de\/was-wir-kaufen\/schmuck\/schmuckankauf<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schmuck hat viele Bedeutungen und Funktionen. 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