{"id":330,"date":"2018-03-01T12:59:25","date_gmt":"2018-03-01T10:59:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/?p=330"},"modified":"2018-03-01T12:59:25","modified_gmt":"2018-03-01T10:59:25","slug":"facettenreiches-gold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.edelmetall-handel.de\/blog\/facettenreiches-gold\/","title":{"rendered":"Facettenreiches Gold"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-333 size-full\" src=\"http:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Facettenreiches_Gold_Blog.jpg\" alt=\"Facettenreiches Gold\" width=\"810\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Facettenreiches_Gold_Blog.jpg 810w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Facettenreiches_Gold_Blog-300x164.jpg 300w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Facettenreiches_Gold_Blog-768x420.jpg 768w, https:\/\/blog.edelmetall-handel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Facettenreiches_Gold_Blog-624x341.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/p>\n<p>Seit Jahrtausenden \u00fcbt Gold, das Metall der G\u00f6tter und K\u00f6nige, eine faszinierende Wirkung auf den Menschen aus. Denn nicht nur die Sch\u00f6nheit oder die Symbolik sprechen f\u00fcr das edle Material, sondern auch die bestechenden, ihm spezifischen Eigenschaften. In reiner Form l\u00e4sst sich Gold aufgrund seiner hohen Verformbarkeit und dem moderaten Schmelzpunkt relativ leicht mechanisch verarbeiten. Auch durch die hohe Korrosionsbest\u00e4ndigkeit und Leitf\u00e4higkeit gilt das Edelmetall als attraktiver Werkstoff f\u00fcr eine Vielzahl von Einsatzgebieten.<\/p>\n<p><strong>Legierungen im \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<p>Um die bereits sehr wertvollen Materialeigenschaften zu verst\u00e4rken und Widerstandsf\u00e4higkeit wie H\u00e4rtegrad zu erh\u00f6hen, aber auch, um die Kosten geringer zu gestalten, wird Gold in den meisten F\u00e4llen nicht in Reinform, sondern als Komponente einer Legierung eingesetzt. Darunter versteht man eine Verbindung von Stoffen bzw. Elementen, wobei mindestens eines davon ein Metall ist. Die m\u00f6glichen Legierungspartner variieren je nach Verwendungszweck. So eignet sich eine Gold-Silber-Legierung, auch in Kombination mit Nickel, oder eine Gold-Kupfer-Legierung durch die hohe Leitf\u00e4higkeit hervorragend f\u00fcr den Einsatz im Elektronikbereich. In der Medizin setzt man \u00fcberwiegend auf Gold vereint mit Titan, wohingegen sich Platin und Palladium als Legierungspartner f\u00fcr Dentallegierungen am besten eignen.<\/p>\n<p><strong>Goldlegierter Schmuck<\/strong><\/p>\n<p>Abgesehen von den vielen funktionalen oder auch finanziellen Gr\u00fcnden wird Gold in der Schmuckindustrie ebenso zielgerichtet aus \u00e4sthetischen Aspekten legiert. Je nach Mischverh\u00e4ltnis und Komponenten erh\u00e4lt man sehr unterschiedliche F\u00e4rbungen und Nuancen. Von besonderer Bedeutung bei der Schmuckherstellung ist das bereits in der Natur h\u00e4ufig vorkommende Gold-Silber-Kupfer-System. Durch Kombination der drei Elemente k\u00f6nnen Farbt\u00f6ne von intensivem Gelb \u00fcber leuchtendes Rot bis hin zu silbrigem Wei\u00dfgold geschaffen werden.<\/p>\n<p><strong>Bew\u00e4hrt &#8211; Klassisch &#8211; Sch\u00f6n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gelbgold<\/strong> ist nach wie vor die vorherrschende Goldlegierung, da sie Feingold farblich am n\u00e4chsten kommt. Kupfer und Silber werden zu nahezu gleich Teilen hinzulegiert. Die Intensit\u00e4t des typischen Goldtons sinkt entsprechend dem Goldgehalt. Ausschlaggebend f\u00fcr die F\u00e4rbung von <strong>Rotgold<\/strong>, das zuerst in Russland in Erscheinung getreten ist und hin und wieder noch als &#8222;Russengold&#8220; bezeichnet wird, ist der hohe Kupfergehalt. W\u00e4hrend sich die Nachfrage nach intensiven Rott\u00f6nen beispielweise in Osteuropa oder Zentralasien weiter h\u00e4lt, setzt man in Deutschland auf zarteres <strong>Ros\u00e9gold<\/strong>, welches durch eine Erh\u00f6hung des Feingold- und Silbergehalts erzielt wird. Klassisch schlicht und sehr gesch\u00e4tzt im Zusammenspiel mit Edelsteinen ist <strong>Wei\u00dfgold<\/strong>, das durch eine Vielzahl an Legierungspartnern zum Basismetall Gold geschaffen werden kann. Hierzu z\u00e4hlen Palladium und Platin f\u00fcr ein sehr hochwertiges Wei\u00dfgold sowie Silber oder auch Nickel f\u00fcr die kosteng\u00fcnstigere Variante. Da Nickel jedoch allergische Hautreaktionen hervorrufen kann, wird heutzutage versucht, bei der Schmuckherstellung weitestgehend auf das Metall zu verzichten.<\/p>\n<p><strong>Exotische Legierungen<\/strong><\/p>\n<p>Neben den g\u00e4ngigen Legierungen finden sich auch exotische Auspr\u00e4gungen wie <strong>Gr\u00fcngold<\/strong>.<br \/>\nDie Gold-Silber-Legierung besteht zu ca. 65% aus Feingold. Silber bildet den entsprechenden Restanteil. Zur Intensivierung der Farbe ist eine Zugabe von Kobalt oder Cadmium m\u00f6glich. Wie auch bei Nickel kann Kobalt allerdings zu allergischen Reaktionen f\u00fchren. Cadmium gilt vor allem im Falle des Verschluckens als gesundheitssch\u00e4digend. Das olivfarbene Kaliumgold und das tiefgr\u00fcne Rubidiumgold sind als Hauptbestandteil zur Schmuckherstellung nicht geeignet, da das Material sehr spr\u00f6de und por\u00f6s ist.<br \/>\n<strong>Blaugold<\/strong> besteht in einer einfachen Version aus Gold und Eisen und verf\u00fcgt \u00fcber einen leichten, blauen Schimmer. Feingold im Verbund mit Indium oder Gallium ergibt ebenso eine Blaugoldlegierung, die jedoch weder gut zu verarbeiten ist noch durch ein besonders sch\u00f6nes oder ebenm\u00e4\u00dfiges Blau besticht. Vittorio Antoniazzi meldete 1985 eine sehr spezielle Legierung an, die zus\u00e4tzlich zu Gold aus Nickel, Chrom, Molybd\u00e4n, Vanadium, Kohlenstoff, Wolfram und Eisen besteht. Die resultierende Farbe l\u00e4sst sich durch eine extreme Hitzebehandlung intensivieren und ist vergleichsweise homogen. Aus einem einfacheren Verfahren im Jahr 1991 vom Juwelier Ludwig M\u00fcller gewonnenes Blaugold, das aus Gold, Eisen und Nickel besteht, pr\u00e4gte die Monnaie de Paris 2005 Gedenkm\u00fcnzen zum 50sten Jubil\u00e4um der Europaflagge.<br \/>\nEine Legierung bestehend aus Gold und Aluminium wird als <strong>Purpurgold<\/strong> oder auch <strong>Amethystgold<\/strong> bezeichnet, da das Violett der F\u00e4rbung des Halbedelsteins \u00e4hnelt. Trotz der ansprechenden Farbe, die durch etwas zus\u00e4tzliches Kupfer nuanciert werden kann, ist es nicht ann\u00e4hernd so bekannt wie Rot- oder Ros\u00e9gold, weil das Material f\u00fcr massiven Schmuck zu instabil ist.<br \/>\nDurch Oberfl\u00e4chenbeschichtungen mittels Galvanisierung, Oxidation, Patinieren oder andere Verfahren lassen sich weitere, reizvolle Goldf\u00e4rbungen wie <strong>Schokoladengold<\/strong> oder <strong>Schwarzgold<\/strong> realisieren. Da die Farbe jedoch nur auf einer Behandlung der Oberfl\u00e4che beruht, ist sie nicht best\u00e4ndig und muss mit der Zeit gegebenenfalls aufgefrischt oder erneuert werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahrtausenden \u00fcbt Gold, das Metall der G\u00f6tter und K\u00f6nige, eine faszinierende Wirkung auf den Menschen aus. Denn nicht nur die Sch\u00f6nheit oder die Symbolik sprechen f\u00fcr das edle Material, sondern auch die bestechenden, ihm spezifischen Eigenschaften. In reiner Form l\u00e4sst sich Gold aufgrund seiner hohen Verformbarkeit und dem moderaten Schmelzpunkt relativ leicht mechanisch verarbeiten. 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