{"id":784,"date":"2021-08-13T15:08:58","date_gmt":"2021-08-13T13:08:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/?p=784"},"modified":"2021-08-13T15:10:37","modified_gmt":"2021-08-13T13:10:37","slug":"muenzen-wie-man-sie-dreht-und-wendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/muenzen-wie-man-sie-dreht-und-wendet\/","title":{"rendered":"M\u00fcnzen: Wie man sie dreht und wendet"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-785 size-full\" src=\"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kehr_und_Wendepra\u0308gung_Blog.jpg\" alt=\"\" width=\"810\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kehr_und_Wendepra\u0308gung_Blog.jpg 810w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kehr_und_Wendepra\u0308gung_Blog-300x164.jpg 300w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kehr_und_Wendepra\u0308gung_Blog-768x420.jpg 768w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kehr_und_Wendepra\u0308gung_Blog-624x341.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/p>\r\n<p><strong>M\u00fcnze ist nicht gleich M\u00fcnze \u2013 neben gel\u00e4ufigen Unterscheidungen, wie beispielsweise in Gold- oder Silberm\u00fcnzen, kann man sie auch anhand ihrer Stempelstellung einteilen. Einmal in die Wendepr\u00e4gung und einmal in die Kehrpr\u00e4gung. Dabei wird in der Ausrichtung von vorderen und r\u00fcckseitigen Motiven zueinander differenziert.<\/strong><\/p>\r\n<p>Die ersten M\u00fcnzpr\u00e4gungen, etwa aus dem 7. Jh. v. Chr., kannten keine Kehr- oder Wendepr\u00e4gung. Damals wurde ein Tropfen Metall durch eine Stanzung mithilfe eines Mei\u00dfels gepr\u00e4gt. Somit erhielt nur eine Seite der M\u00fcnze eine Pr\u00e4gung. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war dieser Vorgang Handarbeit. Das Gepr\u00e4ge beinhaltete damals bereits Motive sowie Schriften. Dies wurde beibehalten und ab 650 v. Chr. wurde die M\u00fcnzpr\u00e4gung kunstvoller. In diesem Zusammenhang kam es auch zu beidseitigen Pr\u00e4gungen einer M\u00fcnze mit verschiedenen Motiven. Die Kehr- und Wendepr\u00e4gung waren Teil dieser Entwicklung.<\/p>\r\n<p><strong>Kehrpr\u00e4gung<\/strong><br \/>H\u00e4lt man eine kehrgepr\u00e4gte M\u00fcnze in der Hand, sodass das Vordermotiv aufrecht steht, dann kann man diese umkehren und auch die R\u00fcckseite ist dann aufrecht stehend. Hierf\u00fcr dreht man die M\u00fcnze um ihre vertikale Achse. Diese Art der Pr\u00e4gung ist beispielsweise beim Kr\u00fcgerrand, aber auch bei deutschen oder \u00f6sterreichischen Zahlungsmitteln, gebr\u00e4uchlich.<\/p>\r\n<p><strong>Wendepr\u00e4gung<\/strong><br \/>Wendet man eine M\u00fcnze mit aufrecht stehendem Vordermotiv, dreht sie also um ihre horizontale Achse und erh\u00e4lt dann auch eine aufrecht stehende R\u00fcckseite, ist sie wendegepr\u00e4gt. Vor allem franz\u00f6sische M\u00fcnzen weisen diese Art der Pr\u00e4gung auf \u2013 hierzu z\u00e4hlen unter anderem die 20 Francs Goldm\u00fcnzen \u201eNapoleon III\u201c, \u201eCeres\u201c sowie das Motiv \u201eMarianne\u201c mit dem gallischen Hahn. Allerdings weisen auch andere M\u00fcnzen diese Motivausrichtung auf, so zum Beispiel die Feingoldm\u00fcnze \u201eAmerican Buffalo\u201c. Hier stehen sich vorderseitig das Portr\u00e4t eines Indianers und r\u00fcckseitig ein nordamerikanischer B\u00fcffel gegen\u00fcber.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnze ist nicht gleich M\u00fcnze \u2013 neben gel\u00e4ufigen Unterscheidungen, wie beispielsweise in Gold- oder Silberm\u00fcnzen, kann man sie auch anhand ihrer Stempelstellung einteilen. Einmal in die Wendepr\u00e4gung und einmal in die Kehrpr\u00e4gung. Dabei wird in der Ausrichtung von vorderen und r\u00fcckseitigen Motiven zueinander differenziert. Die ersten M\u00fcnzpr\u00e4gungen, etwa aus dem 7. Jh. v. 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